Architekturobjekt 1 von 2.812

Architekturobjekte


Stadtkirche Lorch

73547 Lorch, Kirchstraße 37

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Klaiber + Oettle Architekten und Ingenieure

Außenansicht während der Sanierung - Stadtkirche Lorch

© Klaiber + Oettle

Außenansicht nach Sanierung - Stadtkirche Lorch

© Tanja Becker

Dachdeckung - Stadtkirche Lorch

© Klaiber + Oettle

Verstärkung Dachtragwerk - Stadtkirche Lorch

© Klaiber + Oettle

Dachtragwerk - Stadtkirche Lorch

© Klaiber + Oettle

Natursteinfassade nach Sanierung - Stadtkirche Lorch

© Tanja Becker

Natursteinfassade Details - Stadtkirche Lorch

© Tanja Becker

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Klaiber + Oettle Architekten und Ingenieure

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Kirchstraße 37, 73547 Lorch, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

03.2024

Zeichnungen und Unterlagen

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Klaiber + Oettle Architekten und Ingenieure

Kornhausstr. 14

73525 Schwäbisch Gmünd

Deutschland

Tel. +49 7171 99792-0

info@klaiberundoettle.de

Verwendete Produkte

CREATON

Biberschwanz-Dachziegel

BIBER KLASSIK

Keim Farben

Farben

Keim Purkristalat

Sika

Beschichtung

SikaCor-6630 System

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Kalksandstein

Anzahl der Vollgeschosse

1-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

1469 führte eine starke Zerstörung zum Bau des heutigen Kirchengebäudes der
Stadtkirche Lorch, dass neben den noch erhaltenen und im Laufe der
Baumaßnahmen erhöhten Glockenturm gestellt wurde. Es wird vermutet, dass damit
die heutige und noch aktuelle Form des Kirchengebäudes geschaffen war. Es folgten
Zerstörungen im 30. Jährigen Krieg und Wiederaufbauphasen, Renovierungen und
Ergänzungen.
Im Jahr 2021 erfolgte der Beschluss zur Außensanierung.
Turm
Die an vielen Stellen schadhafte und teilweise fehlerhaft verlegte Schiefereindeckung
des Turms wurde vollständig abgenommen, die Unterdeckbahn erneuert und danach
neu mit Schiefer eingedeckt. Die Turmzier wurde instandgesetzt, die Turmuhr farblich
überarbeitet, die Zeigerpaare neu vergoldet. Alle Schalläden wurden erneuert.
Außensanierung Natursteinfassade
Nach Öffnung der ersten Fugen stellte es sich heraus, dass bei der letzten Sanierung
im vergangenen Jahrhundert an vielen Stellen unfachmännisch gearbeitet wurde.
Das damals ersetzte Steinmaterial war zu einem großen Teil nicht vollständig
vermörtelt, sondern wurde nur durch das Eigengewicht und den Fugenmörtel an Ort
und Stelle gehalten. Teilweise zeigten sich hinter den ausgebauten Steinen dann
Hohlräume mit Tiefen bis zu 60 cm.
Dachdeckung und Dachstuhl
Die schadhafte Biberschwanzdeckung wurde abgenommen und der offene Dachstuhl mit Planen
regensicher abgedeckt. Durch die verringerte Auflast war es einfacher, die schadhaften Tragglieder
auszutauschen.
Die dringend notwendigen Maßnahmen im Bereich des Dachstuhls wurden zimmermannsmäßig
ausgeführt. Defekte oder fehlende kraftschlüssige Verbindungen wurden nachgearbeitet. Defekte
oder abgängige Aufschieblinge wurden ersetzt und größere Unebenheiten in der Dachfläche durch
Aufdopplung der Sparren ausgeglichen.
Artenschutz:​
Im Bereich des Firsts wurde eine Wärmeglocke eingebaut, um Fledermäusen ein geschütztes
Quartier zu geben.

Beschreibung der Besonderheiten

Am Glockenturm wurde die schadhafte und fehlerhaft verlegte Schiefereindeckung vollständig abgenommen. Nach der Erneuerung der Unterdeckbahn erhielt der Turm eine neue Schiefereindeckung. Begleitet wurde dies von der Instandsetzung der Turmzier, der farblichen Überarbeitung der Turmuhr mitsamt der Neugoldung der Zeigerpaare sowie der Erneuerung sämtlicher Schalläden.
Besonders kritisch gestaltete sich die Bearbeitung der Natursteinfassade. Nach dem Öffnen der Fugen zeigte sich, dass bei einer früheren Sanierung im letzten Jahrhundert massiv gepfuscht worden war. Viele Steine waren nicht vermörtelt, wurden stattdessen nur durch ihr Eigengewicht gehalten, und gaben den Blick auf bis zu 60 Zentimeter tiefe Hohlräume frei, die entsprechend gesichert und saniert werden mussten.
Im Bereich des Daches wurde die schadhafte Biberschwanzdeckung abgenommen, wodurch die reduzierte Auflast den regensicheren Schutz des offenen Dachstuhls mit Planen erleichterte. Die notwendigen zimmermannsmäßigen Reparaturen umfassten den Austausch defekter Tragglieder, die Nacharbeitung kraftschlüssiger Verbindungen sowie den Ersatz abgängiger Aufschieblinge. Größere Unebenheiten in der Dachfläche wurden durch das Aufdoppeln der Sparren ausgeglichen.
Abgerundet wurde das Projekt durch integrierte Maßnahmen zum Artenschutz:​ Im Firstbereich wurde eine spezielle Wärmeglocke installiert, um Fledermäusen auch nach Abschluss der Bauarbeiten ein geschütztes Quartier zu bieten.

Schlagworte

Turmsanierung, Artenschutz, Dachdeckung, Steinsanierung, Schiefereindeckung

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