Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Salinarium Bad Dürkheim Therme

67098 Bad Dürkheim, Kurbrunnenstraße 28

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: 4a Architekten GmbH

Eingang - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© Uwe_Ditz_Artist_Germanany

Eingangssituation - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© Uwe_Ditz_Artist_Germanany

Eingang - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© Uwe_Ditz_Artist_Germanany

"Wellengang" von Ricarda Mieth - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© CHRISTIAN LAUKEMPER

Thermalbadehalle - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© Uwe_Ditz_Artist_Germanany

Thermalbadehalle - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© Uwe_Ditz_Artist_Germanany

Blick von der Galerie in die Thermalbadehalle - Salinarium Bad Dürkheim Therme

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Galerie mit Ruhebereichen - Salinarium Bad Dürkheim Therme

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Panoramasauna - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© Uwe_Ditz_Artist_Germanany

Babbelsauna - Salinarium Bad Dürkheim Therme

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Solebecken - Salinarium Bad Dürkheim Therme

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Gastronomie - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© Uwe_Ditz_Artist_Germanany

Außenbecken - Salinarium Bad Dürkheim Therme

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Saunagarten - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© Uwe_Ditz_Artist_Germanany

Dachgeschoss - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© Uwe_Ditz_Artist_Germanany

Außenansicht - Salinarium Bad Dürkheim Therme

© Uwe_Ditz_Artist_Germanany

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: 4a Architekten GmbH

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Kurbrunnenstraße 28, 67098 Bad Dürkheim, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Erweiterung

Fertigstellungstermin

11.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Bauherr

Stadtwerke Bad Dürkheim

Salinenstraße 36

67098 Bad Dürkheim

Deutschland

Architekt/Planer

4a Architekten GmbH

Hallstr. 25

70376 Stuttgart

Deutschland

Tel. +49 711 3893000-0

kontakt@4a-architekten.de

Sonstige

Ricarda Mieth - Kunst am Bau

Bizetstraße 71

13088 Berlin

Deutschland

mail@ricardamieth.de

Architektur: Landschaftsarchitekt

L.A.U.B. Ingenieurgesellschaft mbH

Europaallee 6

67657 Kaiserslautern

Deutschland

Tel. +49 631 303-3000

kl@laub-gmbh.dee

Fachplanung: Tragwerksplanung

schlaich bergermann partner sbp GmbH

Schwabstr. 43

70197 Stuttgart

Deutschland

Tel. +49 711 64871-0

stuttgart@sbp.de

Fachplanung: Bauphysik

Kurz und Fischer GmbH Beratende Ingenieure

Brückenstr. 9

71364 Winnenden

Deutschland

Tel. +49 7195 91470

info@kurz-fischer.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

Kannewischer Ingenieurgesellschaft mbH

Beuttenmüllerstr. 30

76530 Baden-Baden

Deutschland

Tel. +49 7221 9799-0

info@kannewischer.com

Bauleistung: Beleuchtung

Licht Kunst Licht AG

Jagdweg 16

53115 Bonn

Deutschland

Tel. +49 228 914220

bonn@lichtkunstlicht.com

Fachplanung: Elektrotechnik

Alexander Müller Planungsbüro für Elektrotechnik mbH

Waldsteg 2

77815 Bühl

Deutschland

Tel. +49 7223 94850

Architekturfotografie

Uwe Ditz

Falbenhennenstraße 8B

70180 Stuttgart

Deutschland

Tel. 0711 541032

info@uwe-ditz.com

Verwendete Produkte

GEZE

Obertürenschließer

3A Composites GmbH

Fassaden

Alucobond

Barthelme – LED Solutions

Beleuchtung

Conti Sanitärarmaturen GmbH

Armaturen

DURAVIT

Toiletten

DURAVIT

Waschbecken

HEBO Aufzugstechnik GmbH

Aufzug

iGuzzini illuminazione Deutschland

Beleuchtung

KLAFS GmbH

Sauna

Mairhofer

Waschbecken

Roigk GmbH & Co.

Fußwärmebecken

Roschmann Group

Fassade

Lamellen

Soprema GmbH

Dachdeckung

Swimroll Thomas Herrmann GmbH

Beckenabdeckung

Trend Group

Glasmosaikfliesen

weise & partner

Gradierwerk

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

36.716 m³

 

Bruttogrundfläche

7.957 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Das Salinarium liegt in unmittelbarer Nähe des Kurparks im Zentrum von Bad Dürkheim. Mit der Erweiterung des bestehenden Freizeitbads um einen Thermen- und Saunabereich haben 4a Architekten das Ensemble behutsam weiterentwickelt und architektonisch neu gefasst. Ziel der Planung war es, den Neubau sorgfältig in die vorhandenen Strukturen von Kurpark sowie Freizeit- und Freibad einzubinden und das Gesamtbild des Salinariums deutlich aufzuwerten – ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.

Den architektonischen Auftakt bildet ein neu gestalteter Eingangsbereich mit weit auskragendem Dach. Mit seiner offenen Geste empfängt er die Besucherinnen und Besucher und verleiht dem Salinarium ein zeitgemäßes, prägnantes Erscheinungsbild. Direkt an den Bestand angeschlossen sind der neue Umkleidebereich sowie ein langer Erschließungsgang zur Therme, der Einblicke in die Freizeitbadehalle ermöglicht. Der Weg überbrückt die Distanz zwischen dem zentral gelegenen Eingang am Wurstmarktplatz und dem rückwärtig angeordneten Thermenbereich. Um diese Strecke für die Badegäste angemessen zu differenzieren und kurzweilig erfahrbar zu machen, wurde die Künstlerin Ricarda Mieth mit der Gestaltung beauftragt. Ihre Arbeit „Wellengang“ begleitet die Badegäste in die Therme und markiert den Übergang vom lebendigen Badebetrieb in den ruhigeren Thermenbereich.

Organisation und atmosphärische Inszenierung
Der Thermenbereich ist von geschwungenen Formen geprägt, die fließende Raumfolgen erzeugen und eine intuitive Orientierung ermöglichen. Der Neubau erstreckt sich über drei Ebenen:​ Während sich das Badeangebot im Erdgeschoss nach innen und außen öffnet, entfaltet sich die Saunalandschaft als vertikale Raumsequenz über alle Geschosse hinweg und bietet eine große thematische Vielfalt. Auf jeder Ebene ergänzen gastronomische Angebote mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten das Raumprogramm:​ ein Restaurant im Erdgeschoss, eine Kaminlounge im ersten Obergeschoss sowie großzügige Liegebereiche im zweiten Obergeschoss mit Blick auf Park und Stadt. Alle Ebenen öffnen sich zudem ins Freie. Ein Saunagarten mit Außensauna, ein an die Thermalhalle angeschlossener Freibereich sowie eine Dachterrasse erweitern das Angebot und verknüpfen Innen- und Außenräume.

Materialität, Licht und Atmosphäre
Gestalterisch zeigt sich die Therme bewusst ruhiger und klassischer als das Freizeitbad. Ziel war es, eine zeitlose Atmosphäre mit hoher Dauerhaftigkeit zu schaffen. Warme Materialien wie Holzlamellen, Feinsteinzeug und keramische Beläge in gedeckten Farbtönen prägen die Innenräume. Auch die Becken sind grau gefliest – eine bewusste Entscheidung, die den ruhigen, wertigen und gediegenen Charakter der Anlage unterstreicht. Die Lichtgestaltung ist integraler Bestandteil des architektonischen Konzepts. Während die Grundbeleuchtung zurückhaltend eingesetzt wird, akzentuieren präzise gesetzte Lichtlinien ausgewählte architektonische Elemente und unterstützen die räumliche Orientierung.

Die neue Außenverkleidung greift ein zentrales Motiv der Region auf. Ihre Farbgebung orientiert sich an der goldenen Tönung eines gereiften Rieslings und übersetzt die lokale Weintradition in eine architektonische Sprache. Umlaufende Fassadenbänder fassen den Thermenbereich zusammen und machen zugleich das Zusammenspiel von Bestand und Neubau klar ablesbar.

Weiterbauen im laufenden Betrieb
Die Erweiterung des Salinariums erfolgte unter laufendem Badebetrieb und erforderte ein hohes Maß an Präzision sowie Respekt gegenüber dem Bestand. Die bauliche Trennung zwischen Alt und Neu ist bewusst klar ablesbar und ermöglicht es, Vertrautes zu bewahren und dem Neuen zugleich Eigenständigkeit zu verleihen. Die Bestandsfassaden im Übergangsbereich wurden saniert und in das Gesamtkonzept integriert. Der Neubau basiert auf langlebigen Konstruktionen sowie einer reduzierten, robusten Materialität. Holz, Sichtbeton und keramische Beläge prägen die Innenräume. Großzügige, raumhohe Verglasungen versorgen die Innenräume mit Tageslicht und ermöglichen die Nutzung solarer Gewinne.

Nachhaltigkeit durch Erhalt und Transformation
Die Transformation des Salinariums zeigt exemplarisch das Potenzial des Weiterbauens. Der Erhalt des Bestands war unter anderem eine bewusste kulturelle und ökologische Entscheidung. Bestehende Gebäude sind Teil des kollektiven Gedächtnisses einer Stadt und speichern erhebliche Mengen grauer Energie. Ihr Erhalt schont Ressourcen, vermeidet Abfall und reduziert ökologische Belastungen. Das bestehende Freizeitbad wurde daher nicht ersetzt, sondern gezielt weiterentwickelt. Die vorhandene Struktur bildet das tragende Rückgrat für eine neue Therme, die das Bade- und Gesundheitsangebot erweitert und einen Ort der Entspannung, Gesundheit und Begegnung schafft.

Energie- und Gebäudekonzept
Durch eine hochwertige Gebäudehülle mit optimierten Dämmwerten und luftdichten Anschlüssen werden Wärmeverluste deutlich reduziert und die Energieeffizienz gegenüber dem Bestand spürbar verbessert. Lüftungsanlagen mit hoher Wärmerückgewinnung, bedarfsgerechte Steuerungen sowie Beckenabdeckungen tragen dazu bei, den Energiebedarf im Betrieb gering zu halten. Die Wärmeversorgung erfolgt über Fernwärme und ist damit stabil und emissionsarm.

Auch die technische Infrastruktur folgt nachhaltigen Prinzipien. Getrennte Badewasserkreisläufe, die Rückgewinnung von Wärme aus Prozesswasser, ein stagnationsfreies Trinkwassersystem sowie die zentrale Steuerung über die Gebäudeleittechnik sichern Effizienz, Hygiene und langfristige Nutzbarkeit. Ergänzend erzeugen Photovoltaikflächen an Fassade und Dach einen Teil des benötigten Stroms. Extensive Gründächer verbessern den Regenrückhalt, das Mikroklima und die Lebensdauer der Dachflächen.

Beständigkeit und Zukunftsfähigkeit
Das Salinarium zeigt, dass nachhaltiges Bauen im Weiterdenken des Bestehenden beginnt. Durch die Erweiterung des Freizeitbads um einen Thermenbereich entsteht ein Ort, der vertraut bleibt und zugleich neue, zeitgemäße Angebote schafft. So verbindet das Projekt Beständigkeit mit Modernität und ist langfristig ökologisch wie sozial zukunftsfähig.

Nachhaltigkeit

Der Erhalt des Bestands war nicht nur eine technische, sondern eine bewusste kulturelle und ökologische Entscheidung. Bestehende Gebäude tragen Erinnerungen in sich und sind somit Teil des kollektiven Gedächtnisses einer Stadt. Gleichzeitig speichern sie enorme Mengen an grauer Energie. Sie zu bewahren bedeutet, Ressourcen zu schützen, Abfall zu vermeiden und ökologische Belastungen zu reduzieren, bevor überhaupt an Effizienzkennwerte gedacht wird. Das Salinarium Freizeitbad wurde deshalb nicht ersetzt, sondern neu belebt:​ Die vorhandene Struktur bildet das tragende Rückgrat für eine neue Therme, die das Bade- und Gesundheitsangebot des Salinariums erweitert und damit einen Ort der Entspannung, Gesundheit und Zusammenkommen schafft.

Die behutsame Erweiterung im laufenden Betrieb verlangte Präzision und Respekt gegenüber dem Bestandsgebäude. Die klare bauliche Trennung zwischen Alt und Neu sorgt für Lesbarkeit und ermöglicht es, Vertrautes zu erhalten und das Neue bewusst hervorzuheben. Die Bestandsfassaden wurden teils saniert und in das Gesamtkonzept integriert. Der Neubau stärkt dieses Fundament mit langlebigen Konstruktionen, begehbaren Dachflächen und einer reduzierten, ehrlichen und robusten Materialpalette aus Holz, Sichtbetonoberflächen und keramischen Belägen. Die nicht begehbaren Dächer wurden mit leichten Holzelementen realisiert, während großzügige Glasflächen das Innere mit Tageslicht fluten und solare Gewinne nutzbar machen. Die durchdachte Grundrissorganisation führt die Besucherinnen und Besucher intuitiv durch die unterschiedlichen Bereiche geleitet und schafft einen offenen, barrierearmen Zugang. Gleichzeitig wurde das Angebot erweitert, um sowohl erschwingliche als auch hochwertige Wellness-Erlebnisse bereitzustellen und das Bad gesellschaftlich noch breiter zu verankern.

Energetisch orientiert sich der Neubau an einer Hüllqualität in Anlehnung an den KfW-55-Standard. Optimierte U-Werte, luftdichte Details und thermische Trennungen reduzieren die Transmissionswärmeverluste erheblich und verbessern die energetische Qualität gegenüber dem Bestand deutlich. Eine geplante Gesamtbilanzierung soll die Effizienz des gesamten Komplexes erfassen; realistisch ist eine Einstufung von mindestens Effizienzgebäudestufe 85, mit Perspektive auf 55 bei weiterer Ertüchtigung der Bestandshülle. Der Betrieb wird durch hohe Wärmerückgewinnungsgrade der Lüftungsanlagen, intelligente, bedarfsgeführte Steuerungen und Beckenabdeckungen optimiert, die Energieverluste minimieren. Die Anbindung an die Fernwärme sorgt für eine stabile und emissionsarme Versorgung.

Auch die technische Infrastruktur folgt einer nachhaltigen Logik:​ getrennte Badewasserkreisläufe, Wärmerückgewinnung aus Prozesswasser, ein stagnationsfreies Trinkwassersystem und die zentrale Betriebsoptimierung über die Gebäudeleittechnik gewährleisten Effizienz, Hygiene und Zukunftssicherheit. Ergänzend tragen Photovoltaikflächen an der Rutschenturmfassade und auf dem Dach zur Eigenstromerzeugung bei, während extensive Gründächer den Regenrückhalt, das Mikroklima und die Lebensdauer der Dachflächen verbessern.
So zeigt das Salinarium eindrücklich, dass nachhaltiges Bauen im Bewahren beginnt. Mit der Erweiterung des bestehenden Freizeitbades um einen Thermenbereich entsteht eine Einrichtung, die vertraut bleibt und zugleich neue und zeitgemäße Attraktionen bietet, die Beständigkeit mit Modernität verbindet und das langfristig, ökologisch und sozial zukunftsfähig.

Schlagworte

Therme, Thermalbad, Sauna, Wellness, Sanierung, Erweiterung, Bauen im Bestand, Weiterbauen, Nachhaltigkeit, Identität

Objektdetails

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