Architekturobjekt 2 von 6.728

Architekturobjekte


Technisches Rathaus Ismaning

85737 Ismaning, Erich-Zeitler-Straße 4

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: SCHANKULA Architekten

Rückfassade - Technisches Rathaus Ismaning

© sebastian schels

Rückfassade - Technisches Rathaus Ismaning

© sebastian schels

Fassade Strasse - Technisches Rathaus Ismaning

© sebastian schels

Fassade Strasse - Technisches Rathaus Ismaning

© sebastian schels

Artrium / Treppenhaus - Technisches Rathaus Ismaning

© sebastian schels

Artrium / Treppenhaus - Technisches Rathaus Ismaning

© sebastian schels

Gruppenraum - Technisches Rathaus Ismaning

© Sebastian Schels

Konferenzraum - Technisches Rathaus Ismaning

© Sebastian Schels

Fassade - Technisches Rathaus Ismaning

© sebastian schels

Fluchtbalkon - Technisches Rathaus Ismaning

© sebastian schels

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: SCHANKULA Architekten

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Erich-Zeitler-Straße 4, 85737 Ismaning, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

12.2024

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

SCHANKULA Architekten

Magnolienweg 6

81377 München

Deutschland

Tel. +49 89 28805521

info@schankula.com

Fachplanung: Landschaftsbau

toponauten GmbH

Luckengasse 9

85354 Freising

Deutschland

Tel. +49 8161 9109109

info@toponauten.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

Planungsgesellschaft Dittrich mbH

Leonrodstr. 68

80636 München

Deutschland

Tel. +49 89 1301180

mail@dittrich-pg.de

Verwendete Produkte

Bembé Parkett

Parkett

Knauf Bauprodukte

Trockenbau-Platten

STEICO SE

Dämmung

Holzfaserdämmung

Gebäudedaten

Bauweise

Holzbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

3.142 m²

 

Nutzfläche

2.273 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Städtebauliche Qualität:​
 Die Lage des Neubaus auf dem Baugrundstück wurde im Wesentlichen durch die vorhandene Tiefgarage sowie die seitlich begrenzenden Bäume und Wege
bestimmt. Das Volumen steht mit seiner klaren Kubatur als ruhiger Kontrapunkt zur organischen Form des benachbarten Schwimmbads. Eine begrünte Außentreppe und und die
Fluchtbalkone schaffen eine Verbindung zwischen Innen- und Außenraum. Regenwassermanagement erfolgt über eine extensive Dachbegrünung mit Retentionswirkung und Versickerung über Rigolen. Der geringe Versiegelungsgrad über die kompakte Kubatur stärkt die
ökologische Qualität.

Gestalterische Qualität:​
Das Grundrisskonzept basiert auf vier ineinandergreifenden Raumspangen, die einen lichtdurchfluteten Mittelbereich schaffen. Holz als sichtbares, konstruktives Material im Innenraum sorgt für eine warme Atmosphäre und hohe Aufenthaltsqualität.
Die Erschließung erfolgt über eine zentrale Treppe aus Holz, ergänzt durch offene Flurzonen
mit Sichtbezügen. Die Holzbauweise mit tragenden Brettstapelwänden, kombiniert mit Holzrahmenwänden und sichtbaren Holzdecken gewährleistet Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Der Bau verzichtet auf aufwendige Technik zugunsten eines Lowtech-Ansatzes mit
natürlichen Lüftungsoptionen. Barrierefreiheit und komfortable Bürostrukturen fördern dievNutzungseffizienz. Großzügige Fenster mit integriertem Sonnenschutz optimieren Tageslichtnutzung und Raumklima.
Energetisches Konzept Das Gebäude erfüllt den KfW-40-Standard und nutzt eine geothermische Wärmeversorgung. Die extensive Dachbegrünung verbessert die sommerliche Kühlung, während hochgedämmte Holz-Außenwände mit Dreifachverglasung den winterlichen Wärmeschutz maximieren. Eine passive Nachtauskühlung erfolgt über steuerbare Lüftungsklappen. Der Multifunktionsraum und der Serverraum sind gezielt mechanisch belüftet, alle weiteren Räume setzen auf natürliche Lüftungskonzepte. Eine Photovoltaikanlage auf dem
Dach unterstützt die Eigenstromversorgung. Die Energieverteilung erfolgt über eine Fußbodenheizung mit geringen Vorlauftemperaturen. Gebäudeautomation und Nutzerintegration
ermöglichen einen effizienten Betrieb und reduzieren den Primärenergieverbrauch.

Materialität Fassade Die Fassade besteht aus einer Holzständer-Konstruktion mit einer
vorgehängten, hinterlüfteten Holzschalung aus sägerauer, beschichteter Fichte. Die Holz-
Alu-Verbundfenster verfügen über eine Dreifachverglasung mit integriertem Sonnenschutz.
Transparente Balkongeländer mit Edelstahlnetz sorgen für eine filigrane Optik.
Maßnahmen zur sortenreinen Rückbaufähigkeit der Bauteile Die Konstruktion setzt auf eine trockene, lösbare Fügung der Bauteile, um eine sortenreine Trennung zu ermöglichen.
Wiederverwendbare Brettstapeldeckenelemente und Holzrahmenbauweise erleichtern den Rückbau. Metallverbindungen sind schraub- statt klebegebunden, und Fassadenelemente
sind demontierbar. Fußbodenheizung mit geringen Vorlauftemperaturen. Gebäudeautomation und Nutzerintegration ermöglichen einen effizienten Betrieb und reduzieren den Primärenergieverbrauch.

Holzkonstruktion
Die Tragkonstruktion der oberirdischen Geschosse ist als reine Holzkonstruktion umgesetzt:​
mit tragenden Brettstapelwänden entlang des Flurs und Rahmenwänden sowie einem Sys-
tem aus Holzstützen und Unterzügen im Bereich der Fassade. Die Decken sind als Brettsta-
peldecken mit einer Splittschüttung ausgebildet. Der Aufzugsschacht ist als doppelschalige
Holzkonstruktion aus Brettsperrholzwänden gefertigt. Die Deckenspannrichtung von Flurwand zur Fassade ermöglicht prinzipiell spätere Umbauten
im Trennwandbereich. Schalldämmeinlagen in hierfür vollflächig an den Unterseiten der Decken vorgesehenen Ausfräsungen sorgen für eine ruhige Atmosphäre in der Erschließungs-
halle und eine gute Schalldämpfung in den Büros. Auf diese Weise kann auf eine untergehängte Akustikdecke verzichtet werden und die Holzoberflächen bleiben sichtbar. Auch die
Oberflächen der Flurwände sowie die der Fassadenstützen und Unterzüge sind unbekleidet und lediglich genauso wie die Decken mit einer hellen, gegen das Nachdunkeln stabilisierenden, Lasur versehen.
Dies gilt auch für die Läufe der Holztreppe, deren Stufen aus naturbelassener Eiche mit dunklen Kanten aus geräucherter Eiche markiert sind. So entsteht eine helle durch das Zusammenspiel
der verschiedenen Holzarten und -farben bestimmte Atmosphäre die auch durch die filigranen Geländer aus weiß beschichtetem Flachstahl kaum beeinträchtigt wird.

Beschreibung der Besonderheiten

Wirtschaftlichkeit 
Der Holzbau ermöglicht eine flexible Nachnutzung, da tragende Innenwände und modulare Deckenaufbauten spätere Anpassungen erleichtern. Die robuste Holzkonstruktion mit langlebiger Fassade minimiert Wartungs- und Instandhaltungskosten.
Der Lowtech-Ansatz mit natürlicher Lüftung reduziert Betriebskosten. Variantenvergleiche führten zur Optimierung der Konstruktion hinsichtlich Kosten und Lebenszykluseffizienz.
Schalldämmeinlagen in der tragenden Decke ermöglichen das Weglassen von Abhangdecken. Innovationsgehalt Die Kombination aus Holzbauweise, Lowtech-Lüftung und innovativem
Brandschutz mit Fluchtbalkonen ermöglicht sichtbare Holzoberflächen in Rettungswegen. Die energieeffiziente, ressourcenschonende Bauweise setzt auf recyclingfähige Deckenelemente.
Das Konzept verbindet Nachhaltigkeit mit hoher Aufenthaltsqualität.

Auszeichnungen

Anerkennung Deutscher Holzbau Preis 2025

Schlagworte

Holzbau, Low-Tech, Kreislaufwirtschaft

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

 

Sekundärenergie

Solarthermie

Objektdetails

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