Architekturobjekt 11 von 14.104

Architekturobjekte


WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

65201 Wiesbaden, Hermann-Löns-Straße 59

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ROSA Wirtz Architektur PartG mbH

Spielen, Treffen auf dem Quartiersplatz - WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

© Eibe Sönnecken, Darmstadt

Quartiersansicht Schönaustraße - WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

© Eibe Sönnecken, Darmstadt

Quartiersplatz - WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

© Eibe Sönnecken, Darmstadt

Quartiersplatz am Abend - WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

© Eibe Sönnecken, Darmstadt

Haus im Haus - WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

© Eibe Sönnecken, Darmstadt

Zwischenraum - WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

© Eibe Sönnecken, Darmstadt

Haus im Haus, Giebelfassade - WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

© Eibe Sönnecken, Darmstadt

Clusterwohnen Treppenhaus - WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

© Eibe Sönnecken, Darmstadt

Maisonette-Wohnen - WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

© Eibe Sönnecken, Darmstadt

Einblick ins Waschcafé - WOHNEN IM SCHÖNAU-QUARTIER

© Eibe Sönnecken, Darmstadt

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ROSA Wirtz Architektur PartG mbH

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Hermann-Löns-Straße 59, 65201 Wiesbaden, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

12.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

ROSA Wirtz Architektur PartG mbB

Kuhwaldstraße 64

60486 Frankfurt am Main

Deutschland

Tel. +49 69 25781783

mail@rosa.team

Architektur: Stadt- und Raumplaner

StadtQuartier

Mosbacher Straße 20

65187 Wiesbaden

Deutschland

Tel. +49 611 98933-22

bmr@stadt-quartier.com

Architektur: Landschaftsarchitekt

HKK Landschaftsarchitektur GmbH

Voltastraße 33

60486 Frankfurt am Main

Deutschland

Tel. +49 69 1 53 92 37-60

frankfurt@hkk-landschaftsarchitektur.de

Architektur: Landschaftsarchitekt

Kamphausen Büro für Landschaftsarchitektur

Wörthstrasse 26

65185 Wiesbaden

Deutschland

Tel. +49 611 300257

kamphausen@la-kamphausen.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

STU Ingenieurbüro für Bauwesen GbR

Dotzheimer Str. 166

65197 Wiesbaden

Deutschland

Tel. +49 611 990040

info@stu-online.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

MENGER PLANUNGS-GMBH

Adlerstr. 1

35745 Herborn

Deutschland

Tel. +49 27 72 64 93-0

mpg@menger-planung.de

Fachplanung: Elektrotechnik

Ingenieurbüro Steyer

Schöne Aussicht 21

65527 Niedernhausen

Deutschland

Tel. +49 6127 9076 - 0

info@ib-steyer.de

Fachplanung: Brandschutz

Petry & Horne Ingenieure

Forsthausstraße 5

55127 Mainz-Drais

Deutschland

Tel. +49 06131 94722-0

horne@horne-raber.de

Sonstige

ArchitekturFarbe GbR

Bahnstr. 14

65205 Wiesbaden

Deutschland

Tel. +49 611 541228

info@architekturfarbe.de

Generalbauunternehmen

Brömer & Sohn GmbH Bauunternehmen Wiesbaden

Alte Schmelze 13

65201 Wiesbaden

Deutschland

Tel. +49 611 989350

info@broemer.de

Architekturfotografie

Eibe Sönnecken

Wenckstr. 32

64289 Darmstadt

Deutschland

mail@eibefotografie.de

Verwendete Produkte

LAMILUX Heinrich Strunz Holding GmbH & Co. KG

Lichtkuppel

F100

Paul Bauder GmbH & Co. KG

Regenwasser-Retention

Sto SE & Co. KGaA

Wärmedämmverbundsystem

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

130.000 m³

 

Bruttogrundfläche

43.000 m²

 

Nutzfläche

7.000 m²

 

Wohnfläche

20.000 m²

 

Grundstücksgröße

25.700 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

45.000.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Das Schönau-Quartier in Wiesbaden-Schierstein fügt sich als innerstädtische Nachverdichtung in die stadträumliche Bestandsituation ein. Die neue Bebauungsstruktur verwebt sich mit der Nachbarbebauung aus den 1960er Jahren, reagiert in ihrer Körnigkeit auf die angrenzende Einfamilienhausstruktur im Südwesten und spannt entlang der natürlichen Topografie barrierefreie und fußläufige Durchwegungen durchs Quartier auf. So entstehen klar definierte Räume zwischen den Baukörpern:​ mit Eingängen zu den vorhandenen Wohnstraßen und zum neuen Anger, der sich zum Quartiersplatz mit Spiel- und Aufenthaltsangeboten aufweitet, und mit geschützten, grünen Wohnhöfen, die den Bewohnenden z.B. zum gemeinsamen Gärtnern zur Verfügung stehen und von den geketteten Wohnhäusern gesäumt sind. In ihrer Höhenentwicklung reagiert die drei- bis fünfgeschossige Bebauung auf die besondere Lage am Hang und die Geschossigkeit der Nachbarbebauung.

Dabei konnte in weiten Teilen vorhandener Baumbestand erhalten und in die neue Grünstruktur integriert werden. Der Freiraum profitiert davon, dass im Zuge der städtebaulichen Neuordnung Barrieren und Schwellen abgebaut und oberirdische Stellplatzanlagen rückgebaut wurden.

Die Bebauungsstruktur basiert auf effizienten Gebäudetypen, die sich in ihrer Grundstruktur innerhalb des Quartiers wiederholen und in Eingangsniveau und Geschossigkeit situativ reagieren. Die Mehrfamilienhäuser verfügen über eigene Adressen, die über die Fassadengliederung und -oberflächen (Fensterformate, Farbigkeit, Freisitze,…) klar ablesbar sind.

Das Wohnungsangebot reicht von kompakten Wohnungen für größere und kleinere Haushalte, von WG-geeigneten Wohneinheiten mit nutzungsneutralen Räumen bis zu altengerechten und i.T. rollstuhlgerechten Wohnungen. Die vielfältigen Wohnungsgrößen und -typen innerhalb des Schönau-Quartiers richten sich an Menschen mit unterschiedlichen Haushalts- und Erwerbstrukturen. Alle Wohnungstypen orientieren sich an den Förderkriterien der Sozialen Wohnraumförderung. Mit einem Anteil von 31 % werden Wohnungen für mittlere bzw. unteres Einkommen gefördert. Geförderte und freifinanzierte Wohnungen sind innerhalb des Quartiers bewusst gestreut.

Durch die Kombination sehr unterschiedlicher Wohnungstypologien entsteht ein breiter Wohnungsmix innerhalb des Quartiers. Neben Geschosswohnungen, die sich als Drei- oder Vierspänner an ein gemeinsames Treppenhaus schmiegen, ist auch ein Wohnhaus als Sechsspänner (am Auftakt) oder ein Wohnhaus mit kommunikativem, begrüntem Laubengang entstanden. Zwei Wohnhäuser sind mit Maisonette-Wohnungen nach dem „Haus im Haus“-Prinzip konzipiert und verfügen z.T. über individuelle Zugänge und Vorbereiche. In zentraler Lage am Quartiersanger hat das Johannesstift Jugendhilfezentrum Cluster-Wohnflächen angemietet. Eine Cluster-Wohnung besteht aus mehreren privaten Wohneinheiten mit Bad sowie Gemeinschaftsräumen, die unmittelbar an die Wohneinheiten anschließen und zugleich der inneren Erschließung dienen. So bieten sie Gemeinschaftsfläche ebenso wie individuelle Rückzugsmöglichkeiten.

Die Wohnungen sind barrierefrei erschlossen und verfügen über einen privaten Freisitz (Loggia, Balkon oder Dachterrasse). Erdgeschossige Wohneinheiten erweitern sich über kleine Mietgärten. Bewohnerinnen und Bewohnern der Obergeschosse können in den Urban Gardening-Flächen der grünen Innenhöfe in Hochbeeten pflanzen und gärtnern. Hier entstehen ganz konkret private Anbauflächen und gleichzeitig Raum für Begegnung, Austausch und Aneignung innerhalb des Quartiers.

Beschreibung der Besonderheiten

„Im Schönau-Quartier wird eine Nachkriegssiedlungsstruktur aus der 60er Jahren hin zu einem neuen, lebendigen Stadtbaustein transformiert. Dieser stellt sich als innerstädtische Nachverdichtung in die Tradition des gründerzeitlichen Blocks mit klaren Adressen, grünen Höfen und einer hohen Nutzungsflexibilität – z.B. durch Wohnungen mit nutzungsneutralen Räumen, Maisonette-Wohnungen oder Cluster-Wohnungen.“
Alexander Harff, GWW Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH
 

Nachhaltigkeit

Die Gebäude sind in Ahnlehnung an den Energiestandard KfW-Effizienzhaus 40 errichtet.
Die Wärmeversorgung erfolgt umweltfreundlich mittels eines Quartiers-Nahwärmenetzes, das durch ein Biogas-BHKW der ESWE-Versorgung betrieben wird. Zudem verfügen alle Wohnungen über Abluft-Lüftungsanlagen. Die Wohnhäuser wurden als hochwärmegedämmte Gebäude in Massivbauweise errichtet. Beton kommt im Bereich der Tiefgaragen und sonstigen erdberührenden Bauteilen sowie im Deckenbereich zum Einsatz. Die Außen- und Wohnungstrennwände sind gemauert. Nichttragende Wände sind in Leichtbauweise eingezogen.

Wärmedämmverbundsysteme, die aus Mauerwerk und Mineralwolle bzw. EPS (expandiertes Polystyrol) bestehen, sind in der Regel gut recycelbar. Mauerwerk kann oft zerkleinert und als Zuschlagstoff für Beton oder als Füllmaterial wiederverwendet werden. Mineralwolle und EPS kann ebenfalls recycelt werden, indem es eingeschmolzen bzw. geschreddert und in neuen Produkten verwendet wird oder durch chemische Prozesse in seine Ausgangsstoffe zurückgeführt wird. Die genaue Recyclingfähigkeit kann jedoch je nach lokalen Recyclingmöglichkeiten und -anlagen variieren. Im Sinne einer aktiven zur Reduzierung von Abfall- und Deponieaufkommen wurden im Planungsprozess auch sortenreinere Bauweisen untersucht, die hier leider aus wirtschaftlichen Gründen nicht zur Ausführung kommen konnten. In einem Folgeprojekt (GWW mit ROSA) kann beispielsweise durch die Ausbildung einer vorgehängten, hinterlüfteten Holzfassade ein weitergehenderer Beitrag zu einer nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie geleistet werden.

Im Schönau-Quartier wurde dagegen verstärkt auf eine resiliente Grundstruktur geachtet, die Anpassungen an sich ändernde Bedürfnisse mit geringem Umbauaufwand ermöglicht. Dies gelingt beispielsweise beim Haustyp Dreispänner durch das Angebot nutzungsneutraler Räume. Ähnlich wie bei den beliebten Gründerzeitwohnungen sind die Räume multikodiert. Hier kann ein Paar einziehen und muss nicht ausziehen, wenn es ein Baby bekommen, weil die Wohnung ummöbliert werden kann. So kann ohne Umbaumaßnahme auf unterschiedliche Haushalts- und Erwerbsstrukturen reagiert werden.
Für einige Haustypen wurden außerdem Umnutzungsszenarien parallel zur eigentlichen Entwurfs- und Ausführungsplanung mitgezogen. So können beispielsweise die Wohnetagen, die aktuell von Wohngruppen genutzt werden zu klassischen Geschosswohnungen umgebaut werden. Erforderliche Stürze für zusätzlich Türöffnungen wurden z.B. schon mit gebaut, die Öffnungen zunächst ausgemauert. Auch die haustechnische Installation wurde für diesen Fall mitgedacht, so dass das Gebäude eine hohe Anpassungsfähigkeit und damit eine lange Nutzungsdauer haben aufweist.

Nicht zuletzt leistet das Schönau-Quartier mit der innerstädtischen Nachverdichtung und dem Angebot von vorrangig kompakten Wohnungen einen aktiven Beitrag zum resilienten Umgang mit der Ressource Boden.
 

Auszeichnungen

4. Hessischer Preis für Gemeinsinn und Innovation im Wohnungsbau 2024, Anerkennung

Tag der Architektur Hessen, 2026

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Biogas

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

21,30 kWh/(m²a)

Objektdetails

Das Objekt im Internet

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