Architekturobjekt 1 von 2.741

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Plast-Rig

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Innsbruck, Architektur und Bauwesen, Luigi Berthold

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Innsbruck, Architektur und Bauwesen, Luigi Berthold

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Dänemark

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

03.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbau

Tragwerkskonstruktion

Stahl

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

PLASTRIG versteht sich als spekulativer architektonischer Ansatz zur Umdeutung und Nachnutzung postindustrieller Infrastrukturen. Das Projekt behandelt den fortlaufenden Bedeutungsverlust der bislang überwiegend negativ behaftet ist. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern diese Strukturen, insbesondere aufgrund ihres extremen und zugleich einzigartigen Standorts, ein bislang ungenutztes räumliches, ökologisches und gesellschaftliches Potenzial in sich tragen. Die räumliche Wirkung, geprägt durch ihre Dimension, Isolation und Beziehung zur umgebenden Landschaft, erweist sich als wesentlicher Faktor für eine neue Nutzungsstrategie und Wahrnehmungsform.

Ein Ort der weitgehend frei von konventionellen Einschränkungen ist, erweitert die Betrachtungsweise auf globale Thematiken, welche normalerweise wenig bis keine Relevanz hätten. Diese Freiheit bildet die Grundlage für ein experimentelles Programm, das sowohl dem Menschen als auch der Natur einen Mehrwert bieten kann.
PLASTRIG entwickelt in diesem Kontext eine Plattform, die darauf ausgerichtet ist, umliegendes Mikro- und Makroplastik zu sammeln, zu erforschen und anteilig nachhaltig abzubauen. Darüber hinaus fungiert sie als Schnittstelle, an der neue Formen des Zusammenwirkens von Mensch, Technologie und Umwelt erprobt werden.

Das Projekt wurde bis zu dem dargestellten Stand so ausgearbeitet, dass ein schlüssiges Gesamtkonzept sowie klare strategische Abläufe erkennbar sind. Diese entwickelte Systematik lässt sich über den beispielhaften Entwurf hinausdenken und bietet das Potenzial, auf andere ungenutzte oder zukünftig funktionslose Bohrinseln übertragen zu werden.
In dieser Weiterführung könnte PLASTRIG den Ausgangspunkt für ein vernetztes System bilden, das postindustrielle Relikte nicht als Endpunkt technischer Nutzung begreift. Dieser Endpunkt dient als Ausgangspunkt für eine räumliche Ressource für neue Perspektiven.

Beschreibung der Besonderheiten

Ein Ort der weitgehend frei von konventionellen Einschränkungen ist, erweitert die Betrachtungsweise auf globale Thematiken, welche normalerweise wenig bis keine Relevanz hätten. Diese Freiheit bildet die Grundlage für ein experimentelles Programm, das sowohl dem Menschen als auch der Natur einen Mehrwert bieten kann.
PLASTRIG entwickelt in diesem Kontext eine Plattform, die darauf ausgerichtet ist, umliegendes Mikro- und Makroplastik zu sammeln, zu erforschen und anteilig nachhaltig abzubauen. Darüber hinaus fungiert sie als Schnittstelle, an der neue Formen des Zusammenwirkens von Mensch, Technologie und Umwelt erprobt werden.
Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Marburg sowie mit Mikrobiologin Judith Asher Jenull und Weltraumarchitektin Barbara Imhof.

Nachhaltigkeit

Auf Grundlage der zuvor durchgeführten Analyse der Kieselalge sowie der vorliegenden Forschungsergebnisse lassen sich Rahmenbedingungen formulieren, die für eine effiziente und zielgerichtete Nutzung des Organismus erforderlich sind. Diese Rahmenbedingungen bilden im folgenden Entwurf die konzeptionelle Basis. Dieser Entwurf richtet sich auf zukünftige Anwendungsmöglichkeiten und beinhaltet daher spekulative Annahmen. Diese beruhen jedoch auf den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Im Kontext der Kieselalgen wird dabei angenommen, dass diese in der Lage sind, erfolgreich  PETase zu betreiben. 

Die Zucht der Kieselalgen erfolgt in Photobioreaktoren, welche einerseits zu Kultivierung dienen und andererseits dazu dienen, unter kontrollierten Bedingungen am PET Abbau zu forschen und diesen dann durchzuführen. 
Um eine unkontrollierte Freisetzung, insbesondere die der genmodfizierten Organismen auszuschließen, ist das System als geschlossenes Photobioreatorsystem konzipiert. Dadurch entsteht eine strikte Trennung zwischen Versuchsraum und dem marinen Ökosystem. Die Temperatur der Kultivierungsflüssigkeit wird innerhalb eines Temperaturfenster von 19°C bis 22°C geregelt, da bereits geringe Abweichungen das Wachstum und die Stoffwechselaktivität signifikant beeinflussen können. Eine maximale Trägerfläche und Oberflächenstruktur ist integraler Bestandteil des Entwurfs, da Kieselalgen für ihre effiziente Kultivierung eine große spezifische Oberfläche benötigen. Darüber hinaus berücksichtigt die Gestaltung ein photoaktives Lichtspektrum, das sowohl natürliches Tageslicht als auch künstliche, violett dominierte Beleuchtung umfasst, um auch bei Schlechtwetterbedingungen einen stabilen 12/12-Lichtzyklus ( = 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit) sicherzustellen, der für die Photosynthese und Regenerationsphasen essenziell ist. Ergänzend dazu wird die Wasserqualität (Salzgehalt, chemische Zusammensetzung, etc.) kontinuierlich kontrolliert, um reproduzierbare Forschungsbedingungen zu gewährleisten.

Schlagworte

Bohrinsel, Algen, Plastik, Meer, Industrie, Nachhaltigkeit, Monument, Müll, Abbau, Forschung

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

16

 

Anzahl Betten

16

 

Anzahl Wohneinheiten

16

Das Objekt im Internet

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