Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Jade Hochschule, Architektur, Pia Jansen

Straßenperspektive - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Schnittperspektive Konzept - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Perspektive Luftige Meile - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Perspektive Wohnen 3.OG - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Perspektive Kieztreff - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Perspektive Dachterrasse - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Ansicht - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Querschnitt mit Belichtung - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Längsschnitt mit Belichtung - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Raumklima - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Raumaxonometrie Maisonette - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Grundriss Wohnen 3.OG - atmosphärisch - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Grundriss Wohnen 3.OG - konstruktiv - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Raumaxonometrie Barrierefreies Wohnen - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Grundriss Barrierefrei 4.OG - atmosphärisch - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Grundriss Barrierefrei 4.OG - konstruktiv - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Entwurfsprozess - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Modell - Straßenansicht - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Modell - Grüne Fuge - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Modell - Brückenschläge & Loggien - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Modell - Dachlandschaft - Schwebende Höfe - Urbane Baulücke in Berlin Neukölln

© Sandra Kunert, Pia Jansen

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Jade Hochschule, Architektur, Pia Jansen

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

07.2025

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

6- bis 10-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

Im Rahmen einer studentischen Entwurfsaufgabe wurde eine innerstädtische Baulücke im Berliner Stadtteil Neukölln untersucht und zu einem vertikal organisierten, gemischt genutzten Stadthaus entwickelt. Ziel der Bauaufgabe war es, auf begrenzter Fläche eine hohe soziale Dichte zu schaffen und gleichzeitig neue Formen urbanen Zusammenlebens zu ermöglichen. Eine besondere Herausforderung stellte die außergewöhnliche Tiefe des Grundstücks dar, die neue Lösungen für Belichtung, Durchwegung und räumliche Vernetzung erforderte.
Der Entwurf reagiert auf die dichte Berliner Blockstruktur mit einem hybriden Gebäude, das öffentliche, halböffentliche und private Nutzungen vertikal organisiert und miteinander verknüpft. Das Projekt versteht sich als „Stadt in der Stadt“:​ ein durchlässiges Raumgefüge mit kurzen Wegen, offenen Übergängen und gemeinschaftlich nutzbaren Bereichen.
Im Erdgeschoss schafft eine „Grüne Fuge“ einen öffentlich zugänglichen Stadtraum mit Aufenthaltsqualität und bindet das Gebäude an das Quartier an. Darüber etabliert die „Luftige Meile“ einen kulinarischen Treffpunkt mit Marktständen und gemeinschaftlichen Sitzbereichen, der das gesamte Quartier miteinander verbindet. Das „Gemeinschaftsdeck“ im zweiten Obergeschoss dient als flexibel nutzbare Ebene für Co-Working, Beratung, Betreuung und nachbarschaftliche Aktivitäten. In den darüberliegenden Wohngeschossen entsteht mit dem „VertiKiez“ eine vertikale Nachbarschaft aus kompakten Wohneinheiten, gemeinschaftlichen Brücken, Jokerflächen und Loggien.
Der Entwurf verschiebt den Fokus bewusst von großen privaten Wohnflächen hin zu gemeinschaftlich nutzbaren Räumen. Dabei werden Rückzug und Begegnung klar zoniert, jedoch räumlich miteinander verbunden. Öffentliche Nutzungen befinden sich in den unteren Ebenen, während sich die oberen Geschosse zu einem geschützten Wohnbereich verdichten.
Die architektonische Gestalt orientiert sich an der Maßstäblichkeit des Berliner Blockrands und interpretiert die klassische Lochfassade zeitgemäß neu. Die zweischalige Thermowand mit integrierter Dämmung ermöglicht ein ruhiges, homogenes Fassadenbild und bildet gemeinsam mit plastischen Loggien und gemeinschaftlichen Einschnitten einen robusten und dauerhaften Baukörper.
Auch das Nachhaltigkeitskonzept versteht Architektur als langfristige räumliche und soziale Ressource. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Wärmerückgewinnung, Betonkernaktivierung, Pufferspeicher sowie ein Regen- und Grauwasserkreislauf bilden ein robustes und wartungsarmes System. Die thermische Speichermasse des Betons sorgt gemeinsam mit der aktivierten Klimadecke für ein stabiles und behagliches Raumklima.
Der Entwurf versteht Nachhaltigkeit nicht allein als Frage des Materials, sondern vor allem als Frage der Dauerhaftigkeit:​ Ein Gebäude ist dann nachhaltig, wenn es langfristig genutzt, flexibel bespielt und über Generationen hinweg Bestand haben kann.

Beschreibung der Besonderheiten

Die Besonderheit des Entwurfs liegt in der vertikalen Organisation eines urbanen Quartiers innerhalb eines einzelnen Gebäudes. Öffentliche, halböffentliche und private Nutzungen werden nicht nebeneinander, sondern übereinander gestapelt und räumlich miteinander vernetzt. Dadurch entsteht eine klare Abstufung zwischen Stadtraum, Gemeinschaft und Rückzug.
Ein zentrales Entwurfsthema ist die bewusste Reduktion privater Wohnfläche zugunsten großzügiger Gemeinschaftsbereiche. Gemeinschaftlich nutzbare Brücken, Jokerflächen und offene Begegnungszonen fördern soziale Interaktion und schaffen eine vertikale Nachbarschaft innerhalb des Gebäudes.
Die außergewöhnliche Tiefe der Baulücke wird durch neue Formen der Durchwegung, Belichtung und räumlichen Vernetzung gelöst. Gleichzeitig stärkt die offene Erdgeschosszone die Anbindung an das Quartier und erweitert den öffentlichen Stadtraum.
Die architektonische Erscheinung folgt dem Anspruch eines ruhigen, dauerhaften Hauses im urbanen Gefüge. Die monolithisch wirkende Fassade interpretiert die Berliner Blockrandtypologie zeitgemäß und verbindet Robustheit mit einem klaren, homogenen Ausdruck.

Nachhaltigkeit

Das Energie- und Materialkonzept folgt einem ganzheitlichen Ansatz aus Effizienz, Suffizienz und langfristiger Dauerhaftigkeit. Ziel war es, technische Systeme auf das Wesentliche zu reduzieren und gleichzeitig ein robustes, anpassungsfähiges Gebäude zu schaffen.
Das Energiekonzept basiert auf einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Wärmerückgewinnung, kombiniert mit Betonkernaktivierung, Pufferspeicher und smartem Lastmanagement. Die thermische Speichermasse des Betons ermöglicht eine gleichmäßige Temperierung der Räume und reduziert Energieverbrauchsspitzen. Ergänzt wird das System durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach sowie einen gebäudeeigenen Regen- und Grauwasserkreislauf. Natürliche Belüftung minimiert zusätzlich technische Abhängigkeiten.
Auch die Materialwahl folgt dem Prinzip der konstruktiven Einfachheit und Langlebigkeit. Die zweischalige Thermowand mit integrierter Dämmung ermöglicht einen hohen Vorfertigungsgrad, reduzierte Wartung sowie ein dauerhaftes und ruhiges Fassadenbild. Das Projekt versteht Nachhaltigkeit dabei nicht ausschließlich als Frage des Baustoffs, sondern vor allem als Frage der Nutzungsdauer, Anpassungsfähigkeit und langfristigen Ressourcenschonung.
Im Sinne der Suffizienz reduziert der Entwurf individuelle Wohnflächen zugunsten gemeinschaftlich genutzter Räume und geteilter Infrastruktur. Flexible Grundrisse und nutzungsoffene Bereiche ermöglichen langfristige Anpassungen an zukünftige Anforderungen und tragen zu einer nachhaltigen Nutzung des Gebäudes über Generationen hinweg bei.

Auszeichnungen

Anerkennung Lavespreis 2025

Schlagworte

Vertikaler Kiez, Stadt in der Stadt, Hybrides Stadthaus, Mischnutzung, Gemeinschaftliches Wohnen, Vertikale Nachbarschaft, Berlin-Neukölln, Baulücke, Blockrand, Nachverdichtung, Soziale Nachhaltigkeit, Gemeinschaftsflächen, Urbanes Wohnen, Wohn- und Gemeinschaftshaus, Städtisches Haus, Lochfassade, Thermowand, Betonkernaktivierung, Nutzungsoffenheit

Energetische Kennwerte

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

 

Sekundärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

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