Architekturobjekt 855 von 1.217

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2017: Teilnehmer


Neuapostolische Kirche Vöhringen

72189 Vöhringen, Tonaustraße 8-10

Diese ObjektprÀsentation wurde angelegt von: Bodamer Faber Architekten BDA PartGmbB

Diese ObjektprÀsentation wurde angelegt von: Bodamer Faber Architekten BDA PartGmbB

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Tonaustraße 8-10, 72189 Vöhringen, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

07.2014

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Bodamer Faber Architekten BDA PartGmbB

Schlosserstr. 2

70180 Stuttgart

Deutschland

Tel. +49 711 6647512-0

architekten@bodamer-faber.net

Fachplanung: Tragwerksplanung

TW+ Thilo Weischedel Ingenieure GmbH

Felix Dahn Str. 10

70597 Stuttgart

Deutschland

Fachplanung: Bauphysik

RW Bauphysik

Hohewartstraße 192

70469 Stuttgart

Deutschland

Bauleistung: Rohbau

Frey Bau GmbH

Stuttgarter Str. 189

72250 Freudenstadt

Deutschland

Verwendete Produkte

Böhrer Industrievertretung & Baustoffservice

Klinker-Fassaden

Handform-Verblender geschlÀmmt

GebÀudedaten

Tragwerkskonstruktion

Ziegelmauerwerk

Anzahl der Vollgeschosse

1-geschossig

Raummaße und FlĂ€chen

Bruttorauminhalt

3.408 m³

 

BruttogrundflÀche

647 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

StÀdtebau und Freiraum

Der Neubau reagiert auf die stĂ€dtebaulichen Vorgaben, die durch den umgebenden Wohnungsbau, eine westlich angrenzende Lagerhalle und die SolitĂ€re (Aussegnungshalle und Katholisches Gemeindezentrum) im nördlich angrenzenden GrĂŒnraum geprĂ€gt werden.

In diesem heterogenen Umfeld kann sich die Neuapostolische Kirche aufgrund seiner zurĂŒckhaltend klaren Erscheinung einerseits gut integrieren, andererseits wird durch den dynamisch in die Höhe wachsenden Baukörper des Kirchensaales ein signifikanter Hochpunkt gesetzt, der deutlich und selbstbewusst den Neubau als Kirchenbau mit expressiver Außenwirkung im Straßenraum erfahrbar macht. Es wird so ein bauliches SolitĂ€r geschaffen – der Ort wird unverwechselbar.

Der Vorbereich der Kirche öffnet sich zum Straßenraum und empfĂ€ngt ĂŒber einen großzĂŒgigen Platz wie selbstverstĂ€ndlich die Kommenden. Neupflanzungen stĂ€rken ökologische Funktionen und machen diesen Bereich auch als Erholungsraum attraktiv. Eine großzĂŒgige, in das GebĂ€ude eingebundene Überdachung markiert einen Zugangsbereich, welcher schon hier einen geschĂŒtzten Raum der Begegnung schafft.

Erschließung

16 StellplĂ€tze werden im sĂŒdwestlichen Parkbereich, der von der Tonaustrasse erschlossen wird, angeboten. Die StellplĂ€tze werden auf sickerfĂ€higem Grund erstellt. Der den MehrzweckrĂ€umen vorgelagerter „erweiterte“ Freibereich kann in Ausnahmesituationen als zusĂ€tzliche (temporĂ€re) StellplatzflĂ€che genutzt werden. Zusammen mit den 5 von der RiedbĂŒhlstrasse erschlossen StellplĂ€tze können insgesamt 21 StellplĂ€tze ausgewiesen werden.

Beschreibung der Besonderheiten

GebÀudekonzeption

Der Kirchensaal soll als krĂ€ftiger Baukörper wirken, der zum einen mĂ€chtig – aber auch schĂŒtzend – den Gottesdienstbesucher umgibt. MĂ€chtig, weil die GrĂ¶ĂŸe und Masse des Körpers erfahrbar bleibt – schĂŒtzend weil die zum Gottesdienst versammelte Kirchengemeinde innerhalb des großen Volumens einen fĂŒr die Andacht intimen, von subtilen Materialien umgebenen Raum, findet. Die FĂŒhrung des Raumlichts unterstĂŒtzt eine Konzentration auf das Sakrale. Hier spielt die FĂŒhrung von Tageslicht und die Gestaltung der Kirchenwand die grĂ¶ĂŸte Rolle. Es wurde ein Zusammenspiel aus Material, Form und Licht geschaffen, welches je nach Lichteinfall, ein neues unverwechselbares Bild ergibt. Die OberflĂ€che der Kirchenwand wurde mittels sĂ€gerauher, feuchter, 20 cm breiter LĂ€rchenbretterschalung in drei unterschiedlichen Dicken hergestellt, die auf die inneren Schaltafeln angebracht wurden. Durch das Zusammenziehen der Bretter wĂ€hrend des Trocknungsprozesses konnte nach vier Wochen die Matrizze sauber aus dem Sichtbeton gelöst werden. So zeichnet sich die gewĂŒnschte Optik der Holzmaserung deutlich im Beton ab.

Dagegen kontrastiert der geradlinige, kantige und klar sachliche Baukörper fĂŒr die Nebenfunktionen und steigert somit die Gestalt und die Bedeutung des Kirchensaales, der zusammen mit den MehrzweckrĂ€umen ein rĂ€umlich-funktionales Kontinuum erlaubt. Auf ein Minimum reduzierte Öffnungen und Fenster unterstreichen die introvertierte Haltung des GebĂ€udes und seine Funktion als Gotteshaus. Gleichzeitig öffnen sich aber der großzĂŒgig verglaste Eingangsbereich und die MehrzweckrĂ€ume nach Außen.

Konstruktion und Materialien

Bei der Materialwahl wird Wert gelegt auf eine möglichst weitgehende Verwendung bewĂ€hrter, natĂŒrlicher und recyclingfĂ€higer Baustoffe. Das Farb- und Materialkonzept soll ein reduziertes und dezidiertes Bild, mit authentischen und alterungsfĂ€higen Materialien vermitteln. Es werden bewusst wenige Materialien ausgewĂ€hlt und zu einem sinnvollen Gesamtbild zusammengesetzt. Eine einfache, jedoch prĂ€zise Ordnung optimiert die MaterialfĂŒgung, sowie die Konstruktions- und Detailentwicklung.

Das Erscheinungsbild des GebĂ€udes wird geprĂ€gt durch eine erdige und grob strukturierte Fassade aus einem hell geschlĂ€mmten Verblendmauerwerk. Die beiden Innenhöfe des Foyers und der MehrzweckrĂ€ume erhalten eine helle, feinkörnige Putzstruktur, welche aus dem Hauptbaukörper herausgenommen werden. Der gesamte Fußboden im Kirchensaal, im Foyer, in den MehrzweckrĂ€umen und der Sakristei besteht aus einem weitgehend fugenlosen Estrich mit einem feinen Edelschliff dem s.g. „Terrazzo-Boden“. Der leicht erhöhte Altar ist aus massiver dunkelgerĂ€ucherter Eiche, das Holzkreuz wird subtil in die strukturierte Altarwand aus Sichtbeton eingefĂŒgt. FĂŒr die HolzbĂ€nke und die Orgel wird helles Eichenholz gewĂ€hlt.

Schlagworte

Kirche, Sichtbeton, Ziegel, Ziegelmauerwerk, Mauerwerk, Verblendmauerwerk, Matrize, Kirchensaal, Bodamer-Faber, Neubau

Energetische Kennwerte

Energetische Kennwerte

PrimÀrenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

Energetische Kennwerte

PrimÀrenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

196,00 kWh/(m²a)

 

Stromverbrauchswert

75,30 kWh/(m²a)

Objektdetails

Das Objekt im Internet

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