Architekturobjekt 4 von 14.604

Architekturobjekte


Ökonomiegebäude Schönblick

73527 Schwäbisch Gmünd-Rehnenhof, Willy-Schenk-Straße 15

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Klaiber + Oettle Architekten und Ingenieure

Außenansicht - Ökonomiegebäude Schönblick

© Klaiber+Oettle

Trennwände - Ökonomiegebäude Schönblick

© Klaiber+Oettle

Toilette - Ökonomiegebäude Schönblick

© Klaiber+Oettle

Innenraum - Ökonomiegebäude Schönblick

© Klaiber+Oettle

Grundriss Erdgeschoss - Ökonomiegebäude Schönblick

© Klaiber+Oettle

Grundriss Obergeschoss - Ökonomiegebäude Schönblick

© Klaiber+Oettle

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Klaiber + Oettle Architekten und Ingenieure

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Willy-Schenk-Straße 15, 73527 Schwäbisch Gmünd-Rehnenhof, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

09.2017

Zeichnungen und Unterlagen

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Klaiber + Oettle Architekten und Ingenieure

Kornhausstr. 14

73525 Schwäbisch Gmünd

Deutschland

Tel. +49 7171 99792-0

info@klaiberundoettle.de

Bauleistung: Zimmerei, Ingenieurholzbau

Bodenschlägel GmbH & Co. KG

Am Katzbach 1

95365 Rugendorf

Deutschland

Tel. 09223/9710

info@bodenschlaegel.de

Bauleistung: Rollläden und Sonnenschutz

Eidt Raumausstatter GmbH

Stätzlinger Str. 82

86165 Augsburg

Deutschland

Tel. +49 821 791043

eidt.augsburg@t-online.de

Bauleistung: Dachdeckung, Dachabdichtung

Kratky GmbH & Co. KG Bedachungen, Abdichtungen und Fassadenbau

Schelmenstr. 32

73431 Aalen

Deutschland

Tel. 07361/95710

Verwendete Produkte

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Ziegelmauerwerk

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

1.290 m³

 

Bruttogrundfläche

440 m²

 

Nutzfläche

197 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Das Ökonomiegebäude, das in den 1920er Jahre entstanden ist und dem Naherholungsheim zur Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen und auch als Schweinestall diente, wurde in den vergangenen Jahren als Wohnbau genutzt. So lag es nahe, die Verwaltung im Ökonomiegebäude unterzubringen und
das Gebäude im Zuge der Umnutzung zu sanieren. Nun wird das „Ökonomiegebäude“ nach 100 Jahren seiner ursprünglichen Bestimmung wenn auch mit neuer, zeitgemäßer Nutzung wiedergewonnen.
Die neue Gestaltung erfolgte anhand historischer Bildbelege. Die Holzoberflächen wurden als wärmegedämmte und hinterlüftete Boden-Deckel-Schalung im Farbton der Hauptfassade rückgeführt, Holzklappläden angebracht und Details wie die Taubenschlagöffnungen im Dachgeschoss wieder hergestellt wenn auch nun in der Funktion der Abluftöffnungen der Nachtdurchlüftung. Der barrierefreie Zugang erfolgt über eine seitliche angebrachte Rampe und ein neues Eingangspodest.
Die baulich gegebenen Grundrisse wurden durch Planung in enger Abstimmung mit und an die Bedürfnisse des Nutzers optimiert. Speziell für das Bauvorhaben entwickelte Trennwände, die kaskadenförmig verspringen, um Stauraum für die Büros zu ermöglichen, bieten hohen Schallschutz. Die sehr kleinen Räume werden optisch verbunden durch Glasoberlichter und -seitenlichter. Eine durchlaufende Decke mit akustisch wirksamen Vlieslamellen verbindet die Räume zusätzlich.
In die ehemalige Garage wurde der Besprechungsraum geplant. Die gegebene räumliche Enge erforderte einen individuell durch den Schreiner gebauten, fest installierten, „schwebenden“ Besprechungstisch.
Aus Denkmalschutzgründen wurde das Erdgeschoss innen mit einer gespritzten 80mm starken Kalziumsilikatdämmung versehen. Das Obergeschoss war mit einer lichten Raumhöhe von knapp 2,50m eine Herausforderung in Bezug auf den minimierten Heizestrich- und Deckenaufbau.
So verwandelte sich das verwinkelte ehemalige Stallgebäude durch den Umbau zum technisch und gestalterisch hochwertigen Verwaltungsgebäude, repräsentativ an der Hauptachse gegenüber dem Gästehaus gelegen.

Beschreibung der Besonderheiten

- Raumoptimierung und Stauraum:​ Um trotz kleiner Grundrisse ausreichend Platz zu schaffen, wurden spezielle Trennwände entwickelt, die kaskadenförmig verspringen. Diese Bauweise integriert wertvollen Stauraum direkt in die Bürowände und gewährleistet gleichzeitig einen hohen Schallschutz.
- Optische und akustische Vernetzung:​ Um ein beengtes Raumgefühl zu vermeiden, wurden die kleinen Einheiten durch Glasoberlichter und -seitenlichter optisch miteinander verbunden. Ergänzend dazu sorgt eine durchlaufende Decke mit akustisch wirksamen Vlieslamellen für eine visuelle sowie akustische Einheit über die Raumbereiche hinweg.
- Speziallösungen bei Raumnutzung:​ Im Bereich der ehemaligen Garage, die zum Besprechungsraum umgewidmet wurde, erforderte die räumliche Enge eine maßgeschneiderte Lösung:​ Ein individuell vom Schreiner gefertigter, „schwebender“ und fest installierter Besprechungstisch maximiert die nutzbare Fläche und unterstreicht den funktionalen Charakter des Raums.
- Technisch-konstruktive Anpassungen:​ Trotz strikter Denkmalschutzvorgaben wurde die Funktionalität durch moderne Lösungen gewahrt. Im Erdgeschoss ermöglichte eine 80 mm starke Kalziumsilikat-Innendämmung die energetische Sanierung. Im Obergeschoss wurde die Herausforderung der geringen lichten Raumhöhe durch einen minimierten Aufbau von Heizestrich und Decke gelöst, um ein komfortables Arbeitsumfeld zu gewährleisten.

Schlagworte

Raumoptimierung, Individuelle Lösungen, Umbau, Sanierung, Verwaltung, Verwaltungsgebäude, Büro

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