Architekturobjekt 60 von 79

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2015: Teilnehmer


Stadtverwaltungsbau fĂŒr die Zukunft

Diese ObjektprĂ€sentation wurde angelegt von: Hochschule fĂŒr Technik Stuttgart, Architektur, Nora Havel

Arealaussenraum - Stadtverwaltungsbau fĂŒr die Zukunft

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stĂ€debauliches Modell - Stadtverwaltungsbau fĂŒr die Zukunft

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stĂ€debauliches Modell 2 - Stadtverwaltungsbau fĂŒr die Zukunft

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Innenraumansicht - Stadtverwaltungsbau fĂŒr die Zukunft

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Modell Tragstruktur - Stadtverwaltungsbau fĂŒr die Zukunft

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Modell Tragstruktur u. Piktogramm - Stadtverwaltungsbau fĂŒr die Zukunft

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Panorama Bestand - Stadtverwaltungsbau fĂŒr die Zukunft

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Panorama 2 Bestand - Stadtverwaltungsbau fĂŒr die Zukunft

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Diese ObjektprĂ€sentation wurde angelegt von: Hochschule fĂŒr Technik Stuttgart, Architektur, Nora Havel

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Verwendete Produkte

isyline

Doppelböden

PERFECT AE Doppelboden

Knauf Bauprodukte

LeichtbauwÀnde

MetallstÀnderwand

GebÀudedaten

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

6- bis 10-geschossig

Raummaße und FlĂ€chen

Bruttorauminhalt

242.500 m³

 

BruttogrundflÀche

50.000 m²

 

GrundstĂŒcksgrĂ¶ĂŸe

19.650 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

An Stelle der derzeitigen offiziellen Verwaltung der Stadt Stuttgart soll ein neuer, zeitgemĂ€ĂŸer GebĂ€udekomplex entstehen, der die Funktionen der Stadtverwaltung erfĂŒllt und dem Standort entspricht.
Das Bebauungsareal befindet sich am Rand der Stuttgarter Innenstadt zwischen der HauptstĂ€tterstraße, einer sechsspurigen, stark befahrenen Strasse, und der Eberhardstraße, einer verkehrsberuhigten FußgĂ€ngerzone. PrĂ€gnant fĂŒr den Standort sind außerdem die fußlĂ€ufige und die visuelle Verbindung vom Rathaus und. Marktplatz zur Leonhardtskirche und zum Bohnenviertel. Diese Aspekte waren bestimmend fĂŒr die stĂ€dtebauliche Formgebung der Bebauung. Es entstand ein Ensemble aus sechs GebĂ€uden, die sich um einen langgezogenen rechteckigen Innenraum anordnen und an wichtigen Wegeverbindungen vom Boden abheben. Die bewegte Architektur bildet so einen baulichen Filter zwischen HauptstĂ€tterstraße und Eberhardstraße. Sie schottet den LĂ€rm vom großen Verkehrsaufkommen der HauptstĂ€tterstraße ab, und sie schafft auch eine deutlich spĂŒrbare und sichtbare rĂ€umliche Verbindung in die Innenstadt. Von der Eberhardstraße kommend entsteht zwischen den GebĂ€uden ein Außenraum, der als Platz zum Verweilen dient. Insgesamt soll um die Bebauung herum ein ÂŽshared spaceÂŽ angelegt werden, der die Zusammengehörigkeit der Funktion als FußgĂ€ngerzone und Randbereich der Innenstadt verdeutlicht. Im Bereich zur Eberhardstraße entsteht so ein neuer großer und frei bespielbarer Platz fĂŒr die Stuttgarter Innenstadt. Dieser wird belebt durch vereinzelt positionierte Vegetation, Sitzgelegenheiten und das Heraufholen des Nesenbachkanals entlang der Bebauung an dieser Stelle ins Stadtbild. Auch im Bereich der HauptstĂ€tterstraße wird das Straßenbild verĂ€ndert. Der ÂŽshared spaceÂŽ wird ĂŒber den ebenerdigen Teil der Straße erweitert, damit eine verkehrsberuhigte Zone entsteht, die die fußlĂ€ufige Verbindung der gegenĂŒberliegenden Stadtviertel begĂŒnstigt.
Immer prĂ€sent in InnenstĂ€dten großer Ballungszentren sind Handel, Gastronomie und öffentlicher Verkehr. Sie prĂ€gen das Bild des Bebauungsareals, weshalb sie auch in der Nutzungsstruktur des Entwurfes berĂŒcksichtigt werden. Das Erdgeschoss beherbergt Platz fĂŒr Gastronomie, Einzelhandel, Torurismusangebote und andere Dienstleistungen, die durch ihre Orientierung zu beiden GebĂ€udeseiten eine Verbindung zwischen Innenraum und den angrenzenden Straßenbereichen schaffen. Die LĂ€den sind zum Teil zweigeschossig ĂŒber Erdgeschoss und erstes Untergeschoss angelegt. Im ersten Untergeschoss befinden sich UnterfĂŒhrungen zur Stadtbahn. Es ist ĂŒber zwei große Freitreppen, die unterhalb der angehobenen GebĂ€udeteile der langen Seiten platziert sind, erschlossen. Im Bereich unter dem oberirdischen Innenhof ist ein boulevardartiger, zentraler Platz, mit natĂŒrlicher Belichtung von oben und seitlich angeordneten Ladeneinheiten geplant. Die Endbereiche sind fĂŒr Nutzungen der Stadtverwaltung vorgemerkt. Im Allgemeinen stellen BĂŒrorĂ€ume, Veranstaltungsbereiche und Nebennutzungen der Stadtverwaltung die Hauptnutzung des GebĂ€udekomplexes dar. Sie sind den verschiedenen Ämtern der Stadt Stuttgart zugeordnet.
Ebenfalls wichtig fĂŒr die Stuttgarter Innenstadt ist die Wohnnutzung. Insgesamt entsteht im Bereich zum neuen Eberhardplatz ein durchmischter Wohnungsmix, der mehrere Gesellschaftsgruppen bedienen kann.
Die auffĂ€lligen Wellen und die Auskragungen des GebĂ€udes nehmen Bezug zur Umgebung auf und lassen dadurch eine bewegte Architektur entstehen, die imagetragend fĂŒr die Stuttgarter Innenstadt sein soll. Damit das GebĂ€ude nachhaltig sein kann, muss es seiner Funktion optimal entsprechen und aus geeigneten Materialien mit hoher BestĂ€ndigkeit bestehen. Das bedeutet, dass die Funktion der Verwaltung sehr gut bedient werden muss. Eine hohe FlexibilitĂ€t in der Nutzung der BĂŒrorĂ€ume ist von Vorteil, da sich die BĂŒrotypologie derzeit durch elektronische und gesellschaftliche EinflĂŒsse derzeit stark wandelt.
Die BĂŒrostruktur ist die eines KombibĂŒros mit einfach seitlich angeordneten Zellen und einem breiterem Kommunikationsbereich, der unterschiedlich bespielbar ist. Das Tragwerk der Auskragungen ist ein StahlfachwerktrĂ€ger, der sich ĂŒber die ersten beiden Geschosse erstreckt und die oberen Geschosse hebt. Der restliche GebĂ€udeteil wird durch ein einfaches StĂŒtzentragsystem mit hoher FlexibilitĂ€t getragen, dass auf die Tragachsen des FachwerktrĂ€gers bezogen ist. Die Erschliessungs- und SanitĂ€rkerne dienen zusĂ€tzlich zur Aussteifung.
Die Fassade ist horizontal unterteilt. Das unterstreicht das Erscheinungsbild der wellenförmigen Baumasse und lĂ€sst ein einheitliches Gesamtbild entstehen. Zwischen den horizontalen Elementen befinden sich breite Lamellen, deren Anordnung und Beweglichkeit abhĂ€ngig von der Besonnung sind. An den SĂŒdfassaden sind die Lamellen dementsprechend beweglich und dienen als Sonnenschutz. An den Endfassaden der einzelnen Baukörper, die sich in den schmalen Gassen gegenĂŒber stehen, sowie im Bereich der massiven Kerne, ist ein anderer, geschlossener Fassadentyp geplant. Es wĂ€re denkbar eine Medien- oder Lichtfassade zu gestalten. Das Sonnenschutzsystem ist Teil des Klimakonzeptes, das außerdem die Platzierung von Photovoltaikanlagen auf den nach SĂŒden ausgerichteten DachflĂ€chen und die Integration von Regenauffangwasserbecken vorsieht. Die Raumtemperatur wird durch Betonkernaktivierung in den Geschossdecken geregelt. Außerdem wird der Fußboden als Doppelboden ausgefĂŒhrt, damit die Verlegung von technischen Leitungen so einfach und flexibel wie möglich geschehen kann.

Schlagworte

Nachhaltigkeit, FlexibilitÀt, Stadtverwaltung, FlexibilitÀt, Urbanes Wohnen

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