Die Universitätsbibliothek in Graz erfuhr eine Komplettsanierung und Umstrukturierung. Bei dem historischen Gebäude haben die Architekten Altes und Neues in beeindruckender Art und Weise miteinander in Einklang gebracht. Die Flure und Garderoben sowie das Treppenhaus erhielten einen optisch hochwertigen und gleichzeitig hochbelastbaren Boden.
Das ehemalige ROBOTRON-Gebäude in Chemnitz wurde ab 2019 als neuer Standort für das Bundesarchiv Stasi-Unterlagen-Archiv umgebaut. Die Bausubstanz wurde ressourcenschonend saniert, um moderne Archiv- und Büroräume zu integrieren – ein Beispiel für sensible und nachhaltige Umnutzung bestehender DDR-Bauten.
Der Court of the Living Earth ist ein Gerichtshof für die Rechte der Natur – ein lebendiger Organismus statt klassischer Bau. Architektur wird zum Vermittler zwischen Mensch und Ökosystem, integriert sich in Kreisläufe und macht das Unsichtbare spürbar. Ein Prototyp für heilende, symbiotische Architektur.
Wohnkunst bildet den Auftakt des Kunstquartiers Göttingen und versteht Wohnen als gemeinschaftliches Prinzip intern wie im Quartier. Es verbindet moderne und konventionelle Wohnformen mit gemeinschaftlichen und öffentlichen Nutzungen. Als fließende Bewegung vermittelt es zwischen Meiningerhaus und Stadtmauer.
Die Kirche Skt. Martini steht, durch die zunehmende Säkularisierung, vor dem Problem, dass immer weniger Menschen die Kirche besuchen. Dennoch soll die sehr präsente Kirche im Stadtbild Greußens, nicht aufgegeben werden, sondern durch das Schaulager eine neue Nutzung erhalten und so der Kirche wieder Leben einhauchen.
Die neue Ortsmitte von Scheyern entstand durch die denkmalgeschützte Sanierung der 1568 erbauten ehemaligen Waldbauernschule und den Neubau des Rathauses mit Bücherei. Historische Elemente wurden bewahrt und mit moderner Architektur kombiniert. Das Areal bietet Platz für Veranstaltungen, ein Bürgerhaus, einen Dorfplatz und Lesegarten.
Das Wohn- und Atelierhaus des Künstlers Adolf Hölzel war Treffpunkt der Avantgarden. Um das Hölzel-Haus wieder als lebendigen kulturellen Ort zu etablieren, wird der Bestand von 1905 behutsam saniert, um einen Anbau erweitert und für die Aufgaben einer modernen Stiftung ertüchtigt. Ergebnis ist eine neue architektonische Landmarke in Stuttgart.
Das Blockhaus Dresden, ein markantes Bauwerk direkt an der Elbe und in unmittelbarer Nähe des historischen Zentrums gelegen, wurde erstmals 1732 errichtet. Im Laufe seiner Geschichte erlebte das Gebäude zahlreiche Veränderungen, darunter einen Wiederaufbau und eine neue Nutzung nach den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg.
Im historischen Bau der Staatsbibliothek zu Berlin zeigt das Bibliotheksmuseum lichtempfindliche Schriften, Inkunabeln und Autographen. Mit Gespür für Raum, Materialität und Licht präsentiert die Architektin Astrid Bornheim in begehbaren Vitrinen die wertvolle Sammlung und erzählt die Sammlungsgeschichte der über Jahrzehnte geteilten Bibliothek.
Die Zertifizierung zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit veranlasste die Brauerei Feldschlösschen, zur Einführung einer neuen elektronischen Zutrittskontrolle von Salto, die in Funktionen und Bedienung überzeugen kann.
Im Jahr 2022 eröffnet, gehört der mehrfach preisgekrönte Museumsneubau zum größten städtebaulich-kulturellen Projekts in Europa, dem Liget Budapest Project. Der Entwurf stammt von Marcel Ferencz aus dem Budapester Büro Napur Architect.
„Die Nadel“ ist ein architektonisches Entwurf, welcher sich in die Umgebung einfügt, um einen Ort des Erinnerns und der Reflektion zu schaffen. Geprägt von dem Ort der landschaftlichen Zerstörung und der Textiltradition der Sorben und Wenden, symbolisiert sie Reparatur und lädt Besucher auf eine Wissensreise ein.
Das Museum „Carboneum – terra plana“ beschäftigt sich mit der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft der Lausitz. Aus Stampflehm errichtet kann das Gebäude klimaneutral betrieben werden und ein Magnet für den Cottbuser Ostsee sein.
Mit dem neuen Umweltbildungszentrum Augsburg ist ein Lernort zur nachhaltigen Entwicklung entstanden, der verschiedenen Einrichtungen der Stadt als Anlaufstelle, Plattform und Treffpunkt dient. Zugleich ist das Gebäude ein direktes Anschauungsbeispiel dafür, wie ästhetisch energieeffizientes und nachhaltiges Bauen sein kann.
Bei einem Spaziergang durch den charmanten Ortskern von Zaandam kann man den Hof van Monet nur schwerlich übersehen. Hinter einer Reihe von malerischen Zaanser „Pronkgevels“, die für die Niederlande typischen kunstvoll verzierten Fassaden, verbergen sich 23 neu gebaute Wohnungen.
Das Seminar- und Mehrzweckgebäude am Campus der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) wirkt durch seine eigenständigen Formsprache als identitätsstiftender Baustein für die vielfältigen Nutzungen der interdisziplinären Fakultäten der FRA-AUS.
Ozeaneum di Trieste - An zentraler Stelle im Hafen von Triest soll ein Ozeanografisches Institut errichtet werden. Im Fokus steht hierbei der Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Weltmeere, wie beispielsweise die spürbaren Klimaveränderungen, extreme Verschmutzung und den starken Rückgang der Meeresflora und -fauna.
Das entworfene Bundesinstitut für Fotografie am Standort der Deichtorhallen in Hamburg erforscht und bewahrt das fotografische Erbe der Nation. Es vereint einen hochkomplexen Nutzungsmix innerhalb einer klaren Struktur, die dem Gegensatz aus Öffentlichkeit und Sicherheit eines gerecht wird, und dabei unterschiedliche räumliche Atmosphären schafft.
Das Gebäudeensemble aus Kulturzentrum, Landesarchiv, Landesbibliothek, Literaturhaus, Volkshochschule und einem Gastronomiebetrieb liegt sensibel positioniert in der parkähnlichen Landschaft an der stark geneigten Wulkalände und gegenüber dem steil abfallenden Bahndamm.
Das Projekt zeigt, wie robuste Gebäudestrukturen auch nach 50 Jahren noch an heutigen Bedarf anpassbar sind. Mit kleinen Eingriffen im Inneren (Brandschutz/Barrierefreiheit etc.) und dem Austausch der nichttragenden Außenwände ist das Gebäude wieder in der heutigen Zeit angekommen und bereit für eine weitere Nutzungsperiode von min. 50 Jahren.
Die frei gestellte Masterthesis “Tabula Rasa 2040” sucht eine Lösung, auf die gegenwärtigen Probleme der Klimakrise einzugehen. Verortet wurde das Ensemble an der durch starken Seegang gefährdeten Küste in Saint-Malo, der Bretagne in Frankreich. Der gesamte Gebäudekomplex wird ausschließlich über regenerative Energien bewirtschaftet.
Der Braunkohletagebau und der damit verbundene Wandel der Landschaft ist in der Region der Lausitz ein prägendes Thema. Die Transformation von zukünftig nicht mehr benötigten Baggerteilen eröffnet bei der Verwendung im architektonischen Kontext neue Chancen. Lokale und recycelte Baustoffe bilden die Basis für ein nachhaltiges Dokumentationszentrum.
Farbdurst ist eine eigensinnige Neuinterpretation des Themas Farbe. Die raumkünstlerische Inszenierung birgt ein assoziatives Archiv. Die zentralen Tischvitrine fungiert dabei als Wunderkammer, in der sich Objekte aus Natur, Technik, Kunst und Handwerk zusammenfinden.
Die Ergänzung des Studienganges Konservierung und Restauration gliedert sich programmatisch in drei Funktionen an drei Standorten. Ein ungenutzter Bestand wird für einen neuen Lebensraum für Studierende umgebaut, während die Akademie mit der Fakultät und dem neuen Archiv in zwei Gebäuden den Campus erweitert.
Das Provinzarchiv ist ein Gebäude, welches innovativ und einfach mit der Architektur auf die Anforderungen an Funktion und Umgebung antwortet. Ein Gebäude welches in der Erscheinung für Blickfang sorgt und wiederum neugierig nach dem Inneren macht.
Die Arbeit schlägt das Installieren dreier Körper an verschiedenen Orten der Normandie-Küste vor. Als gebaute Messinstrumente fügen sie sich in einer offenkundigen Andersartigkeit an die sensiblen Austragungsorte des D-Days.
Nach jahrelangem Leerstand und Verfall nimmt sich ein Architekt einer alten Jugendstilvilla an und saniert das historische Gebäude mit viel Liebe zum Detail. Die Aufarbeitung der ornamentreichen Fassade geschieht in enger Zusammenarbeit mit Caparol.
Die Grundwände aus dem Mittelalter zeugen von einer langen Geschichte und erzählen die Wandlung zur aktuellen Nutzung als Kultur- und Ausstellungshaus für die Allgemeinheit, mit Reisebüro im Erdgeschoss.
Herbert-Wehner-Haus, Dresden, Jan Wiese Architekten - Das Herbert-Wehner-Haus ist ein Zusammenschluss aus Gemeinwohl orientierten Einrichtungen. Als ein Haus der Begegnung wird es Wege zum Mitmachen schaffen. Das Gebäude versteht sich dabei als robuste, einfache Struktur für unterschiedliche Ideen der Nutzung.
Als Schlussstein des Wiederaufbaus der Franckeschen Stiftungen Halle wurden die letzten Gebäude des historischen Kernensembles saniert, darunter das ehemalige Druckerei- und Magazingebäude der Cansteinschen Bibelanstalt von 1742 und die beiden historischen Feldscheunen. Unter größtmöglichem Substanzerhalt wurden Räume für neue Nutzungen geschaffen.
Das Institut für Grenzforschung ist sowohl ein Ort der Forschung als auch der Vermittlung. Es soll ein Rahmen für die verschiedenen Betrachtungsfelder territorialer Grenzen sein und sucht nach einem übergeordneten Narrativ, um eine räumliche Metapher für das Gebäude zu entwickeln.
Wie lässt sich die städtebauliche Dimension des Wohnens definieren? - Dieser Prototyp soll in der verdichteten und urbanen Umgebung einen Beitrag zur Diskussion des Wohnraummangels und der Singularisierung der Stadtgesellschaft leisten. Dabei liegt der Fokus auf die Perspektive mit dem Blick vom Öffentlichen ins Private.