Architekturobjekt 9 von 2.398

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Wohnen Hoch Drei

21077 Hamburg, Elisabeth-Ostermeier-Weg 2

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: limbrock tubbesing architekten und stadtplaner

Baugemeinschaft Wohnen Hoch Drei - Wohnen Hoch Drei

© Jakob Boerner

Baugemeinschaft Wohnen Hoch Drei - Wohnen Hoch Drei

© Jakob Boerner

Baugemeinschaft Wohnen Hoch Drei - Wohnen Hoch Drei

© Jakob Boerner

Baugemeinschaft Wohnen Hoch Drei - Wohnen Hoch Drei

© Jakob Boerner

Baugemeinschaft Wohnen Hoch Drei - Wohnen Hoch Drei

© Jakob Boerner

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: limbrock tubbesing architekten und stadtplaner

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Elisabeth-Ostermeier-Weg 2, 21077 Hamburg, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

07.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Limbrock Tubbesing Architekten

Osterstraße 86-90

20259 Hamburg

Deutschland

Tel. +49 40 421066-0

wbv@limbrocktubbesing.de

Architektur: Landschaftsarchitekt

schoppe + partner freiraumplanung

Planckstraße 7a

22765 Hamburg

Deutschland

Tel. 040 / 39803590

mail@schoppe-freiraumplanung.de

Architekturfotografie

Jakob Boerner

Zeiseweg 9

22765 Hamburg

Deutschland

Tel. +49 (0) 176 848 70 749

info@jakobboerner.com

Fachplanung: Brandschutz

Ingenieurbüro T. Wackermann GbR

Große Bahnstr. 33

22525 Hamburg

Deutschland

Tel. +49 40 8814186-0

info@wackermann.com

Fachplanung: Tragwerksplanung

Ingenieurbüro Abel · Gebhart GmbH & Co. KG

Palmaille 124b

22767 Hamburg

Deutschland

Tel. +49 40 8888980

statik@abel-ing.de

Bauherr

Wohnen hoch drei eG vertreten durch Baubetreuer HHBB

Elisabeth-Ostermeier-Weg 2

21077 Hamburg

Deutschland

Tel. -

info@w3-harburg.de

Bauleitung (LPH 8)

Roland Pape

Stockmeyerstraße 41 I Halle 4B 41

20457 Hamburg

Deutschland

Tel. 040 / 609 465 836

rp(@rolandpape.com

Bauleistung: Zimmerei, Ingenieurholzbau

Gebr. Schütt KG GmbH & Co. Ing. Holzbau/Holzleimbau

Am Bahnhof 20

25572 Landscheide

Deutschland

Tel. +49 4858 18000

info@gebr-schuett.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

Freie Ingenieure Langer Schwerdtfeger Partnerschaft Beratender Ingenieure mbB

Koppel 34-36

20099 Hamburg

Deutschland

Tel. +49 (0)40 181 00 140 0

info@freie-ingenieure-hamburg.de

Verwendete Produkte

KOMPROMENT

Fassadenbekleidungen

FASSADENZIEGEL Colosseum Nordic Farbe Nordic Red Verdeckte Verschraubung Maße 210x500 mm

OTIS

Aufzüge

Otis Personenaufzug

Sature Holz

Laubengang

Terrassenbelag

Gebäudedaten

Bauweise

Holzbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

10.079 m³

 

Bruttogrundfläche

3.164 m²

 

Nutzfläche

353 m²

 

Verkehrsfläche

645 m²

 

Wohnfläche

1.663 m²

 

Grundstücksgröße

3.427 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Um die Bauaufgabe zu beschreiben, lässt sich am besten die Baugemeinschaft selbst zitieren:​

Uns verbindet der Wunsch nach einem Leben in Gemeinschaft, das sowohl naturnah ist als auch die Vorteile der Stadt bietet. Das haben wir in unserem Wohnprojekt Wohnen hoch drei verwirklicht. Wir haben zwei Mehrfamilienhäuser mit 24 abgeschlossenen Wohneinheiten gebaut mit viel Gemeinschaftsfläche in den Häusern und im Garten. Die Gemeinschaftsflächen bieten uns Raum für Geselligkeit. Hier kochen wir zusammen, spielen, feiern, musizieren, gucken Filme, machen Lagerfeuer, gärtnern und arbeiten. Das Projekt ist sozial gefördert, um Menschen mit verschiedenen Einkommen die Mitwirkung am Projekt zu ermöglichen.

Wir legen besonderen Wert auf ein solidarisches, gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Miteinander und auf Offenheit, Toleranz und Respekt untereinander. Wir wollen unser Projekt auch nach außen hin öffnen, für unsere Nachbar*innen und alle Menschen, die Interesse an gemeinschaftlichem Leben haben.

Gefunden hat die Baugemeinschaft Wohnen hoch drei hierfür ein wunderschön gelegenes Grundstück am südlichen Hamburger Stadtrand, dass dort direkt in das Naturschutzgebiet des Harburger Stadtparks übergeht.

Gerahmt von einer ausgewachsenen Hainbuchenhecke entstand in dieser besonderen Lage das kleingenossenschaftliche Mehrgenerationenprojekt Wohnen hoch drei, das, bestehend aus zwei zeilenartigen Baukörpern hier ein kleines Gebäudeensemble bildet. Die beiden dreigeschossigen Baukörper orientieren sich entlang der nördlichen und östlichen Grundstücksgrenzen und definieren in ihrem Zusammenspiel einen offenen, nach Südwesten ausgerichteten Garten, der sich hier mit dem anschließenden Landschaftsraum verschränkt.

Als verbindendes Element fungiert – auf der Süd- und Westfassade – ein Laubengang, der die Wohnungen erschließt und auf den Geschossen verbindet. Das mag hinsichtlich der Himmelsausrichtungen verwundern, jedoch dient der Laubengang zugleich als gemeinschaftlicher Freisitz auf den Ebenen und betont so den gemeinschaftlichen Charakter des Wohnprojekts, in dem auch aus Gründen der Bezahlbarkeit auf private Freisitze verzichtet wurde. Das Abrücken des Laubengangs von der Fassade sorgt für gute Belichtungsverhältnisse und die für eine hohe Wohnqualität erforderliche Privatsphäre. Die Wohnungen folgen dem Prinzip des Durchwohnens, wobei die Individualräume jeweils auf den Außenseiten der Gebäude und die Wohnräume zur Erschließung hin angeordnet sind.

Die Gebäude wurden in Holzrahmenbauweise mit Geschossdecken und Wohnungstrennwänden in Massivholz errichtet. Aus architektonischer Sicht sind wir besonders stolz, das Erschließungsbauwerk des Laubengangs – mit Ausnahme der Treppenläufe – als reine Holzkonstruktion ohne Brandschutzbekleidungen und Bauwerksabdichtungen realisiert zu haben.
Die Fassadengestaltung differenziert zum einen zwischen öffentlichem und privatem Raum (Straße/Hof), vermittelt aber auch zwischen den Wünschen der Baugemeinschaft (Holzfassade) und des Stadtplanungsamts (Ziegelfassade). Die einfache Detailführung, bei der die geschraubte Ziegelfassade gegen die Laibungsbretter der Fensterlaibungen und die vertikale Holzverschalung der Gartenfassaden abgestellt wird, stellt dabei den Zusammenhang zwischen den Gebäudeseiten wieder her.

Zusammenfassend ist es gelungen, das gemeinschaftsorientierte Konzept der Baugemeinschaft architektonisch als räumliches und organisatorisches Prinzip des Gesamtprojekts umzusetzen.

 

Beschreibung der Besonderheiten

Das Wohnprojekt „Wohnen hoch drei“ am südlichen Hamburger Stadtrand zeichnet sich durch eine konsequente architektonische Umsetzung gemeinschaftlicher und ökologischer Werte aus. Im Zentrum des kleingenossenschaftlichen Mehrgenerationenprojekts steht das Zusammenspiel zweier dreigeschossiger Baukörper, die einen offenen, nach Südwesten ausgerichteten Garten einrahmen und fließend in das angrenzende Naturschutzgebiet des Harburger Stadtparks übergehen. Ein zentrales Gestaltungsmerkmal ist der an der Süd- und Westfassade vorgelagerte Laubengang. Dieser dient nicht nur der Erschließung der 24 sozial geförderten Wohneinheiten, sondern fungiert gleichzeitig als gemeinschaftlicher Freisitz. Durch den bewussten Verzicht auf private Balkone zugunsten der Bezahlbarkeit und des Miteinanders stärkt diese Konstruktion den kommunikativen Charakter des Ensembles. Ein architektonisch präzises Abrücken des Laubengangs von der Fassade sichert dabei trotz der Offenheit die notwendige Privatsphäre und Lichtqualität in den nach dem Prinzip des „Durchwohnens“ konzipierten Wohnräumen.
Auch in konstruktiver Hinsicht setzt das Projekt Maßstäbe, indem die Gebäude in nachhaltiger Holzrahmenbauweise mit massiven Holzdecken und -trennwänden realisiert wurden. Ein besonderes architektonisches Highlight bildet das Erschließungsbauwerk des Laubengangs, welches – mit Ausnahme der Treppenläufe – als reine Holzkonstruktion ohne zusätzliche Brandschutzbekleidungen oder Bauwerksabdichtungen auskommt. Visuell schlägt die Architektur zudem eine elegante Brücke zwischen den Anforderungen des Stadtplanungsamts und den Wünschen der Baugemeinschaft:​ Die Fassadengestaltung vermittelt durch eine geschickte Kombination aus einer geschraubten Ziegelfassade zur Straßenseite und einer vertikalen Holzverschalung zur Gartenseite harmonisch zwischen urbanem Kontext und naturnahem Wohnen. Insgesamt gelingt dem Projekt damit eine beispielhafte Synthese aus sozialer Vielfalt, ökologischer Bauweise und einem räumlichen Prinzip, das Gemeinschaft im Alltag lebendig werden lässt.
 

Nachhaltigkeit

Das beschriebene Projekt setzt die Nachhaltigkeitsprinzipien Suffizienz, Konsistenz und Effizienz durch spezifische architektonische und materielle Entscheidungen konsequent um.
Hier ist die detaillierte Einordnung des Konzepts:​
Suffizienz (Weniger Verbrauch durch Teilen)
Suffizienz zielt auf die Reduzierung von absolutem Ressourcen- und Flächenverbrauch ab. Das Projekt setzt dies radikal um:​
Verzicht auf private Freisitze:​ Es gibt keine privaten Balkone oder Terrassen. Dies spart massiv Material, reduziert Kältebrücken und senkt die Baukosten.
Gemeinschaftliche Flächennutzung:​ Der Laubengang fungiert gleichzeitig als geteilter Freisitz. Zudem gibt es große Gemeinschaftsflächen im Haus und Garten für Kochen, Arbeiten und Freizeit.
Flächeneffizienz:​ Durch das Teilen von Räumen (z. B. für Feiern oder Filmerlebnisse) kann die Individualwohnfläche pro Person kleiner gehalten werden.
Konsistenz (Naturverträgliche Stoffkreisläufe / Öko-Effektivität)
Konsistenz bedeutet, in Systemen zu bauen, die die Natur nicht belasten, und organische oder unendlich wiederverwertbare Materialien zu nutzen (Basis des Cradle-to-Cradle-Gedankens):​
Massiver Holzeinsatz:​ Die Gebäude wurden in Holzrahmenbauweise mit Geschossdecken und Wohnungstrennwänden aus Massivholz errichtet. Holz bindet CO₂ und ist ein nachwachsender Rohstoff.
Reine Holzkonstruktion beim Laubengang:​ Das Erschließungsbauwerk wurde (außer den Treppenläufen) komplett ohne Brandschutzbekleidungen und Bauwerksabdichtungen (wie z. B. erdölbasierte Bitumenbahnen oder Folien) realisiert. Das vereinfacht einen späteren Rückbau und die Sortenreinheit extrem.
Langlebige Fassadenmaterialien:​ Die Kombination aus Holzverschalung und einer geschraubten (nicht geklebten) Ziegelfassade setzt auf trennbare, langlebige und kreislauffähige Materialien.
Effizienz (Optimierung von Systemen)
Effizienz beschreibt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen (z. B. Energieeinsparung bei der Nutzung):​
Das Prinzip des Durchwohnens:​ Die Wohnräume öffnen sich zum Laubengang, während die Individualräume nach außen liegen. Dies ermöglicht eine optimale Querlüftung und eine hocheffiziente Tageslichtnutzung (trotz des vorgelagerten Laubengangs, der dafür extra von der Fassade abgerückt wurde).
Kompakte Baukörper:​ Die Anordnung in zwei zeilenartigen, dreigeschossigen Baukörpern (Gebäudeensemble) optimiert das Verhältnis von Außenwandfläche zu Innenvolumen (A/V-Verhältnis), was den Heizwärmebedarf senkt.

Schlagworte

Baugemeinschaft, Kleingenossenschaft, Wohnprojekt, Mehrgenerationenprojekt, Gemeinschaftsflächen, Mehrfamilienhäuser, Gebäudeensemble, Holzrahmenbauweise, Massivholz, Holzkonstruktion, Holzbau, Sozial gefördert

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Gas

 

Sekundärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Wohneinheiten

24

Das Objekt im Internet

 

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