Architekturobjekt 2 von 3.102

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Open Construction Hub

78462 Konstanz, Alfred-Wachtel-Straße 8

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: HTWG Konstanz, Architektur, Anna Streib

Außenraumeindruck Westseite - Open Construction Hub

© Anna Streib, Maximilian Furch, Lillli Zimmermann, Shania Heller

Innenraumeindruck Atelier - Open Construction Hub

© Anna Streib, Maximilian Furch, Lillli Zimmermann, Shania Heller

Außeneindruck Südseite - Open Construction Hub

© Anna Streib, Maximilian Furch, Lillli Zimmermann, Shania Heller

Innenraumeindruck Rücksprung - Open Construction Hub

© Anna Streib, Maximilian Furch, Lillli Zimmermann, Shania Heller

Campusisometrie - Open Construction Hub

© Anna Streib, Maximilian Furch, Lillli Zimmermann, Shania Heller

Modellbild 1:50 - Open Construction Hub

© Anna Streib, Maximilian Furch, Lillli Zimmermann, Shania Heller

Modellbild 1:50 - Open Construction Hub

© Anna Streib, Maximilian Furch, Lillli Zimmermann, Shania Heller

Modellbild 1:100 - Open Construction Hub

© Anna Streib, Maximilian Furch, Lillli Zimmermann, Shania Heller

Modellbild 1:100 - Open Construction Hub

© Anna Streib, Maximilian Furch, Lillli Zimmermann, Shania Heller

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: HTWG Konstanz, Architektur, Anna Streib

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Alfred-Wachtel-Straße 8, 78462 Konstanz, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

02.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Holzrahmenbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

2.301 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Ziel des Entwurfs ist die Entwicklung eines „Open Construction Hub“ für die HTWG Konstanz, der das bestehende Open Innovation Lab räumlich und funktional erweitert und zugleich einen neuen Aufenthaltsort für Studierende, Hochschule und Stadt schafft.

Ausgehend von einem eher unscheinbaren Bestandsgebäude verfolgt der Entwurf das Prinzip, mit möglichst minimalen Eingriffen ein Maximum an räumlicher Qualität zu erzeugen. Bestehende Nutzungen bleiben erhalten und werden neu organisiert, wodurch zusätzliche Flächen, bessere Erschließungen und neue Aufenthaltsqualitäten entstehen. Der Eingriff versteht sich nicht als Verdrängung des Bestands, sondern als dessen Weiterentwicklung und Stärkung.

Städtebaulich fügt sich der Neubau selbstverständlich in den Campus ein. Bestehende Fluchten, Höhen und Raumkanten werden aufgenommen und in eine eigenständige, zeitgemäße Architektursprache übersetzt. Neue Wegebeziehungen, Blickachsen und Freiräume schaffen ein harmonisches Gesamtgefüge.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung des bestehenden Ateliers mit dem Neubau durch das Bestandsgebäude. Neben einer Werkhalle und Coworking-Spaces entstehen Aufenthaltsbereiche wie Urban Gardening, ein Café sowie das Auditorium als verbindendes Element zwischen altem und neuem Atelier.

Die prägende Dachlandschaft verleiht dem Bestand dabei eine neue Bedeutung. Sie nimmt das Motiv der umliegenden Satteldächer auf, interpretiert dieses zeitgemäß weiter und verbindet die einzelnen Baukörper zu einer gemeinsamen architektonischen Identität.

Beschreibung der Besonderheiten

Ein zentrales Element des Entwurfs ist das verbindende BIPV-Dach, das sich als durchgehende Struktur vom Neubau bis zum Bestandsgebäude spannt. Es fungiert nicht nur als gestalterisches Motiv, sondern auch als energetisch wirksame Fläche und identitätsstiftendes Element. Die Dachlandschaft macht Nachhaltigkeit sichtbar und verbindet die einzelnen Baukörper zu einem zusammenhängenden architektonischen Ganzen.

Das darunterliegende Tragsystem folgt dem Prinzip des minimalinvasiven Weiterbauens. Als großer Dreigelenkrahmen spannt es sich über den Bestand und stärkt die prägende Satteldachfigur, ohne tief in die bestehende Struktur einzugreifen. Durch einfache Schlitzblechverbindungen entsteht ein konstruktiv klarer und ressourcenschonender Aufbau, der die vorhandene Substanz respektiert und gleichzeitig neue räumliche Qualitäten schafft.

Nachhaltigkeit

Das Energiekonzept basiert auf einem durchgehenden BIPV-Dach, das Architektur und Energieerzeugung miteinander verbindet. Die integrierten Photovoltaikelemente werden als prägender Bestandteil der Dachlandschaft sichtbar und machen Nachhaltigkeit unmittelbar erlebbar. Durch die große zusammenhängende Dachfläche kann mehr Energie erzeugt werden als für den Betrieb benötigt wird, wodurch eine vollständige Eigenversorgung sowie die Einspeisung überschüssiger Energie in das Campusnetz möglich werden.

Der Entwurf wertet die Flächennutzung gegenüber dem Bestand ökologisch deutlich auf. Versiegelte und wenig genutzte Bereiche werden reduziert und in Grün- und Biotopflächen umgewandelt. Dadurch verbessern sich Versickerung, Verdunstung und das lokale Mikroklima, während gleichzeitig die Biodiversität gestärkt wird. Insgesamt fördert der Entwurf eine nachhaltige und umweltgerechte Stadtentwicklung.
Die energetische Analyse zeigt ein hohes Potenzial der Photovoltaikanlage. Mit einem jährlichen PV-Ertrag von 153.704 kWh bei einem Energiebedarf von 62.806 kWh kann der Eigenbedarf vollständig gedeckt werden. Überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist. Im Zuge der Umbaumaßnahmen könnte die Energieerzeugung auf bis zu 315.048 kWh pro Jahr gesteigert werden.
Die Untersuchung der Dachflächen bestätigt die Eignung beider Dachseiten für die PV-Nutzung. Die Südausrichtung liefert aufgrund der höheren Sonneneinstrahlung den größten Anteil der Stromproduktion, während die Nordseite die Gesamtproduktion sinnvoll ergänzt. Dadurch wird eine gleichmäßigere und effizientere Energieerzeugung erreicht.

Das Material Holz bildet als regional verfügbarer und nachwachsender Rohstoff die Grundlage des konstruktiven Konzepts. Durch seine gute CO₂-Bilanz, die langfristige Kohlenstoffspeicherung und den geringen Energieaufwand in der Verarbeitung leistet es einen wesentlichen Beitrag zu einer ressourcenschonenden Bauweise. Gleichzeitig schafft das Material durch seine natürliche Haptik und warme Ausstrahlung eine angenehme Atmosphäre und stärkt die Identität des Gebäudes. Der Einsatz von lokalem Holz fördert zudem kurze Transportwege und verankert das Projekt im regionalen Kontext.

Schlagworte

Bauen im Bestand, Open Construction Hub, Campus, Solardach, Werkstatt, Austausch, Lernen, Verbindung

Energetische Kennwerte

Energetische Kennwerte

Stromverbrauchswert

27,30 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

24 %

 

Warmwasser

18 %

 

Beleuchtung

25 %

 

Lüftung

15 %

 

Kühlung inkl. Befeuchtung

18 %

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

90

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