Sanierung des Gendarmenmarkt in Berlin
10117 Berlin, Gendarmenmarkt 7
Ein Referenzprojekt von Richard Brink
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Gendarmenmarkt 7, 10117 Berlin, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
03.2025
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Schwerlast-Schlitzrinnen der Firma Richard Brink beim Gendarmenmarkt in Berlin verbaut
Er ist unbestritten einer der schönsten Plätze Berlins: der Gendarmenmarkt, den die Zwillingsbauten des Deutschen und Französischen Doms markant einfassen. Nicht minder prägend sind das dazwischenliegende Konzerthaus samt des künstlerischen Schillerdenkmals. Als Bauherr des Landes Berlin hat Grün Berlin die vorgelagerte Platzfläche von Oktober 2022 bis März 2025 umfassend saniert, einschließlich eines neu angelegten Systems zum Regenwassermanagement. Ein Teil davon ist die Doppelschlitzrinne „Gemini Magna“ der Firma Richard Brink für den Schwerlastbereich, die eine Entwässerungslinie quer über den gesamten Platz zieht.
Der Gendarmenmarkt im Bezirk Mitte hat eine große Historie in der deutschen Hauptstadt. Dementsprechend wurde das neue Pflaster wieder im denkmalgeschützten Design angelegt: ein weitläufiges Karomuster, bei dem helle Quadrate dunkel eingerahmt sind. Als federführende Landschaftsarchitekten tragen die BBS Landscape Engineering GmbH aus Berlin gemeinsam mit der ASPHALTA-Ingenieurgesellschaft für Verkehrsbau mbH aus Falkensee die Verantwortung für die Ausführung samt Planung und Objektüberwachung. Wichtig bei der neuzeitlichen Interpretation des alten Stils war die Herstellung eines tourismusnahen, barrierefreien Platzes mit großzügigen Sichtachsen.
Direkt unter der 14.000 m² großen Fläche befindet sich seit den Umbauarbeiten ein insgesamt 5 km umfassendes modernes Leitungsnetz für Strom, Trink- und Abwasser. Auftretender, in den Boden eindringender Niederschlag wird fortan zur Weiterverwertung in einem unterirdisch angelegten Wasserspeicher gesammelt, was im Gegensatz zu häufig versiegelten Flächen in urbanen Räumen eine nachhaltige Entlastung für die Kanalisation darstellt. Bei den getroffenen Maßnahmen waren auch die Berliner Wasserbetriebe unter der Leitung von Stefan Dohrmann-Knapp beteiligt.
Passgenau und platzsparend
Ein im wahrsten Sinne zentrales Element des klimaangepassten Regenwassermanagements sind die Schwerlastrinnen „Gemini Magna“ von Richard Brink. Diese dezente Rinne samt integrierter Steinschale nimmt einen der besagten dunklen Pflasterstreifen auf und verläuft vom Deutschen bis zum Französischen Dom mitten über den Platz vor den Augen der Schiller-Statue. Die Rinne ist eigentlich als Doppelschlitzrinne konzipiert, wurde jedoch vom Metallwarenhersteller als Sonderbaulösung mit lediglich einem Schlitz umgesetzt. Auch die integrierte Steinschale ist mit 120 mm Höhe und 162 mm Breite passgenau auf die Größe des verwendeten Plattenbelags vor Ort angepasst. Nur bei sehr genauer Betrachtung des neu gestalteten Bodens fällt auf, dass sich unterhalb der Pflasterung überhaupt ein Rinnenstrang befindet.
Insgesamt lieferte das Familienunternehmen mit Sitz in Schloß Holte-Stukenbrock 83 m seiner Rinne aus 5 mm starkem feuerverzinktem Stahl inklusive Endstücken und mittigem Ausschnitt zum Anschluss an das Entwässerungssystem via Stutzen in DN 150. Schon mit einer Materialstärke von 3 mm entspricht der Rinnenkörper den Anforderungen in Anlehnung an die Belastungsklasse D 400 und hält damit Kräften auch bis zu 40 t im Straßenverkehr problemlos stand. In der verbauten Variante als Sonderausführung mit 5 mm Stärke verleiht die Rinne dem Platz auch langfristig eine solide Basis für Schwerlasten durch Veranstaltungen oder Anlieferungsverkehr.
Aus Ostwestfalen für die Hauptstadt
Auch bei anderen Großprojekten in Berlin, bei denen Produkte der Firma Richard Brink zum Einsatz kamen, lag der Fokus darauf, den Charakter einer zukunftsweisenden Metropole zu unterstreichen. Einen barrierefreien Platz mit einem derart großen Ver- und Entsorgungsnetz aufzurüsten und dabei das historische Gesamtgefüge nicht zu verfälschen, war die große Herausforderung beim Gendarmenmarkt. Amir Lakhal vom ausführenden Unternehmen KEMNA BAU Ost GmbH & Co. KG sagt dazu: „Das neu in den Untergrund eingelassene System durfte nicht auffallen und das ist dank des Sonderbaus perfekt gelungen. Die Wahl für die Schwerlastrinne aus dem Hause Richard Brink hat jedoch noch einen weiteren entscheidenden Grund: Klassische Schlitzrinnen brauchen Vorrichtungen zur Revision. Bei der eingesetzten Lösung kann die Steinschale meterweise entnommen werden und ist dadurch auf Dauer wartungsfreundlicher als herkömmliche Alternativen.“
Mit dem Resultat zeigen sich auch Ralf Walter und Stefan Asbrede seitens des Bauherrn Grün Berlin zufrieden: „Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt und wir danken allen Beteiligten für die erfolgreiche Umsetzung.“
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