Architekturobjekt 1 von 1.417

Architekturobjekte


Murrtal-Arena Backnang

71522 Backnang, Jahnstraße 15

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: GOLDBECK Süd GmbH

Nachtaufnahme - Murrtal-Arena Backnang

© GOLDBECK Süd GmbH

Ansicht Ost - Murrtal-Arena Backnang

© GOLDBECK Süd GmbH

Perspektive Süd-West - Murrtal-Arena Backnang

© GOLDBECK Süd GmbH

Ansicht Süd - Murrtal-Arena Backnang

© GOLDBECK Süd GmbH

Perspektive Nord-Ost - Murrtal-Arena Backnang

© GOLDBECK Süd GmbH

Innenraum Spielfeld - Murrtal-Arena Backnang

© GOLDBECK Süd GmbH

Innenraum - Murrtal-Arena Backnang

© GOLDBECK Süd GmbH

Nachtaufnahme Eingangsbereich - Murrtal-Arena Backnang

© GOLDBECK Süd GmbH

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: GOLDBECK Süd GmbH

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Jahnstraße 15, 71522 Backnang, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

11.2024

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Totalunternehmer

GOLDBECK Süd GmbH NL Büro- und Schulgebäude

Schelmenwasenstr. 14

70567 Stuttgart

Deutschland

Tel. +49 711 880255-0

Architekt/Planer

GOLDBECK Süd GmbH NL Büro- und Schulgebäude

Schelmenwasenstr. 14

70567 Stuttgart

Deutschland

Tel. +49 711 880255-285

jasmin.berger-plach@goldbeck.de

Verwendete Produkte

Gebäudedaten

Bauweise

Holzhybridbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

29.000 m³

 

Bruttogrundfläche

4.670 m²

 

Nutzfläche

2.870 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Der Neubau der MURRTAL-ARENA ersetzt die über 50 Jahre alte Karl-Euerle-Halle auf der Maubacher Höhe in Backnang. Mangelnde Sportflächen, fehlende Barrierefreiheit sowie der Allgemeinzustand der alten Sporthalle erforderten eine Modernisierung. Ein Ersatzneubau wurde als wirtschaftlichste Lösung identifiziert. Im November 2024 wurde der Neubau der Vierfeldsporthalle für Schul- und Vereinssport in einem feierlichen Festakt termingerecht und schlüsselfertig an die Stadt Backnang übergeben.
Mit einem klaren und monolithischen Baukörper bildet die MURRTAL-ARENA den Abschluss des bestehenden Schulcampus in Richtung Norden. Durch die städtebauliche Anordnung eröffnet sich eine abwechslungsreiche und kommunikative Raumstruktur, die die unterschiedlichen Funktionen der umliegenden Gebäude miteinander verknüpft und die Interaktivität zwischen den Schülern und Schülerinnen ermöglicht und fördert. Das homogene Fassadenbild fügt sich harmonisch in die Umgebung ein und setzt einen bewussten Kontrast zum farbenfroh gewachsenen Schulcampus.

Durch die topografischen Voraussetzungen des Grundstücks wird die Halle auf drei Ebenen erschlossen. Grünbereiche, Wegeführungen sowie Treppenanlagen mit Sitzmöglichkeiten und unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten flankieren das Gebäude und unterstreichen den kommunikativen Charakter auch in der Vertikalen.
Das Nutzungskonzept der MURRTAL-ARENA ist an die Hanglage angepasst. Jede der drei Erschließungsebenen stellt eine barrierefreie Erschließung sicher und ist einer spezifischen Funktion zugeordnet. Der öffentliche Funktionsbereich findet in der obersten Ebene statt. Ein markanter Windfang dient der Adressbildung und leitet Besucher gezielt ins Innere des Gebäudes. Angegliedert an das großzügige Foyer bieten Tribünenplätze Platz für Zuschauer. Ein filigranes, deckenhoch gespanntes Edelstahlnetz, das auch der Absturzsicherung dient, ermöglicht von den Stehplätzen vor der Ausgabe der Cateringküche eine ungehinderte Sicht auf das Spielfeld. Die Fassade öffnet sich zum Außenraum im Süden sowie zur Dachterrasse im Norden mit großzügigen Glasflächen. Licht, Außenraum und Sporterlebnis fließen nahtlos ineinander über.

Die vierteilbare Halle ist für eine Vielzahl von Schulsportarten robust und langlebig ausgestattet. An der Hallendecke sind Multischaukelanlagen und hochziehbare Basketballkörbe installiert. An den Wänden auf der Westseite befinden sich Kletterstangen, ein Action-Center und ein Multi-Motion-Center. Für Basketball, Handball, Volleyball und Badminton sind Spielfeldmarkierungen und mobile Sportgeräte sowie eine Schutznetzanlage vorgesehen. Der Boden ist mit Befestigungshülsen für mobile Geräte ausgestattet.
Im Halleninnenraum stehen das naturbelassene Holztragwerk sowie weitere warme Holzoberflächen auf der Tribüne und an der Prallwand in einem starken, spannungsvollen Kontrast zu Sichtbetonflächen und Fliesenböden. Einen besonderen Farbakzent setzen die dunklen Tribünensitzstufen sowie der in poppigem Blau gewählte flächenelastische Sportboden als Herzstück der Sporthalle.

Beschreibung der Besonderheiten

Das gesamte Gebäudevolumen ist mit einem Aluminium-Kantblech überzogen. Über den Lochfenstern ist das Kantblech perforiert, so dass die klare Gebäudekubatur erhalten bleibt. Der helle, warme Gelb-Grau-Ton fügt sich harmonisch und ruhig in die Umgebung ein und wirkt modern als auch zeitlos in seiner Erscheinung. Gezielte Rücksprünge gliedern den Baukörper funktional. Die Organisation des Gebäudes auf mehreren Ebenen lässt sich durch horizontal abgesetzte Fugenbleche ablesen. Je nach Sonneneinstrahlung wird die Fassade durch das Spiel von Licht und Schatten und Spiegelwirkungen zum dynamischen Spannungsfeld.

Die Perforierung der Kantbleche macht die Fassade als gestalterisches Element auch im Innenraum erlebbar. Es entstehen nicht nur interessante Ein- und Durchblicke, sondern auch eine besondere atmosphärische Situation in den entsprechenden Räumlichkeiten. Im Gegensatz zur für die Öffentlichkeit großzügig transparent gestalteten Zuschauerebene unterstreicht die zunehmende Verwendung von perforierten Kantblechen in den unteren Ebenen den zunehmend privaten Charakter. Die gewählte Architektursprache funktioniert für beide sich überlagernde Nutzungen – für den Schulbetrieb sowie für den Vereinssport mit abendlichen Ligaspielen.

Die MURRTAL-ARENA ist neue Heimspielstätte des ansässigen HC Oppenweiler/ Backnang. Seit Eröffnung werden Handballspiele der aktuell dritten Bundesliga auf einem hohen Level in der MURRTAL-ARENA ausgetragen. Als Veranstaltungshalle bietet die Arena Platz für 1.400 Zuschauer, darunter feste Sitzplätze sowie Plätze auf Teleskoptribünen, ergänzt durch Stehplätze und weitere Sitzplätze auf Miettribünen.
Die Fassade wird durch die Transluzenz der perforierten Aluminium-Kantbleche gerade in den Abendstunden lebendig. Das Lichtkonzept sieht außerdem Lichtkanäle in den Deckenbereichen der Fassadenrücksprünge vor. Diese gliedern und akzentuieren die Eingangsbereiche nicht nur bei Dunkelheit, sondern unterstützen das Konzept der Leitung und Führung von Besucherströmen bei Veranstaltungen. Die Lichtkanäle sind in der Farbwahl flexibel steuerbar. Bei Heimspielen des HC Oppenweiler/ Backnang erstrahlt die Arena angelehnt an die Vereinsfarbe in grün.

Die Beteiligung der Schulen und Vereine sowie die Integrierung aller spezifischer Belange war ein fester und elementarer Bestandteil in allen Planungsprozessen. Für die zahlreichen, mitgliedstarken Vereine (darunter z.B. Turnen, Tanzsport und Judo) wurden zukunftsfähige Voraussetzungen für den Turn- und Übungsbetrieb geschaffen. Die MURRTAL-ARENA setzt abseits der Landeshauptstadt nicht nur für die Sportstadt Backnang, sondern für die ganze Region zukunftsweisende Impulse.
 

Nachhaltigkeit

Die Murrtal-Arena vereint ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Effizienz und sozialen Mehrwert zu einer zukunftsweisenden Lösung. Ziel ist es, durch herausragende ökologische, ökonomische und soziokulturelle Qualitäten die langfristige Nutzung und Anpassungsfähigkeit der Halle zu sichern.

Ökologische Exzellenz:​ Durch eine innovative Kombination aus Ortbeton und vorgefertigten Bauelementen werden Materialeinsatz und CO₂-Emissionen reduziert. Diese Bauteile sind am Ende ihres Lebenszyklus größtenteils wiederverwendbar. Zusätzlich wurde eine optimierte Betonrezeptur mit CO₂-reduziertem Zement sowie anteilig RC-Beton verwendet. Die hinterlüftete Metallfassade ist nicht nur langlebig und wartungsarm, sondern auch vollständig recyclingfähig. Holzbauteile in der Dachkonstruktion verbessern die Ökobilanz erheblich. Die Murrtal-Arena überzeugt durch einen emissionsarmen und effizienten Betrieb, unterstützt durch eine verlustarme Gebäudehülle und effiziente Anlagentechnik. Ein bereits vorhandenes Blockheizkraftwerk sorgt für die Heizwärmeversorgung, während eine mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung Wärmeverluste minimiert. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach optimiert den Eigenverbrauch und die Dachbegrünung schafft wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere, unterstützt die Regenrückhaltung und erzeugt durch adiabate Verdunstung einen kühlenden Effekt.

Ökonomische Vorteile:​ Die anteilig angewandte Systembauweise wirkt sich positiv auf die wirtschaftliche Performance der Immobilie aus. Durch den reduzierten Materialeinsatz und die Vorfertigung mit anschließender Montage auf der Baustelle konnten deutliche Zeit- und Kostenvorteile sowie höchste bauliche Qualität erzielt werden. Diese Bauweise ermöglicht eine hohe Flächeneffizienz und schafft Flexibilität hinsichtlich Umnutzungsmöglichkeiten, was den Werterhalt der Immobilie stärkt.

Soziokulturelle Leistungen:​ Die hohe Aufenthaltsqualität der Murrtal-Arena trägt wesentlich zu ihrem Werterhalt bei. Die Materialien wurden sorgfältig nach gestalterischen und funktionalen Eigenschaften ausgewählt. Eine Bodenflächenheizung in einem Großteil der Räumlichkeiten sorgt für thermische Behaglichkeit bei hoher Energieeffizienz. Das durchdachte Lüftungskonzept gewährleistet eine konstant hohe Raumluftqualität und verhindert im Sommer eine Überhitzung der Halle. Die barrierefreie Gestaltung des Innen- und Außenbereichs ermöglicht Menschen mit Behinderungen eine uneingeschränkte Nutzung der Anlage. Die individuelle Beleuchtungsplanung schafft eine ausgewogene Mischung aus natürlichem und künstlichem Licht ohne Blendwirkung.
 

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