Architekturobjekt 7 von 5.931

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Tomorrow is already here - Der Goldpalast wird neu gedacht

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Architektur, André Gebhardt

Außenperspektive - Tomorrow is already here - Der Goldpalast wird neu gedacht

© André Gebhardt, Paul Heider, Ben Risack

Perspektive öffentlicher Bereich - Tomorrow is already here - Der Goldpalast wird neu gedacht

© André Gebhardt, Paul Heider, Ben Risack

Perspektive Lernbereich - Tomorrow is already here - Der Goldpalast wird neu gedacht

© André Gebhardt, Paul Heider, Ben Risack

Perspektive Aufstockung - Tomorrow is already here - Der Goldpalast wird neu gedacht

© André Gebhardt, Paul Heider, Ben Risack

Modell  M 1.500 - Tomorrow is already here - Der Goldpalast wird neu gedacht

© André Gebhardt, Paul Heider, Ben Risack

Modell  M 1.50 - Tomorrow is already here - Der Goldpalast wird neu gedacht

© André Gebhardt, Paul Heider, Ben Risack

Modell  M 1.50 - Tomorrow is already here - Der Goldpalast wird neu gedacht

© André Gebhardt, Paul Heider, Ben Risack

Tragwerk - Tomorrow is already here - Der Goldpalast wird neu gedacht

© André Gebhardt, Paul Heider, Ben Risack

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Architektur, André Gebhardt

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

08.2025

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

6- bis 10-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

Bildung prägt Gesellschaften, doch die gebaute Umwelt, in der sie stattfindet, wird oft unterschätzt. Ausgangspunkt des Projekts war ein monofunktionales Bürogebäude, das durch gezielte Eingriffe und eine Aufstockung zu einer dreiteiligen Bildungslandschaft transformiert wurde. Die drei Ebenen, öffentlich, experimentell und repräsentativ, gliedern das Programm vertikal und schaffen dabei unterschiedliche Qualitäten des Lernens und Arbeitens.
Im Erd- und Untergeschoss öffnet sich das Gebäude dem Quartier. Mensa, Café, Bewegungsraum und Auditorium bilden eine öffentlich zugängliche Sockelzone. Darüber folgen Departments, Werkstätten und ein Scheiterarchiv, das Scheitern als konstruktiven Teil des Lernprozesses begreift. Den oberen Abschluss bilden Labore und Ausstellungsflächen, die sich sowohl Studierenden und Forschenden als auch der interessierten Öffentlichkeit öffnen.
Die goldverspiegelte Fassade der Aufstockung markiert den Eingriff im Stadtbild und trägt die Haltung des Projekts nach außen. Bildung als gesellschaftlicher Wert soll sichtbar werden.
 

Beschreibung der Besonderheiten

Das Projekt versteht Bauen im Bestand nicht als Einschränkung, sondern als gestalterische Haltung. Das bestehende Bürogebäude wird nicht überschrieben, sondern respektiert, weitergedacht und aufgewertet. Die Transformation macht den Wandel des Gebäudes ablesbar. Zwischen Bestand und Aufstockung entsteht ein Dialog, der Vergangenheit und Gegenwart in Beziehung setzt.
Das Scheiterarchiv ist dabei ein programmatisches Statement. Es begreift das Scheitern nicht als Misserfolg, sondern als Teil des Lernens und macht es räumlich sichtbar. So wird Bildung nicht nur funktional, sondern auch inhaltlich neu gedacht.
 

Nachhaltigkeit

Die Transformation eines bestehenden Gebäudes ist in sich ein nachhaltiger Ansatz. Durch den Verzicht auf einen Neubau werden Ressourcen geschont und graue Energie erhalten. Der Bestand wird nicht abgerissen, sondern als Potenzial begriffen und in ein neues Nutzungskonzept überführt.
Die Aufstockung ergänzt das Gebäude mit zeitgemäßen Programmen und schafft Räume, die auf Langfristigkeit und Offenheit ausgelegt sind, für wechselnde Nutzungen, für Forschung und für die Öffentlichkeit. In vorhandene Strukturen zu investieren statt neu zu bauen ist dabei nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch eine städtebauliche Haltung.

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