Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Open Construction Hub
78462 Konstanz, Alfred-Wachtel-Straße 8
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: HTWG Konstanz, Architektur, Anna Streib
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: HTWG Konstanz, Architektur, Anna Streib
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Alfred-Wachtel-Straße 8, 78462 Konstanz, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
02.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Gebäudedaten
Bauweise
Holzrahmenbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttogrundfläche
2.301 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Ausgehend von einem eher unscheinbaren Bestandsgebäude verfolgt der Entwurf das Prinzip, mit möglichst minimalen Eingriffen ein Maximum an räumlicher Qualität zu erzeugen. Bestehende Nutzungen bleiben erhalten und werden neu organisiert, wodurch zusätzliche Flächen, bessere Erschließungen und neue Aufenthaltsqualitäten entstehen. Der Eingriff versteht sich nicht als Verdrängung des Bestands, sondern als dessen Weiterentwicklung und Stärkung.
Städtebaulich fügt sich der Neubau selbstverständlich in den Campus ein. Bestehende Fluchten, Höhen und Raumkanten werden aufgenommen und in eine eigenständige, zeitgemäße Architektursprache übersetzt. Neue Wegebeziehungen, Blickachsen und Freiräume schaffen ein harmonisches Gesamtgefüge.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung des bestehenden Ateliers mit dem Neubau durch das Bestandsgebäude. Neben einer Werkhalle und Coworking-Spaces entstehen Aufenthaltsbereiche wie Urban Gardening, ein Café sowie das Auditorium als verbindendes Element zwischen altem und neuem Atelier.
Die prägende Dachlandschaft verleiht dem Bestand dabei eine neue Bedeutung. Sie nimmt das Motiv der umliegenden Satteldächer auf, interpretiert dieses zeitgemäß weiter und verbindet die einzelnen Baukörper zu einer gemeinsamen architektonischen Identität.
Beschreibung der Besonderheiten
Das darunterliegende Tragsystem folgt dem Prinzip des minimalinvasiven Weiterbauens. Als großer Dreigelenkrahmen spannt es sich über den Bestand und stärkt die prägende Satteldachfigur, ohne tief in die bestehende Struktur einzugreifen. Durch einfache Schlitzblechverbindungen entsteht ein konstruktiv klarer und ressourcenschonender Aufbau, der die vorhandene Substanz respektiert und gleichzeitig neue räumliche Qualitäten schafft.
Nachhaltigkeit
Der Entwurf wertet die Flächennutzung gegenüber dem Bestand ökologisch deutlich auf. Versiegelte und wenig genutzte Bereiche werden reduziert und in Grün- und Biotopflächen umgewandelt. Dadurch verbessern sich Versickerung, Verdunstung und das lokale Mikroklima, während gleichzeitig die Biodiversität gestärkt wird. Insgesamt fördert der Entwurf eine nachhaltige und umweltgerechte Stadtentwicklung.
Die energetische Analyse zeigt ein hohes Potenzial der Photovoltaikanlage. Mit einem jährlichen PV-Ertrag von 153.704 kWh bei einem Energiebedarf von 62.806 kWh kann der Eigenbedarf vollständig gedeckt werden. Überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist. Im Zuge der Umbaumaßnahmen könnte die Energieerzeugung auf bis zu 315.048 kWh pro Jahr gesteigert werden.
Die Untersuchung der Dachflächen bestätigt die Eignung beider Dachseiten für die PV-Nutzung. Die Südausrichtung liefert aufgrund der höheren Sonneneinstrahlung den größten Anteil der Stromproduktion, während die Nordseite die Gesamtproduktion sinnvoll ergänzt. Dadurch wird eine gleichmäßigere und effizientere Energieerzeugung erreicht.
Das Material Holz bildet als regional verfügbarer und nachwachsender Rohstoff die Grundlage des konstruktiven Konzepts. Durch seine gute CO₂-Bilanz, die langfristige Kohlenstoffspeicherung und den geringen Energieaufwand in der Verarbeitung leistet es einen wesentlichen Beitrag zu einer ressourcenschonenden Bauweise. Gleichzeitig schafft das Material durch seine natürliche Haptik und warme Ausstrahlung eine angenehme Atmosphäre und stärkt die Identität des Gebäudes. Der Einsatz von lokalem Holz fördert zudem kurze Transportwege und verankert das Projekt im regionalen Kontext.
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energetische Kennwerte
Stromverbrauchswert
27,30 kWh/(m²a)
Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)
Heizung
24 %
Warmwasser
18 %
Beleuchtung
25 %
Lüftung
15 %
Kühlung inkl. Befeuchtung
18 %
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
90
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