Architekturobjekt 3 von 6.990

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


NOI Techpark Bruneck

30031 Bruneck, Europastraße 9, Italien

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: KUP ARCH Architekten Architetti

NOI Techpark Bruneck - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

NOI Techpark Bruneck - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

Unterer Platz - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

Terrasse - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

NOI Techpark Bruneck - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

Lobby - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist 2023

Freitreppe - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist 2023

Veranstaltungssaal - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist 2023

Restaurant - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist 2023

Seminarraum Uni - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

Büro - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

Aufenthalt - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

Versammlung - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

Shared Space - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

H2 Anlage - NOI Techpark Bruneck

© Oliver Jaist

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: KUP ARCH Architekten Architetti

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Europastraße 9, 30031 Bruneck, Italien

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

04.2023

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Bauherr

NOI AG

A.-Volta-Straße 13/A

39100 Bozen

Italien

Tel. +39 0471 066600

info@noi.bz.it

Architekt/Planer

KUP – ARCH Architekten Architetti

Säbenertorgasse 2

39042 Brixen

Italien

Tel. +39 0472 836 138

info@kup-arch.it

Fachplanung: Tragwerksplanung

griplan gmbh

Rienzfeldstraße 30

39031 Bruneck

Italien

Tel. +39 0474 370 395

info@griplan.com

Fachplanung: Anlagenbau

studio G

Rienzfeldstraße 30

39031 Bruneck

Italien

Tel. +39 0474 411324

info@studiog.it

Fachplanung: Schallschutz, Raumakustik

Systent GmbH

Josef-Weingartner-Straße 47/B

39022 Algund

Italien

Tel. +39 0473 220 552

info@systent.it

Fachplanung: Beleuchtung

Von Lutz

Frag 12

39043 Klausen

Italien

Tel. +39 0472 846033

info@vonlutz.com

Fachplanung: Fassadenplanung

gbd GFE

Enrico Fermi Straße 18

39100 Bozen

Italien

Tel. +39 0471 1631761

office.gfe@gbd.group

Bauleistung: Beton und Stahlbeton

Gasser Paul GmbH

Im Lederacker 4

39030 St. Lorenzen

Italien

Tel. +39 0474 474063

info@gasserpaul.it

Bauleistung: Fassade

PICHLER projects GmbH

Edison Straße 15

39100 Bozen

Italien

Tel. +39 0471 065000

info@pichler.pro

Bauleistung: Ausbau

decor Gmbh

Handwerkerzone 7

39030 Wengen

Italien

Tel. +39 0471 843172

info@decor.bz.it

Bauleistung: Anlagenbau

Carron Bau GmbH

Forchstraße 3

39040 Vahrn

Italien

Tel. +39 0472 832395

info@carronbau.com

Bauleistung: Elektroinstallation

Elpo GmbH

Alfred-Amonn-Straße 5

39031 Bruneck

Italien

Tel. +39 0474 570700

info@elpo.eu

Bauleistung: Tischler

Tischlerei Fineline OHG

Auf der Hört 6

39040 Tramin

Italien

Tel. +39 0471 820 777

info@fineline.it

Bauleistung: Tischler

Höller GmbH

Alfred-Nobel-Straße 22

39055 Leifers

Italien

Tel. +39 0471 592 666

info@hoeller.com

Bauleistung: Tischler

Christian Häusl

Handwerkerzone Kalditsch 12

39040 Montan

Italien

Tel. +39 0471 819060

info@haeusl.it

Verwendete Produkte

Interface

Teppichbelag

Composure Collection

&Tradition

Einrichtungen

Pavilion

Agrob Buchtal

Fliesen

Craft; Plural

Arper s.p.a.

Einrichtungen

PIX

Fermob

Einrichtungen

Luxembourg

Fornasarig

Einrichtungen

Link 60

Inclass

Einrichtungen

Binar 60; Dunas xs

PALMBERG Büroeinrichtungen + Service

Einrichtungen

Clamp; Pensum

PEDRALI S.p.A.

Einrichtungen

Arki-Table

Vibia

Beleuchtungsanlagen

Palma

XAL

Beleuchtungsanlagen

Move It; BO 32; Sasso 100

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

73.750 m³

 

Bruttogrundfläche

20.450 m²

 

Grundstücksgröße

6.430 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

30.000.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Architektonisches Konzept
Mit dem NOI Techpark Bruneck ist im Pustertal ein Ort entstanden, der Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vernetzt – ein architektonischer Ausdruck der NOI-Strategie »Nature of Innovation«. Der neue Campus fungiert als Schaltstelle für Forschung, Entwicklung und Zusammenarbeit und wurde mit dem Ziel konzipiert, flexibel auf zukünftige Anforderungen reagieren zu können. Fünf unterschiedliche Nutzungen – Automotive Excellence Südtirol, die Freie Universität Bozen, ein Veranstaltungszentrum, ein Coworking Space und gastronomische Angebote – bilden das vielschichtige Programm dieses neuartigen Innovationsclusters.
Ein besonderes technisches Merkmal des Gebäudes ist die Integration einer Wasserstoffspeicheranlage. In Kombination mit der großflächigen Photovoltaikanlage ermöglicht sie einen netzunabhängigen Inselbetrieb – und bringt gleichzeitig nachhaltige Energietechnologie in den öffentlichen Diskurs.

Urbanistik
Die Positionierung der Bauvolumen an der Bruchkante und die topografisch differenzierten Außenräume auf zwei Ebenen sind eine über-zeugende Antwort auf die Wettbewerbsaufgabe. Die Baukörper werden gut in den städtischen Kontext eingewoben und schaffen interessante Durchblicke. Das Hauptgebäude ist am neuen Campusplatz optimal positioniert auch bezüglich der Hauptsichtachsen von Altstadt und Bahnhof. Der Eingang richtet sich zum Vorplatz und wirkt somit sehr großzügig und einladend. Diese Qualität setzt sich in der Komposition der Innenräume fort. Der tiefer gelegene Platz schafft ein städtisches Foyer für den dahinter liegenden Veranstaltungsraum. Die Transparenz der Fassade des Hauptgebäudes ist für eine Technik- und Bildungsinstitution angemessen.

Raumprogramm – Funktionale Klarheit trifft auf architektonische Kohärenz
Erschlossen über die Stegener Straße, gliedert sich das Raumprogramm in klar definierte Zonen. Die dreigeschossige Tiefgarage bildet die funktionale Basis. Im ersten Untergeschoss befinden sich das großzügige Foyer, ein multifunktionaler Veranstaltungssaal – konzipiert für Konzerte, Tagungen und Festakte – sowie Seminarräume und Gruppenarbeitsbereiche für die Universität.
Das Erdgeschoss bildet das zentrale Ankunftsgeschoss mit Büros der Handelskammer, einem öffentlich zugänglichen Ausstellungsbereich, einem schwerlasttauglichen Labor und einem Bistro. In den Obergeschossen staffeln sich die Funktionen:​ Start-Ups und Coworking im ersten, Professorenbüros im zweiten, universitäre Forschung im dritten Obergeschoss. Die vertikale Erschließung ist klar organisiert und fördert kurze Wege sowie flexible Nutzungen.

Materialität
Die architektonische Identität des Gebäudes wird wesentlich durch die Materialwahl geprägt:​ Eine tragende Stahlbetonstruktur wird von einer vorgelagerten Hülle aus vertikal angeordneten, unterschiedlich gedrehten Betonlamellen umfangen. Diese dienen nicht nur dem Sonnen- und Witterungsschutz, sondern homogenisieren die verschiedenen Funktionen zu einem kohärenten Ganzen.
Der Werkstoff Beton zieht sich konsequent durch das gesamte Gebäude. Sichtbetonwände, -stützen und eine markante Wendeltreppe prägen das Erscheinungsbild der Innenräume ebenso wie ein geschliffener Betonboden. Akzentuiert wird das Ensemble durch gezielt eingesetzte Materialien:​ farbige Keramikfliesen, eine technisch wirkende Lamellendecke und warme Holzverkleidungen im Veranstaltungsbereich erzeugen ein stimmiges, modernes Ambiente.

Beschreibung der Besonderheiten

Die horizontalen und vertikalen Fertigteile dienen nicht nur der Gliederung der Fassade, sondern auch dem passiven Sonnenschutz. Die Drehung der vertikalen Elemente wurden in Zusammenarbeit mit der Eurac Research hinsichtlich Ausrichtung und Gefahr der sommerlichen Überhitzung unterschiedlich angeordnet. Deshalb konnte auf einen außenliegenden Sonnenschutz der Glasfassade verzichtet werden. Zum Einsatz kamen lediglich innenliegende Blendschutzelemente aus Stoffgewebe, wo die notwendig ist.

Es handelt sich um vorgefertigte Fertigteile. Dieses System verkürzt die Bauzeit, verbessert die Qualität des Materials und reduziert den Baustellenabfall. Die Montage erfolgt wesentlich effizienter als das herkömmliche Ortbetonverfahren.

Insgesamt wurde sehr viel Wert auf langlebige und robuste Materialien gelegt:​ Fenster mit 3-fach Verglasung und Sonnenschutzglas, akustisch hochwertige Bürotrennwände, Sichtbetonände und -stützen, geschliffener Betonboden, farbige Keramikfliesen.

Freiliegende MEP-Installationen (industrielle Ästhetik) unter der Kühl- und Heizdecke vereinfachen Inspektion, Reparatur und zukünftige Upgrades.

Nachhaltigkeit

Der NOI Techpark Bruneck erreicht mit 33kWh/m²a den KlimaHaus Standard A. Ein Gebäude der Klasse KlimaHaus A entspricht der Definition Niedrigstenergiegebäude oder nZEB (Nearly Zero Energy Building). Dabei werden 47% des Warmwasserbedarfs und 70% des Gesamtprimärenergiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen abgedeckt.

Bestandteil des Areals ist eine Wasserstoff-Speicheranlage, welche eine technisch sehr innovative Lösung darstellt. Aus diesem Grund soll nicht nur ein rein für den technischen Betrieb notwendiges Nutzgebäude errichtet werden, sondern der Bau soll die eingesetzte Technik für die Bürger auch möglichst gut sichtbar und als Demonstrationsobjekt erfahrbar machen. Wasserstoff hat als Energieträger ein enormes Potenzial. Er besitzt viel Energie, verbrennt sauber, kann gut transportiert werden und lässt sich über lange Zeit zuverlässig lagern.

Eine komplett neuartige und innovative Technologie wird dabei in der Wasserstoffspeicherung umgesetzt. Die Wasserstoffspeichereinheit besteht aus festem Metallpulver, dem sogenannten Metallhydrid. Der Wasserstoff bindet sich chemisch an die feste Metallgitterstruktur des Metallpulvers. Ähnlich einem „Schwamm“ wird der Wasserstoff vom Metallpulver förmlich aufgesogen und bindet sich. Aus der Photovoltaikanlage wird täglich elektrischer Strom erzeugt. Der ungenutzte und nicht verbrauchte Strom im NOI Techpark Bruneck wird für die Wasserstofferzeugung verwendet.

Photovoltaik
Die elektrische Energie für die Erzeugung des Wasserstoffes stammt von Photovoltaikpaneelen auf den Dachflächen des NOI-Techparks.

Die Wasserstoff-Speicheranlage setzt sich aus verschiedenen Anlagenkomponenten zusammen und versteht sich als eine in sich geschlossene Einheit welche energieautark funktionieren kann. So können bei Stromausfall (z.B. Brandfall) die Lüftungsventilatoren in den einzelnen Ebenen der Parkgarage des NOI Techpark Bruneck mit ausreichend Strom versorgt werden ohne auf Netzspannung und Netzversorgung zurückgreifen zu müssen. Es ist ein netzunabhängiger Inselbetrieb möglich.
 

Auszeichnungen

Big See Architecture Award 2024 Winner

Best Archilovers 2024

THE PLAN AWARD 2025 Shortlisted

Schlagworte

Mixed Use, Beton, Fertigteile, Fassade, Veranstaltungszentrum, Uni, Restaurant, Bar, H2

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Niedrigenergiehaus

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

Holz

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

33,00 kWh/(m²a)

Weitere Dokumente zum Objekt

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

200

 

Anzahl Sitzplätze

600

 

Anzahl Stellplätze

300

Das Objekt im Internet

 

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