Architekturobjekt 1 von 1.099

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


TOPOS CHOREO - Hellerau

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Dresden, Architektur, Sven Richter

TOPOS CHOREO - Rendering 1 - TOPOS CHOREO - Hellerau

© Sven Richter

TOPOS CHOREO - Rendering 2 - TOPOS CHOREO - Hellerau

© Sven Richter

TOPOS CHOREO - Rendering 3 - TOPOS CHOREO - Hellerau

© Sven Richter

TOPOS CHOREO - Rendering 4 - TOPOS CHOREO - Hellerau

© Sven Richter

TOPOS CHOREO - Rendering 5 - TOPOS CHOREO - Hellerau

© Sven Richter

TOPOS CHOREO - Modellfoto 1 - TOPOS CHOREO - Hellerau

© Sven Richter

TOPOS CHOREO - Modellfoto 2 - TOPOS CHOREO - Hellerau

© Sven Richter

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Dresden, Architektur, Sven Richter

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

02.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbau

Tragwerkskonstruktion

Stahl

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

4.050 m²

 

Grundstücksgröße

67.615 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Entwurfsaufgabe war die Planung eines neuen Tanzhauses als architektonische Ergänzung auf dem geschichtsträchtigen Areal des Festspielhauses Hellerau. Der Entwurf zielt darauf ab, eine prägnante bauliche Antwort auf die besondere Bedeutung des Standortes zu finden, der als Keimstätte des modernen Ausdruckstanzes gilt. Ein zentraler Bestandteil der Aufgabe ist die Entwicklung eines weitgespannten Tragwerks, wobei der Baustoff Stahl im Fokus steht. Es sollen Aufführungs- und Probenräume gestaltet werden, die flexibel für verschiedene Tanzformen nutzbar sind und die öffentliche Zugänglichkeit des Areals fördern. Das funktionale Programm umfasst neben großen und mittleren Tanzstudios auch Bereiche für den Empfang, ein Café, Verwaltungsräume sowie Werkstätten für Kostüme und Bühnenbilder. Besonderer Wert sollte auf dem Entwurfsprozess des Tragwerks liegen, der von der ersten Idee bis hin zur detaillierten Konstruktion schlüssig dargestellt werden muss. Das Augenmerk der Arbeit sollte zudem auf die architektonische Qualität, die Einbindung in das städtebauliche Umfeld und den sensiblen Umgang mit dem denkmalgeschützten Bestand gelegt werden. Nachhaltigkeitsaspekte wie ressourcenschonende Materialwahl und Vorfertigung spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle.
Der Entwurf setzt städtebaulich bei den Ursprungsplanungen von Heinrich Tessenow an. Dieser plante zunächst eine bis heute nicht vollendete Rahmung des Festspielhauses durch einen umlaufenden Laubengang sowie einen zentralen quadratischen Spielplatz im Freien hinter dem Festspielhaus. Diese Idee wurde im Entwurf aufgenommen und durch Ergänzungsbauten um das neue Tanzhaus übersetzt. Diese Ergänzungsbauten haben die Funktion, einen ‚dritten Ort‘ zu schaffen, der nicht nur Tanz als prägendes Element bedient, sondern vielmehr ein Ort der Kultur und des Austauschs sein soll. Somit sind in den Ergänzungsbauten eine Bibliothek, ein Makerspace und ein Gästehaus für die Öffentlichkeit sowie für BesucherInnen zu finden, sowie eine Musik- und Kunstschule, die in direktem Bezug zum Tanzhaus und den stattfindenden Veranstaltungen stehen.
Im neuen Tanzhaus selbst sollten die Tanzsäle zusammenschaltbar und möglichst variabel bespielbar sein und eine Wechselwirkung zwischen Innen und Außen generieren. Der Blick aus dem Tanzhaus heraus ins Freie oder in Richtung des bestehenden Festspielhauses soll das Bühnenbild und die Interaktion mit dem Außen ermöglichen. Als Adaption zu den Ideen Tessenows wurde unter anderem ein Vorplatz zwischen dem alten Festspielhaus und dem neuen Tanzhaus entworfen, welcher als Veranstaltungsplatz genutzt werden kann. Die Gestalt des neuen Tanzhauses sowie die des Vorplatzes ist von dem Logo der Deutschen Werkstätten Hellerau inspiriert und findet sich in der Freianlagengestaltung und der inneren Organisation des Tanzhauses wieder.
Umgesetzt wurde der Entwurf mit der Entwicklung eines Faltwerks, welches aus Hohlkastenträgerelementen mit Stehfalzdeckung besteht und die zentral liegenden, 25 m breiten Tanzsäle stützenfrei überspannt. Die Ausführung ist nahezu vollständig aus Metall. Die Fassade besteht aus einem Pfosten-Riegel-System mit Wellblechpaneelen und großformatigen Fenstern, welche die Massivität des Gebäudes auflockern und für eine großzügige Belichtung sorgen sollen. Der Schwung des Wellblechs, das Verspringen der Fassade nach außen sowie das Faltwerk des Daches sollen metaphorisch den Tanz darstellen und die Progressivität des Ortes widerspiegeln.

Beschreibung der Besonderheiten

Der Entwurf gliedert sich in drei Nutzungseinheiten. Die zentralen Tanzsäle bilden den halböffentlichen Teil an den sich jeweils Seitlich der öffentliche und private Teil angliedern. Die öffentliche Nutzung beherbergt ein Foyer mit Cafenutzung, eine Garderobe, eine Kostümvitrine, öffentliche WC´s sowie im Obergeschoss Klassen- beziehungsweise Proberäume. In der privaten Nutzung sind Anlieferung und Lager, mehrere Garderobenräume für TänzerInnen, eine Bühnenbildwerkstatt im Erdgeschoss und eine Kostümwerkstatt im Obergeschoss, mehrere Verwaltungsbüros sowie ein Film- und Regieraum untergebracht. 

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