GlasPro® Oberflächen, KL 25 Harte Fuge, Profile, EasyCrashStop sowie abgestimmte Klebstoffe und Werkzeuge ergänzen die EasyClean Wand- und Deckensysteme. Die ECP-Systemkomponenten ergänzen Wand- und Deckenelemente zu einer robusten, langlebigen undleicht zu reinigenden Gesamtfläche.

GFK-Oberflächen, Fugen und Zubehör für hygienische Innenräume

Für die Funktion hygienischer Wand- und Deckensysteme sind neben dem eigentlichen Bauelement auch Oberfläche, Fugen, Anschlüsse, Schutz und Verarbeitung entscheidend. ECP bietet dafür aufeinander abgestimmte Komponenten aus einer Hand.

GlasPro® ermöglicht die Anpassung der GFK-Oberfläche an unterschiedliche Hygiene-, Nutzungs- und Brandschutzanforderungen. KL 25 Harte Fuge und verschiedene Profile schaffen geeignete Verbindungen und Abschlüsse. EasyCrashStop schützt beanspruchte Wandbereiche.

GlasPro® GFK-Oberflächen

GlasPro® bezeichnet die Premium-GFK-Oberflächen von ECP für hygienisch anspruchsvolle Innenräume. Die porenfreien Oberflächen sind chemikalien-, korrosions- und UV-beständig undwerden als Deckschicht der EasyClean Elemente oder als Plattenware für EasyClean-Direct eingesetzt. Grundsätzlich sind alle GlasPro® Oberflächen HACCP-konform einsetzbar undeignen sich besonders für den Umgang mit Lebensmitteln.

Zur Auswahl stehen glatte Gelcoat-Oberflächen und strukturierte Ausführungen mit Heißsiegelfolie. Glatte Oberflächen bieten eine hochwertige Optik und besonders geringe Schmutzhaftung. Strukturierte Oberflächen kaschieren Gebrauchsspuren und halten Reinigungsschaum länger auf der Fläche. Zusätzliche Optionen wie HACCP+ und AntiBac ermöglichen die Anpassung an besondere Hygieneanforderungen und sogar längeren, direkten Lebensmittelkontakt, der unbedenklich ist. Auch ein Flammschutz mit höherer Brandschutzklasse ist möglich.

Varianten

Oberfläche

Dicke

Optionen

Strukturiert mit Heißsiegelfolie


2 mm

-

3 mm

-

1,5 mm

Flammschutz +Gewebeverstärkung

Glatt mit Gelcoat


2 mm

HACCP+ / AntiBac

3 mm

HACCP+ / AntiBac

1,5 mm

Flammschutz

KL 25 Harte Fuge & Profile

Für eine versiegelte Verbindung der Elemente bieten wir KL 25 Harte Fuge an. Die vollständig aushärtende, zähelastische Zweikomponenten-Fugenmasse für hygienisch sensible Wand- und Deckensysteme macht aus den GFK-Segmenten eine homogene, wasserdichte Fläche ohne Haftung für Schmutz. Auch bei größeren Flächen sind keine weichen, wartungsintensiven Dehnungsfugen notwendig. KL 25 Harte Fuge eignet sich auch für Arbeiten über Kopf und wird mit Akku-, Druckluft- oder manuellen Kartuschenpressen verarbeitet.

Alternativ können auch weniger robuste Kunststoffprofile für den Fugenverschluss verwendet werden, die teilweise auch direkt zur Montage der Sandwich-Elemente zum Einsatz kommen.

Des Weiteren bietet ECP Abschluss- und Eckprofile für EasyClean-Pan® und EasyClean-Direct an. Sie ermöglichen hygienische Übergänge zwischen Wand und Decke.

Zum Sortiment gehören H- und U-Profile, Montageprofile, Innen- und Außeneckprofile, Hohlkehlleisten, Dreikantleisten sowie GFK-T-Profile für Deckenabhängungen. Passende Kleb- und Dichtstoffe ergänzen die Profiltechnik.

EasyCrashStop

EasyCrashStop ist eine 5 mm starke GFK-Stoßschutzleiste (200 mm × 2.000 mm) für mechanisch beanspruchte Wandbereiche. Sie wird direkt auf EasyClean-Pan® Oberflächen geklebt und schützt vor leichten bis mittleren Stoß- und Anpralllasten, beispielsweise durch Handwagen ohne die Hygieneanforderungen zu beeinflussen.

EasyCrashStop kann nur eingesetzt werden, wenn die betreffende Wandfläche ebenfalls mit KL25 Harter Fuge ausgeführt wurde; eine Kombination mit Kunststoaprofilen ist nicht vorgesehen.

Planungsfragen

Welche Wandbekleidung eignet sich für hygienisch sensible Bereiche – GFK, Fliese oder Edelstahl?

Für hygienisch sensible Bereiche wie Lebensmittelbetriebe oder Großküchen eignen sich GFK-Systeme, Fliesen oder Edelstahl. GFK bietet fugenarme, chemikalienbeständige Oberflächen mit einfachem Einbau, während Fliesen und Edelstahl mechanisch robuster sind, jedoch höhere Kosten oder Hygienerisiken durch Fugen aufweisen. Die Wahl hängt von Nutzung, Reinigung und Budget ab.


Was bedeutet HACCP-Konformität bei Wandoberflächen und welche Anforderungen ergeben sich daraus?

HACCP fordert porenfreie, leicht zu reinigende und chemikalienbeständige Wandoberflächen, die keine Keimhaftung oder Partikelabgabe ermöglichen. GFK-Systeme sind HACCP-konform, sofern sie diese Eigenschaften erfüllen. Direkter Lebensmittelkontakt erfordert zusätzliche Zulassungen gemäß EU-Verordnung Nr. 10/2011.


Planungstipp ECP

HACCP+ erfüllt zusätzliche Anforderungen und ist auch für längeren direkten Lebensmittelkontakt zugelassen. AntiBac ist eine Mikrosilber-Beschichtung, die Bakterien innerhalb weniger Stunden reduziert.


Glatte oder strukturierte GFK-Oberfläche – welche Variante ist für welchen Einsatzbereich geeignet?

Die Wahl zwischen glatter Gelcoat-Oberfläche und strukturierter Heißsiegelfolien-Oberfläche hängt vom Nutzungsprofil ab:

Glatte Gelcoat-Oberflächen bieten die geringste Schmutzhaftung und sind am leichtesten zu reinigen. Sie eignen sich besonders für Bereiche mit höchsten Hygieneanforderungen (Reinräume, Pharma, Milchverarbeitung). Nachteil: Gebrauchsspuren (Kratzer, Abrieb) sind auf glatten Oberflächen stärker sichtbar.

Strukturierte Oberflächen (Heißsiegelfolie) kaschieren Gebrauchsspuren und halten Reinigungsschaum länger auf der Fläche, was die Einwirkzeit verlängert und die Reinigungseffizienz verbessern kann. Sie eignen sich für Bereiche mit mittlerer bis hoher mechanischer Beanspruchung (Großküchen, Schlachtbetriebe, Logistikbereiche).

Beide Varianten sind HACCP-konform einsetzbar. Die Entscheidung sollte in Abstimmung mit dem Hygienebeauftragten und unter Berücksichtigung der Reinigungsprotokolle getroffen werden.


ECP Planungstipp

Glatte Gelcoat-Oberflächen bieten eine hochwertige Optik, geringe Schmutzhaftung undbesonders einfache Reinigung. Strukturierte Oberflächen sind unempfindlicher gegenübersichtbaren Gebrauchsspuren und halten Reinigungsschaum länger auf der Fläche. Die Auswahlsollte sich nach Nutzung, Reinigungsverfahren und optischen Anforderungen richten.


Wie wird der Stoßschutz in mechanisch beanspruchten Wandbereichen ausgeführt?

In Produktions-, Logistik- und Küchenbereichen sind Wandoberflächen regelmäßig Stoß- und Anprallbelastungen durch Transportwagen, Hubwagen, Rollcontainer oder Küchengeräte ausgesetzt. Beschädigte Oberflächen sind nicht nur ein optisches Problem, sondern kompromittieren die Hygieneeigenschaften, da Risse und Abplatzungen Schmutz- und Keimhaftung begünstigen.

Lösungsansätze:

Stoßschutzleisten aus GFK (z. B. 5 mm stark, 200 mm hoch) werden in den besonders beanspruchten Bereichen – typischerweise auf Höhe der Transportmittel – auf die Wandoberfläche geklebt. Sie absorbieren leichte bis mittlere Anpralllasten und sind selbst hygienisch reinigbar.

Edelstahl-Rammschutzprofile sind für schwere Belastungen (Gabelstapler) geeignet, schaffen aber Kanten und Übergänge, die hygienisch nachteilig sein können.

Verstärkte Sandwichelemente mit höherer Kerndicke bieten eine erhöhte Grundrobustheit, ersetzen aber keinen gezielten Stoßschutz in Hochbelastungszonen. Die Position und Höhe der Stoßschutzleisten sollte bereits in der Planung auf Basis der Nutzungsanalyse festgelegt werden.

ECP Planungstipp

EasyCrashStop ist für EasyClean-Pan® Oberflächen vorgesehen, die mit KL 25 Harter Fuge ausgeführt wurden. In Verbindung mit Kunststoaprofilen ist die Montage nicht vorgesehen. Für Gabelstapler- oder Schwerverkehr sind zusätzliche Rammschutzsysteme erforderlich.


Welche Anforderungen bestehen an die Ausschreibung von GFK-Wandsystemen für Hygienebereiche?

Ausschreibungen sollten Oberflächenausführung, Fugenausbildung, Brandschutzklasse und mechanische Belastungsanforderungen präzise definieren. „HACCP-konform“ ist keine spezifische Materialanforderung; die genauen Hygienevorgaben müssen klar formuliert werden.


Welche Reinigungsmittel und -verfahren sind für GFK-Oberflächen geeignet?

GFK-Oberflächen sind beständig gegen übliche Reinigungsmittel wie alkalische und saure Reiniger sowie chlorhaltige Desinfektionsmittel. Stark oxidierende Säuren und bestimmte Lösemittel können die Harzmatrix angreifen. Hersteller-Beständigkeitslisten sollten berücksichtigt werden.


ECP Planungstipp

Entscheidend sind Oberfläche und Beschichtung sowie Art, Konzentration, Temperatur undEinwirkzeit der eingesetzten Chemikalien. Reinigungs- und Desinfektionsmittel sollten deshalb projektspezifisch mit den aktuellen Beständigkeitsangaben von ECP abgeglichen werden.

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