Architekturobjekte


Multikulturelle Centrum Templin

17268 Templin, Prenzlauer Allee 6

Ein Referenzprojekt von SAINT-GOBAIN RIGIPS

Das Multikulturelle Centrum in Templin ist seit vielen Jahrzehnten ein Ort fĂŒr kulturelle Angebote der brandenburgischen Stadt. 2016 entschieden sich Betreiber und Stadtvertreter fĂŒr eine grundlegende Sanierung des GebĂ€udes - Multikulturelle Centrum Templin

© Multikulturelles Centrum Templin e.V.

Nach einer Modernisierung im Jahr 1993 prĂ€sentierte sich das GebĂ€udeinnere vor allem nĂŒchtern und funktional. - Multikulturelle Centrum Templin

© Multikulturelles Centrum Templin e.V.

Unter den dort vorgesehen LĂŒftungsauslĂ€ssen sollte eine um 45 Grad geneigte Abtreppung aus sechs Feldern „Rigidur H“-Gipsfaserplatten auf einer Breite von 885 mm zwischen 300 und 600 mm tief abgehĂ€ngt werden - Multikulturelle Centrum Templin

© Möbel-Damm GmbH

Der große Veranstaltungssaal des MKC im neuen Antlitz - Multikulturelle Centrum Templin

© Möbel-Damm GmbH

Alle fĂŒnf Deckenfelder erhielten anschließend zusĂ€tzlich noch eine umlaufende Lichtvoute aus vorgefertigten Formteilen. - Multikulturelle Centrum Templin

© Möbel-Damm GmbH

Mit der darin verborgenen indirekten LED-Beleuchtung lassen sich sÀmtliche RGB-Farben und somit unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugen. - Multikulturelle Centrum Templin

© Möbel-Damm GmbH

Mit der darin verborgenen indirekten LED-Beleuchtung lassen sich sÀmtliche RGB-Farben und somit unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugen. - Multikulturelle Centrum Templin

© Möbel-Damm GmbH

Mit der darin verborgenen indirekten LED-Beleuchtung lassen sich sÀmtliche RGB-Farben und somit unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugen. - Multikulturelle Centrum Templin

© Möbel-Damm GmbH

Das Licht- und Farbspiel erforderte höchste Sorgfalt bei der OberflÀchenbehandlung. - Multikulturelle Centrum Templin

© Möbel-Damm GmbH

Das Licht- und Farbspiel erforderte höchste Sorgfalt bei der OberflÀchenbehandlung. - Multikulturelle Centrum Templin

© Möbel-Damm GmbH

Ein Referenzprojekt von SAINT-GOBAIN RIGIPS

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Prenzlauer Allee 6, 17268 Templin, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

01.2017

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

olaf beckert architektur + denkmalpflege

Schwedter Str. 68

17291 Prenzlau

Deutschland

Tel. +49 3984 7190-0

mail@beckert-architekur.de

Bauleistung: Trockenbau

Möbel-Damm GmbH Tischlerei & Trockenbau

Am Lindenberg 25

17268 Templin

Deutschland

Tel. 03987 7272

Verwendete Produkte

SAINT-GOBAIN RIGIPS

Trockenbau

Trockener Innenausbau bei gewerblichen und öffentlichen Bauvorhaben

Beschreibung

Objektbeschreibung

Das Multikulturelle Centrum in Templin, von den BĂŒrgern nur kurz „MKC“ genannt, ist seit vielen Jahrzehnten ein Ort der Kultur in der brandenburgischen Stadt. Bereits 1913 fanden hier die ersten FilmvorfĂŒhrungen statt und bis heute wird der rund 210 m2 große Hauptsaal des GebĂ€udes als Kino genutzt. 1993 wurde das MKC zwar modernisiert, 2016 entschieden sich Betreiber und Stadtvertreter aber fĂŒr eine grundlegende Sanierung, um Besuchern auch zukĂŒnftig ein zeitgemĂ€ĂŸes Kino- und Ausgeherlebnis im MKC bieten zu können. Zu Beginn standen die energetische Sanierung und die brandschutztechnische ErtĂŒchtigung des GebĂ€udes im Vordergrund der Überlegungen. Doch dank der Ideen des verantwortlichen Architekten Lutz Grabowski vom BĂŒro Olaf Beckert, Architektur + Denkmalpflege und deren hochwertige Umsetzung durch die Trockenbauexperten der Möbel-Damm GmbH aus Templin entwickelte sich das 2017 wiedereröffnete GebĂ€ude auch zum optischen „Augenschmaus“. Eine außergewöhnliche Handwerksleistung wurde hier erbracht, fĂŒr die der Ausbaubetrieb im Rahmen der 11. Rigips Trophy 2017 I 2018 mit der bronzenen TrophĂ€e in der Wettbewerbskategorie Trockenbau ausgezeichnet wurde.
 
Um 1910 eröffnete das Hotel-Restaurant „Seebad“ mit eigenem Kursaal in der Prenzlauer Allee 6 am Ufer des Templiner Stadtsees: die „Geburtsstunde“ des MKC. WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges teilweise zerstört, wurden das GebĂ€ude nach Kriegsende wieder auf- und Teile des Hauses zu einem privaten Kino umgebaut. Nach der letzten Modernisierung 1993 prĂ€sentierte sich sein Inneres vor allem nĂŒchtern-funktional, auf jeden Fall nicht unbedingt optisch aufsehenerregend.
 
„Der große Saal im MKC hatte eine abgehĂ€ngte, glatte Gipskartondecke mit zahlreichen Öffnungen fĂŒr die alte LĂŒftungsanlage. Bei unserer ersten Bestandsaufnahme öffneten wir diese Unterdecke und konnten die ursprĂŒngliche Decke aus dem Jahr 1913 erkennen. Diese hatte zwar auch eine glatte OberflĂ€che, verfĂŒgte jedoch ĂŒber umlaufende Vouten zu den aufgehenden WĂ€nden mit einem Radius von circa 500 mm. Ebenfalls waren bereits im Bestand Wandpfeiler im Bereich der Emporen vorzufinden, die das sich nach oben verjĂŒngende Mauerwerk stabilisierten. Aus diesen Raummerkmalen entwickelten wir das heutige Erscheinungsbild des Saales“, erlĂ€utert Architekt Lutz Grabowski die HintergrĂŒnde der Sanierung und der neuen Gestaltung. Kompetente Partner fĂŒr die Umsetzung seiner Ideen fand er in Trockenbauprofi Detlef Damm und dessen Mitarbeitern.
 
Brandschutztechnische ErtĂŒchtigung machte den Anfang
In neun Monaten Bauzeit schuf das Team von Möbel-Damm einen Veranstaltungssaal, der Augen und Ohren erfreut. Den Anfang machte jedoch der Brandschutz: „ZunĂ€chst mussten im Keller des MKC einige StahltrĂ€ger und die Untergurte der Kappendecke auf F 90-A-QualitĂ€t gebracht werden. HierfĂŒr haben wir diese mit 25 mm starken, vliesarmierten ,Glasroc F’-Feuerschutzplatten bekleidet. Anschließend haben wir uns dann dem Brandschutz im großen Saal gewidmet“, berichtet Detlef Damm.
 
Nach der Demontage der alten Unterdecke und der darĂŒber befindlichen historischen Rohrputzdecke befestigte das Ausbauteam zunĂ€chst eine Holzunterkonstruktion an einer neuen Holzschalung, die wiederum an den Untergurten der Dachbinder montiert war. Die rund 226 m2 große DeckenflĂ€che wurde anschließend mit zwei Lagen (200 mm + 60 mm) nichtbrennbarer Mineralwolle („ISOVER Integra ZKF 1-032“) gedĂ€mmt und anschließend zweilagig mit „Rigips Feuerschutzplatten RF“ (12,5 mm) gemĂ€ĂŸ Rigips-System DA41RF beplankt. DarĂŒber hinaus wurden zwei Schachtentrauchungen im Saal und auf der BĂŒhne durch SchachtwĂ€nde inklusive WĂ€rmedĂ€mmung hergestellt. „Mit der neuen Deckenkonstruktion in F 30-B wurde dem Saal zum einen seine ursprĂŒngliche Deckenhöhe von rund sieben Metern zurĂŒckgegeben. Immerhin ist das ein ganzer Meter mehr als vorher. Zum anderen bildet die Brandschutzdecke eine solide Basis fĂŒr alle weiteren Maßnahmen, die das Erscheinungsbild des neuen MKC nachhaltig prĂ€gen sollten“, so Detlef Damm.
 
Untergurte und geschwungene ÜbergĂ€nge als raumprĂ€gende Stilelemente
Die bislang durchgĂ€ngig glatte Brandschutzdecke wurde in einem nĂ€chsten Schritt in fĂŒnf Felder gegliedert. Hierzu wurden Untergurte (530 x 530 mm) aus verzinkten Stahlblechprofilen erstellt und dreiseitig mit „Rigidur H“-Gipsfaserplatten beplankt. Die ÜbergĂ€nge zwischen Untergurten und Deckenfeldern wurden als Viertelschale mit einem Radius von 1.300 mm gestaltet und mittels höhenversetzter Metall-Unterkonstruktion befestigt. „Die Untergurte laufen an beiden Saalseiten auf jeweils einen gerundeten Unterzug aus. Die insgesamt zehn gerundeten Auflager wurden als Zierelemente aus zwei Lagen biegsamer ,Rigips GK-Form’-Platten mit einem Radius von 240 mm erstellt. Alle fĂŒnf Deckenfelder erhielten anschließend zusĂ€tzlich noch eine umlaufende Lichtvoute aus vorgefertigten Formteilen. Mit der darin verborgenen indirekten LED-Beleuchtung lassen sich alle RGB-Farben und somit unterschiedliche Lichtstimmungen im gesamten Saal erzeugen“, erklĂ€rt Detlef Damm.
 
Und auch in den Emporen wurden die geschwungenen Formen konstruktiv aufgegriffen: An den LĂ€ngswĂ€nden des Saals laufen die gegebenen fĂŒnf Emporenfelder wiederum mit einer Viertelschale aus gebogenen Formteilen in einem Radius von 525 mm aus. Hinter diesen gebogenen Formteilen verbergen sich sĂ€mtliche LĂŒftungs- und Elektroinstallationen. Die LuftauslĂ€sse der neuen BelĂŒftungsanlage finden sich in den rund 1.300 mm tief abgehĂ€ngten Deckenfeldern der Empore, die eine Beplankung aus raumakustisch wirksamen und luftreinigenden „Rigitone Air 12-20/66“-Platten erhielten.
 
FĂŒr die BrĂŒstung der Empore wurden ebenfalls spezielle Formteile in der hauseigenen Werkstatt der Möbel-Damm GmbH erstellt. HierfĂŒr wurde eine Unterkonstruktion aus plattenförmiger Spantenkonstruktion mit lĂ€ngs durchgehenden CD-Deckenprofilen und darauf befestigtem Formelement mit zwei Lagen „Rigips GK-Form“ beplankt.
 
Abgetreppte Bekleidung ĂŒber der BĂŒhne
Über der BĂŒhne mussten die Trockenbauprofis um Detlef Damm noch eine weitere Sonderkonstruktion erstellen. Unter den dort vorgesehen LĂŒftungsauslĂ€ssen sollte eine um 45 Grad  geneigte Abtreppung aus sechs Feldern auf einer Breite von 885 mm zwischen 300 und 600 mm tief abgehĂ€ngt werden. „HierfĂŒr haben wir zunĂ€chst eine entsprechend abgetreppte Unterkonstruktion aus CD 60/27-05-Pofilen erstellt. Die einzelnen Plattenfelder wurden dann exakt aus ,Rigidur H’-Gipsfaserplatten auf die benötigte Breite von 190 mm zugeschnitten und mit der Unterkonstruktion verschraubt.“
 
Technisch weniger komplex, aber fĂŒr das neue Erscheinungsbild des gesamten MKC nicht minder wichtig, waren die Arbeiten des Ausbauteams in den Foyer-, Gastronomie- und SanitĂ€rbereichen: Dort wurden unter anderem abgehĂ€ngte Decken mit Lochplattenfeldern und diverse Vorsatzschalen montiert. SĂ€mtliche ungelochten FlĂ€chen sind abschließend in Q3-QualitĂ€t gespachtelt worden.
 
Vom Zweckbau zur Augenweide
FĂŒr die Fachjury der 11. Rigips Trophy 2017 I 2018 machten vor allem die hohe QualitĂ€t von Gestaltung und AusfĂŒhrung das Sanierungsobjekt MKC zu einem preiswĂŒrdigen Wettbewerbsbeitrag. Viele konstruktive Details, die heute unter anderem hinter den großen DeckenunterzĂŒgen verborgen sind, tragen dazu bei, dass sich das Raumambiente als Ganzes entscheidend verĂ€ndert hat und das MKC optisch deutlich aufgewertet wurde. Oder wie es Jury-Pate Univ. Prof. Dr.-Ing. Karsten Tichelmann in seiner Laudatio zur Preisverleihung formulierte: Detlef Damm und seine Mitarbeiter haben wesentlich dazu beigetragen, dass aus dem sprichwörtlichen „hĂ€sslichen Entlein“ wieder ein „stolzer Schwan“ geworden ist.

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