Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Werkstatt mit drei Innenhöfen ◯ □△
83026 Rosenheim, Am Oberfeld 13
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Opposite Office
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Opposite Office
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Am Oberfeld 13, 83026 Rosenheim, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
08.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
40.000 m³
Bruttogrundfläche
13.000 m²
Nutzfläche
10.000 m²
Verkehrsfläche
1.500 m²
Grundstücksgröße
5.200 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
4.300.000 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
23.000.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die neue 10.000m2 große Werkstatt mit 120 Arbeitsplätzen und integrierter Förderstät te vereint hohe technische Anforderungen mit sozialer Verantwortung. Sie schafft ein inklusives Arbeitsumfeld für Werkstatträume für Aktenvernichtung (Schreddern mit Durchwurf über alle 3 Geschosse), Schreinerei, Schlosserei und anderen anspruchsvollen Tätigkeiten. Gleichzeitig bietet das Gebäude eine einladende, lichtdurchflutete Atmosphäre, die Gemeinschaft und Teilhabe fördert.
Drei unterschiedlich geformte Innenhöfe – ein Dreieck, ein Quadrat und ein Kreis – strukturieren das Gebäude und bringen Tageslicht in den 50m tiefen Grundriss. Die Höfe bilden nicht nur Orientierungspunkte, sondern auch Orte, die Begegnungen und Austausch ermöglichen und schaffen einen ruhigen introvertierten Aussenbereich im hektischen Gewerbegebiet Am Oberfeld zwischen Bundesstraße und Bahnlinie.
Ein besonderer Mehrwert des Projekts ist die Schaffung zusätzlicher Gemeinschaftsflächen, die nicht Teil des ursprünglichen Raumprogramms waren. Durch die effiziente Planung mit vier skulpturalen außenliegenden Treppenhäusern und einem kompakten Erschließungsring konnten sowohl die Dachterrasse als auch der Allgemeinbereich zwischen den Höfen kostenneutral realisiert werden. Diese zusätzlichen Flächen dienen als Herzstück der Werkstatt, fördern Begegnungen und bieten Raum für soziale Interaktion. Die Architektur betont Offenheit und Transparenz: Große Flächen und zahlreiche Blickbeziehungen laden dazu ein, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Runde Fenster und Bullaugen in den Türen ermöglichen Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche, was das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Robuste Materialien wie Stahl, Beton, Holz und Doppelstegplatten verleihen dem Gebäude einen funktionalen und robusten Werkstatt-Charakter. Auf Grund der technischen Anforderungen (stützenfreie Werkstatträume und dem Verkehr von Hubwägen und Gabelstaplern) wurde die Hauptkonstruktion aus Stahlbeton gewählt. Energetisch wird das Gebäude über Nahwärme von der benachbarten Schreinerei und mit Photovoltaik versorgt. Auf der Dachterrasse können die Beschäftigten in die bepflanzten Innenhöfe mit wachsenden Bäumen (die Fotos dazu gibt es erst im Som-
mer) blicken, während blaue Möbel Orte der Ruhe und Begegnung schaffen. Die Werkstatt ist weit mehr als ein Arbeitsort. Sie ist ein Raum der Teilhabe, Selbstbestimmung und sozialen Interaktion, der die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt stellt und ein angenehmes Arbeitsumfeld schafft.
Beschreibung der Besonderheiten
Die Aktenvernichtung ist vertikal organisiert: Das Schreddergut wird über einen durchgängigen Einwurfschacht über alle drei Geschosse geführt, wodurch Transportwege minimiert und interne Logistik vereinfacht werden.
Großzügige, stützenfreie Werkstatträume erlauben flexible Nutzungen und den reibungslosen Einsatz von Hubwägen und Gabelstaplern. Vier außenliegende Treppenhäuser entflechten die Verkehrsströme und sichern kurze, unabhängige Wege zwischen Arbeits-, Förder- und Gemeinschaftsbereichen.
Die drei Innenhöfe strukturieren das Gebäude funktional wie sozial: Sie dienen als natürliche Orientierungspunkte, bringen Tageslicht tief in den 70 m Grundriss und verknüpfen Arbeitsbereiche visuell miteinander. So entstehen klare Abläufe bei gleichzeitiger Offenheit und sozialer Durchlässigkeit.
Nachhaltigkeit
Die Energieversorgung basiert auf regenerativen Quellen: Eine Photovoltaikanlage deckt einen Teil des Strombedarfs, die Wärmeversorgung erfolgt über Nahwärme aus der Abwärme der benachbarten Schreinerei, mit der man sich auf die Tiefgaragenabfahrt teilt. Ergänzend sorgen Wärme- und Kälterückgewinnungssysteme für eine hohe energetische Effizienz. Eine nächtliche Nachkühlung unterstützt die sommerliche Behaglichkeit ohne aufwendige Technik. Die Anforderungen der ENEV werden deutlich übertroffen.
Auch konstruktiv wurde nachhaltig gedacht: Robuste, langlebige Materialien wie Stahlbeton, Stahl und Holz gewährleisten eine hohe Widerstandsfähigkeit im intensiven Werkstattbetrieb. Stützenfreie Räume ermöglichen langfristige Umnutzungen und sichern funktionale Flexibilität.
Die außenliegenden Treppenhäuser reduzieren die innere Erschließungsfläche auf ein Minimum; Verkehrsflächen werden mit Nutzflächen überlagert. Das kompakte Gebäudevolumen verringert die Hüllfläche, während die tiefen Grundrisse durch die Innenhöfe natürlich belichtet werden. So entsteht ein konsistentes Gesamtkonzept aus Energieeffizienz, Materialdauerhaftigkeit und räumlicher Suffizienz.
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Fernwärme
Sekundärenergie
Solarthermie
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
120
Das Objekt im Internet
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