Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Wohnsuffizienz als Beitrag zur Wohnwende

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: OTH Regensburg, Architektur, Aaron Burkhardt

Kollektive Erschließung - Wohnsuffizienz als Beitrag zur Wohnwende

© Aaron Burkhardt

Transformation Reihenhaus - Wohnsuffizienz als Beitrag zur Wohnwende

© Aaron Burkhardt

Private Nachverdichtung Kontext - Wohnsuffizienz als Beitrag zur Wohnwende

© Aaron Burkhardt

Private Nachverdichtung Interieur - Wohnsuffizienz als Beitrag zur Wohnwende

© Aaron Burkhardt

Private Nachverdichtung - Wohnsuffizienz als Beitrag zur Wohnwende

© Aaron Burkhardt

Großmasstäbliche  Nachverdichtung - Wohnsuffizienz als Beitrag zur Wohnwende

© Aaron Burkhardt

Königswiesen Süd - Wohnsuffizienz als Beitrag zur Wohnwende

© Aaron Burkhardt

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: OTH Regensburg, Architektur, Aaron Burkhardt

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

07.2025

Gebäudedaten

Bauweise

Sonstige

Tragwerkskonstruktion

Sonstige

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Masterthesis „Wohnsuffizienz als Beitrag zur Wohnwende“ untersucht am Beispiel des Regensburger Einfamilienhausgebiets Königswiesen-Süd, wie Wohnen unter den Bedingungen von Klimawandel, Flächenknappheit und veränderten Lebensformen langfristig bezahlbar und nachhaltig gestaltet werden kann. Ausgangspunkt der Arbeit ist die These, dass Suffizienz - verstanden als angemessener und effizienter Umgang mit der ressource Raum - ein wesentliches Instrument zur Transformation des vorhandenen Wohnungsbestands darstellt.
Im Zentrum steht der große Einfamilienhausbestand, der in Regensburg rund ein Drittel aller Wohnungebäude ausmacht, zugleich jedoch flächen- und ressourcenintensiv ist und häufig ineffizient genutzt wird. Die Arbeit untersucht die räumlichen, baulichen und sozialen Potenziale dieses Quartiers und entwickelt Strategien, wie durch behutsame Nachverdichtung, Umnutzung, ergänzende gemeinschaftliche Funktionen und alternative Wohnformen neue Wohnqualitäten entstehen können, ohne den Bestand zu ersetzen. Methodisch verbindet das Projekt Archivrecherche, städtebauliche und typologische Bestandsanalysen sowie qualitative Feldstudien im Quartier. Auf dieser Grundlage werden räumliche Strategien entwickelt, die auf die spezifischen Bedingungen des Ortes reagieren und eine differenzierte Transformation bestehender Strukturen ermöglichen. Die Arbeit versteht sich damit als Beitrag zu einer zukunftsfähigen Wohnkultur im transformierten Bestand und zu einer sozial wie ökologisch tragfähigen Stadtentwicklung.

Die Häuser der Zukunft sind bereits gebaut!

Die Herausforderung besteht darin, sie neu zu denken und so effizient wie möglich so lange wie möglich zu nutzen.

Beschreibung der Besonderheiten

Besonders ist die Verbindung von räumlicher, sozialer und ökologischer Perspektive. Die Arbeit zeigt, dass innerhalb des bestehenden Quartiers rund 150 zusätzliche Wohneinheiten ohne neue Straßen- oder Erschließungsinfrastruktur entstehen könnten. Dadurch könnten etwa 4.500 qm Erschließungs- und Verkehrsflächen im vergleich zum neubau auf der Grünen Wieße eingespart werden.
Zugleich verdeutlicht die Arbeit das erhebliche Potenzial des Bestands im Hinblick auf den Klimaschutz. Würden die 220 ineffizient genutzten Wohneinheiten aktiviert statt neu gebaut, könnten rund 10.900 Tonnen CO₂e vermieden werden. 
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der sozialen Funktion der vorgeschlagenen Lösungen. Barrierefreie und altersgerechte Wohnangebote ermöglichen es älteren Bewohnerinnen und Bewohnern, im Quartier zu bleiben, während gleichzeitig neue Wohnflächen für jüngere Haushalte entstehen. Ergänzend entwickelt die Arbeit ein konzeptionelles Beratungs- und Vermittlungsmodell für Eigentümerinnen und Eigentümer, das über kleine wie große Transformationsschritte informiert und passende Finanzierungswege aufzeigt.

Nachhaltigkeit

Das Projekt verfolgt kein klassisches Energie- oder Materialkonzept im Sinne eines Neubaus, sondern einen Bestands- und Suffizienzansatz. Im Mittelpunkt steht die möglichst effiziente Nutzung des vorhandenen baulichen Bestands durch Nachverdichtung, Umnutzung und ergänzende Wohnformen, statt durch Abriss und Neubau zusätzliche Ressourcen zu verbrauchen. Dadurch werden Flächen, Infrastruktur und graue Energie eingespart; zugleich wird der Bestand als langlebige materielle und räumliche Ressource verstanden und durch flexible, adaptive Wohnstrukturen zukunftsfähig weiterentwickelt.

Auszeichnungen

Special Mention Award Sustainability der Fakultät Architektur OTH Regensburg

Science Award der OTH Regensburg

Schlagworte

Wohnsuffizienz, Nachverdichtung, Transformation, Einfamilienhausgebiet, bezahlbarer Wohnraum, altersgerechtes Wohnen, Quartiersentwicklung

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Wohneinheiten

370

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