Architektonische Sequenz – ein symbolischer Faden verwebt Wissenschaft und Architektur: Der L-förmige Erweiterungsbau für Humangenetik und Diagnostik verbindet Forschung, Behandlung und Arbeit. Fassaden- und Raumsequenzen übersetzen das Prinzip der genetischen Sequenzierung in eine identitätsstiftende Architektur.
Das neue Feuerwehrgerätehaus der freiwilligen Feuerwehr von Radebeul-Ost markiert den Übergang zwischen Landschaft und Stadt. Mit seiner Typologie und der transluzenten Profilglasfassade vermittelt es zwischen den historischen Satteldachhäusern und den Gewächshäusern der Umgebung und verankert sich als identitätsstiftender Ort im Stadtgefüge.
Die ursprüngliche städtebauliche Gestaltung des Ensembles in transformierter Form wiederherzustellen, ist die zentrale Idee für den Flügel Ost am Festspielhaus Hellerau: Ein lichtdurchflutetes Foyer stellt die Verbindung zwischen dem Festspielplatz und der umliegenden Gartenstadt wieder her – und erschließt zwei große Säle und Künstlerresidenzen.
Die Mensa Wilhelmstraße in Tübingen (1966, Paul Baumgarten) ist ein denkmalgeschütztes Beispiel der Nachkriegsmoderne. Die Sanierung verbindet den Erhalt prägender Bauelemente wie Sichtbeton und pavillonartiger Speisesäle mit einem zurückhaltenden Neubau und entwickelt das Ensemble funktional und städtebaulich weiter.
Die neue Feuerwache entsteht als kompakter, nachhaltiger Bau in Holzhybridbauweise mit DGNB-Platin-Standard. Recycelter Klinker, PV-Anlage, Wärmepumpe und Speicher reduzieren den CO₂-Ausstoß um ca. 800 t. Dachbiotop, Fassadenbegrünung und Nistkästen stärken Biodiversität im sensiblen Landschaftsraum.
Mit dem Campus Schneider Geiwitz entwickeln Nething Architekten im Ulmer Gleisdreieck eine neue Typologie für Kanzleibauten: ein prägnantes Ensemble aus transformiertem Bestand und turmartigem Neubau, das die urbane Topografie weiterdenkt und zeigt, wie nachhaltiges Weiterbauen Architektur, Kultur und Stadt neu verbindet.
Der 4-geschossige, barrierefreie Neubau des Technikcampus Hilden mit Holzfassade über quadratischem Grundriss und die angrenzende Lagerhalle sind nachhaltig und energetisch anspruchsvoll und stechen positiv aus der industriell geprägten Umgebung hervor. Die flexible Grundrissstruktur lässt Open Space-Bereiche, Teambüros, Einzel- & Doppelbüros zu.
Da Forschende im Helmholtz Pioneer Campus für begrenzte Zeit arbeiten, ist Flexibilität entwurfsbestimmender Faktor. Dies manifestiert sich etwa in dem zentralen Atrium mit über die Geschosse angeordneten Kommunikations- und Arbeitsbereichen. Als markanter Rhombus positioniert sich der Neubau selbstbewusst auf dem Areal des Helmholtz Zentrums.
Haus 2+ ist ein Geschäftshaus für sechs Kleinbetriebe im genossenschaftlichen Kulturquartier Holzmarkt 25. Der strahlendrote Holzbau dockt als „freundlicher Parasit“ an das Treppenhaus eines Konzertsaals an und nutzt eine alte Kellerdecke als Fundament. Regional vorgefertigt, sortenrein verbaut und verschraubt, sind alle Bauteile wiederverwendbar.
Das Dortmunder „Prizeotel“ im ehemaligen Gesundheitshaus lässt den Optimismus der 1950er-Jahre wieder auferstehen. Es bietet heitere Architektur voller Zuversicht. Bei der Sanierung sollte, wo möglich, Altes bewahrt werden. Das galt auch für bestehende Bauelemente. So blieben die vorhandenen Türblätter erhalten und wurden mit neuen Zargen versehen.
Das Ensemble bestehend aus Turm, Brücke und Parkhaus dient nicht nur als Bindeglied zwischen Stadtkern und Park. Auf dem Parkhausdach ist außerdem ein öffentlicher Platz entstanden. Ebenso bietet der Bertholdturm neben seiner Funktion als Erschließungsweg eine Aussichtsplattform mit Blick auf die malerische Landschaft.
Das Wichtigste an einem Feuerwehrhaus waren schon immer die großen Tore mit den roten Löschfahrzeugen dahinter. In Köln-Kalk wurde eine ganz neue Möglichkeit gefunden, die Feuerwehr beeindruckend zu inszenieren.
Stets eine große Herausforderung: der verantwortungsvolle Umgang mit dem Bestand. Der Betriebshof Bad Cannstatt zeigt, wie Industriebauten durch kluge Eingriffe an neue Bedürfnisse angepasst und durch Erweiterungen nachhaltig ergänzt werden können. Beim Um- und Neubau wurde mit unbehandelten Materialien gearbeitet, die sich neu verwenden lassen.
Der Werkhof besteht aus einem kräftigen Holzgerippe. Überzüge auf dem Dach ermöglichen das weit auskragende Vordach und grosse Spannweiten in der Halle. Das weite Vordach und die Fassade aus wiederverwendeten Leitplanken von der naheliegenden Autobahn geben dem Zweckbau seine Identität in der Gewerbezone.
Eine Werkhalle als monolithischer Körper aus unbewehrtem Leichtbeton, der Fenster und Öffnungen paradigmatisch thematisiert, steht erfahrbar für Verantwortung, Nachhaltigkeit und Innovation im Alltag.
Sanierung eines 18- bzw. 16-geschossigen Wohnhochhausensembles mit 166 Wohneinheiten im Stadtteil Osdorf in Hamburg. Mit seinem starken Farbkonzept und der Betonung der privaten Freiräume kann das Hochhaus als wegweisendes Beispiel für die ästhetische Transformation von Wohngebäuden in schwierigen Lagen dienen.
Der Erweiterungsneubau der Rettungsleitstelle Fulda ergänzt den bestehenden Feuewehrcampus nachhaltig und fügt sich mit stadträumlicher Prägnanz in das Ensemble ein.
Zwischen Hermann-Löns-Straße und dem Friedberger Volksfestplatz stehen sich das Schulgebäude und die 2-Feld-Halle am Schulhof gegenüber. Die zentrale Pausenhalle der Schule verbindet über eine Sitzstufenanlage das Erdgeschoss mit dem Untergeschoss des Gebäudes, in dem sich die Fachräume zum großen Innenhof des Gebäudes öffnen.
Der denkmalgeschützte Experimentalbau – als wichtiges Zeugnis der frühen Betonbautechnik – konnte durch die behutsame Sanierung, Transformation und Dachaufstockung seine stadträumliche Präsenz in der heutigen Europacity stärken. Das vielschichtige Raumprogramm ermöglicht diverse Nutzungsszenarien und schafft einen Mehrwert für das gesamte Quartier.
Eine Fassade aus weißen Betonfertigteilen verleiht dem NAU Administrative Building seine unverwechselbare Gestalt. Eingeschnittene Höfe schaffen introvertierte und begrünte interne Außenflächen. Innenräume und Einbauten folgen einem durchgängigen Farbkonzept in hellen monochromen Tönen.
Der Neubau wurde in Hybridbauweise mit Sichtbeton und Holzrahmen realisiert. Die Fassaden bestehen aus einer Kombination aus Holz-Rhombusschalung, Faserzementplatten und Trapezblech. Mittels Geothermie, Wärmepumpen, Photovoltaik und Deckenstrahlheizung / Kühlung wird eine von fossilen Energieträgern freie Energieversorgung sichergestellt.
Neubau des Kundenzentrums der Firma Karl-Mayer-Stoll im Industrie-Areal in Reutlingen-Betzingen. Das Gebäude vereint unterschiedliche Funktionen und Anforderungen: Repräsentation, Kundenempfang, Schulung, Maschinenschauflächen und Arbeitsplätze. Auffällig gestaltete Außenfassade - Wirkung als Solitär im Industriegebiet.
4-geschossiges Büro und Verwaltungsgebäude. Stadträumliche Vermittlung zwischen gewachsener Bestandsbebauung und neuem Stadtquartier. Innenräumlich offene Verflechtung aller Arbeitsbereiche über ein Atrium. Sichtbare Holzoberflächen und natürlich belassene Materialien schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
Die neue Farbenfabrik in Erlenbach am Main ist Teil des sogenannten MoFa Gebäude-Konzepts. MoFa steht für Modulare Fabrik und besteht aus einem schlüsselfertigen Projekt für Kunden, die an einer ganzheitlichen nachhaltigen Lösung interessiert sind. Dabei bilden das Produktionssystem, das Rohstoffkonzept und das Gebäude eine Einheit.
Der klar umrissene rechtwinklige Neubau stellt eine ordnende Struktur im städtebaulichen Umfeld her und steht in einem spannungsvollen Dialog mit dem Geländegefälle. Um das Raumprogramm zu gliedern und den Polizeihof mit den Fahrzeugen nicht in den öffentlichen Raum hineinwirken zu lassen, sieht der Entwurf das Konzept einer Hoftypologie vor.
Die "Cranachhöfe" in Essen-Holsterhausen tragen zu einer lebhaften Stadtteilentwicklung bei. 42 öffentlich geförderte Wohnungen, 29 seniorengerechte Mietwohnungen, acht Büros und Gewerbeeinheiten, eine fünfzügige Kindertagesstätte sowie eine Tiefgarage prägen diese neue Quartiersmitte.
Das neue Wohn- und Geschäftshaus bietet altersgerechten Wohnraum direkt am Tor zur Innenstadt. Kurze Versorgungswege, eine barrierefreie Erschließung sowie wohnungsnahe Freiräume unterstreichen die Qualität der Wohnungen. Neben soziokulturellen Aspekten überzeugt das Projekt durch Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.
Vertrauen. Zueinander. In das Konzept. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung, um die individuelle Wohnform und die Idee einer schönen, harmonischen Atmosphäre erreichen zu können. In der Aussenraumgestaltung. In der Innenraumgestaltung. In jedem Detail. Reduziert auf das für die Bauherren Wesentliche.
Das neue Gästehaus von LAMAISON vergrößert das Designhotel mitten im Park um 10 Zimmer und 2 Suiten. Seine Architektur ist sehr reduziert und verbindet sich über die Farbnuancen der Zimmer und den Einsatz heimischer Hölzer mit der Natur. Es ist zeitlos und wird mit der Zeit Patina entwickeln - eine Art der Nachhaltigkeit, die einzigartig schön ist.
Holz und Polycarbonat geben dem Autohaus eine warme, lichtdurchflutete Atmosphäre. Die Werkstatt und die als Haus-im-Haus eingestellten Büros, Besprechungs- und Nassräume gliedern das Gebäude in Bereiche unterschiedlicher Proportionen und Raumqualitäten: mal groß und geräumig, mal klein und intim.
Im Jahr 2003 wurde der historische Altbau von 1909 und der Erweiterungsbau von 1967 baulich saniert und erweitert. Im Jahr 2020 haben Herrmann+Bosch Architekten das Rheinische Landesmuseum erneut umgebaut und in Teilen saniert.