Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Von Innen Heraus — Gemeinschaft Als Gegenmittel
13353 Berlin, Fennstraße 33
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Berlin, Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt / Institut für Architektur / AoT - Architektur der Transformation, Nicolas Groß
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Berlin, Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt / Institut für Architektur / AoT - Architektur der Transformation, Nicolas Groß
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Fennstraße 33, 13353 Berlin, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
05.2028
Zeichnungen und Unterlagen
Gebäudedaten
Bauweise
Holzbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
4.149 m³
Bruttogrundfläche
1.596 m²
Nutzfläche
1.247 m²
Verkehrsfläche
13 m²
Wohnfläche
866 m²
Grundstücksgröße
510 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
1.083.979 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
2.252.424 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
"Von Innen Heraus — Gemeinschaft Als Gegenmittel" antwortet auf diese Ausgangslage mit einer genossenschaftlichen Transformation des Gründerzeitgebäudes Fennstraße 33. Durch das gezielte Herausnehmen und Neueinziehen von Decken entsteht eine dreistufige Raumorganisation, die verdichtete Privatbereiche mit großzügigen Gemeinschaftszonen verbindet. Eine Aufstockung im Seitenflügel schafft zusätzliche Wohnfläche sowie einen gemeinschaftlich genutzten Dachgarten. Die Belegung steigt von 29 auf 48 Personen.
Das Konzept entwickelt zwei komplementäre Wohntypologien. Kompakte, vertikal organisierte Einheiten sprechen junge Erwachsene und Neuzugezogene an. Großzügigere Raumabfolgen bieten älteren Menschen und Alleinerziehenden Rückzug und Orientierung. Beide Typologien ergänzen sich im Alltag: Gegenseitige Alltagshilfe, Kinderbetreuung und soziale Nähe entstehen nicht durch Programm, sondern durch räumliche Konfiguration.
Das Erdgeschoss öffnet das Haus in den Kiez: Ein Lokallabor mit Gemeinschaftsküche und Werkstatt steht der ganzen Nachbarschaft zur Verfügung. Die Hauptadresse wird in den Innenhof verlegt und macht den Hof zum gemeinschaftlichen Zentrum.
Die Genossenschaft „Zusammen e.G." pachtet das Grundstück über 99 Jahre von der Bayer AG. 30 % der Flächen werden zu gebundenen 7 €/m² vergeben, die durchschnittliche Kaltmiete liegt bei 215 € pro Person im Monat. Bestandsmieter können Mitglied werden oder im bestehenden Mietverhältnis bleiben.
Beschreibung der Besonderheiten
Das dynamische Mietsystem reagiert auf individuelle Lebensrealitäten: Einzelne Privaträume können unvermietet bleiben und als kollektive Fläche gelesen werden, die Hausgemeinschaft entscheidet gemeinsam über Querfinanzierung zwischen den Wohngemeinschaften.
Nachhaltigkeit
Die thermische Zonierung des Gebäudes unterstützt dieses Prinzip: Gemeinschaftsbereiche mit hohen Raumhöhen und flexibler Nutzung werden anders konditioniert als die kompakten Privatbereiche, wodurch Heizenergie gezielt eingesetzt wird.
Die Aufstockung im Seitenflügel wird als extensives Gründach ausgeführt und verbessert die Wärmedämmung der darunter liegenden Geschosse, reduziert den urbanen Wärmeinseleffekt und unterstützt die Regenwasserrückhaltung.
Der Bestandserhalt ist die nachhaltigste Entscheidung des Projekts: Durch die Transformation statt Abriss wird die gebundene graue Energie des Gründerzeitbaus vollständig erhalten. Die Außenwände werden aufgrund der begrenzten Grundstücksfläche und der geschlossenen Blockrandbebauung mit einer Außendämmung versehen.
Schlagworte
Weitere Dokumente zum Objekt
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Betten
48
Anzahl Wohneinheiten
4
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