Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Schicksal aus zweiter Hand - Ein verlassenes Kino erzählt neue Geschichten
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Berlin, Leonhard Ruchholtz
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Berlin, Leonhard Ruchholtz
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
11.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Gebäudedaten
Bauweise
Holzbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die Aufgabe bestand darin, dem Gebäude eine zukunftsfähige Nutzung zu geben – vor dem Hintergrund sinkender Besucherzahlen und der wachsenden Konkurrenz durch Streaming-Dienste. Der Entwurf folgt der These, dass die Zukunft des Kinos von Nutzungsüberlagerungen abhängig ist: Die Filmvorführung bleibt Hauptbestandteil, wird jedoch durch weitere kulturelle Nutzungen ergänzt. So entsteht eine Nutzungssymbiose, die ein breiteres Publikum anspricht und das Kino als flexiblen Kulturraum weiterentwickelt. Die entwickelten Eingriffe sind dabei als übertragbare Systeme gedacht und eröffnen eine Perspektive für den Umgang mit leerstehenden Kinobauten über Marburg hinaus.
Die Arbeit versucht, auf Basis der Analyse der aktuellen Situation und der Relevanz von Kinoräumen ein Zukunftsbild des Kinos zu zeichnen, das durch die Verwebung mit weiteren Kulturräumen und dem öffentlichen Straßenraum geprägt wird. Im digitalen Zeitalter bietet das Kino einen Raum der Entschleunigung, des kollektiven Erlebens und der leiblichen Präsenz.
Beschreibung der Besonderheiten
Jedem Saal wird eine funktionale Erweiterung hinzugefügt, die sich in die Bestandsstruktur integriert. Im Kammer-Saalermöglicht ein Bühnenturm die schnelle Umrüstung für Theater, Konzert oder Kleinkunst – ohne aufwändige bauliche Eingriffe. Der Palette-Saal liegt direkt an der neuen Treppenanlage und wird mit dieser verbunden; durch Terrassierung und eine offene Hülle kann er unkompliziert als Café oder Seminarraum genutzt werden und bildet so das funktionale Scharnier zwischen Kino und Universität. Im Atelier-Saal teilt eine Schaltwand den Raum in einen Bar- und einen Kinoteil, der je nach Bedarf flexibel erweitert oder durch die Barnutzung überlagert werden kann.
Die Abfolge der drei Säle entlang der neuen Treppenanlage schafft dabei eine klare räumliche und funktionale Wegführung: vom öffentlichen Straßenraum über den halböffentlichen Café- und Seminarraum bis hin zu den spezifischeren Kino- und Kulturnutzungen im Inneren des Gebäudes.
Auszeichnungen
Preis für die beste Masterarbeit 2025 im Studiengang Architektur an der TU Berlin
Schlagworte
Objektdetails
Das Objekt im Internet
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