Multikulturelle Centrum Templin
17268 Templin, Prenzlauer Allee 6
Ein Referenzprojekt von SAINT-GOBAIN RIGIPS
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Prenzlauer Allee 6, 17268 Templin, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der BaumaĂnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
01.2017
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
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Um 1910 eröffnete das Hotel-Restaurant âSeebadâ mit eigenem Kursaal in der Prenzlauer Allee 6 am Ufer des Templiner Stadtsees: die âGeburtsstundeâ des MKC. WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges teilweise zerstört, wurden das GebĂ€ude nach Kriegsende wieder auf- und Teile des Hauses zu einem privaten Kino umgebaut. Nach der letzten Modernisierung 1993 prĂ€sentierte sich sein Inneres vor allem nĂŒchtern-funktional, auf jeden Fall nicht unbedingt optisch aufsehenerregend.
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âDer groĂe Saal im MKC hatte eine abgehĂ€ngte, glatte Gipskartondecke mit zahlreichen Ăffnungen fĂŒr die alte LĂŒftungsanlage. Bei unserer ersten Bestandsaufnahme öffneten wir diese Unterdecke und konnten die ursprĂŒngliche Decke aus dem Jahr 1913 erkennen. Diese hatte zwar auch eine glatte OberflĂ€che, verfĂŒgte jedoch ĂŒber umlaufende Vouten zu den aufgehenden WĂ€nden mit einem Radius von circa 500 mm. Ebenfalls waren bereits im Bestand Wandpfeiler im Bereich der Emporen vorzufinden, die das sich nach oben verjĂŒngende Mauerwerk stabilisierten. Aus diesen Raummerkmalen entwickelten wir das heutige Erscheinungsbild des Saalesâ, erlĂ€utert Architekt Lutz Grabowski die HintergrĂŒnde der Sanierung und der neuen Gestaltung. Kompetente Partner fĂŒr die Umsetzung seiner Ideen fand er in Trockenbauprofi Detlef Damm und dessen Mitarbeitern.
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Brandschutztechnische ErtĂŒchtigung machte den Anfang
In neun Monaten Bauzeit schuf das Team von Möbel-Damm einen Veranstaltungssaal, der Augen und Ohren erfreut. Den Anfang machte jedoch der Brandschutz: âZunĂ€chst mussten im Keller des MKC einige StahltrĂ€ger und die Untergurte der Kappendecke auf F 90-A-QualitĂ€t gebracht werden. HierfĂŒr haben wir diese mit 25 mm starken, vliesarmierten ,Glasroc Fâ-Feuerschutzplatten bekleidet. AnschlieĂend haben wir uns dann dem Brandschutz im groĂen Saal gewidmetâ, berichtet Detlef Damm.
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Nach der Demontage der alten Unterdecke und der darĂŒber befindlichen historischen Rohrputzdecke befestigte das Ausbauteam zunĂ€chst eine Holzunterkonstruktion an einer neuen Holzschalung, die wiederum an den Untergurten der Dachbinder montiert war. Die rund 226 m2 groĂe DeckenflĂ€che wurde anschlieĂend mit zwei Lagen (200 mm + 60 mm) nichtbrennbarer Mineralwolle (âISOVER Integra ZKF 1-032â) gedĂ€mmt und anschlieĂend zweilagig mit âRigips Feuerschutzplatten RFâ (12,5 mm) gemÀà Rigips-System DA41RF beplankt. DarĂŒber hinaus wurden zwei Schachtentrauchungen im Saal und auf der BĂŒhne durch SchachtwĂ€nde inklusive WĂ€rmedĂ€mmung hergestellt. âMit der neuen Deckenkonstruktion in F 30-B wurde dem Saal zum einen seine ursprĂŒngliche Deckenhöhe von rund sieben Metern zurĂŒckgegeben. Immerhin ist das ein ganzer Meter mehr als vorher. Zum anderen bildet die Brandschutzdecke eine solide Basis fĂŒr alle weiteren MaĂnahmen, die das Erscheinungsbild des neuen MKC nachhaltig prĂ€gen solltenâ, so Detlef Damm.
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Untergurte und geschwungene ĂbergĂ€nge als raumprĂ€gende Stilelemente
Die bislang durchgĂ€ngig glatte Brandschutzdecke wurde in einem nĂ€chsten Schritt in fĂŒnf Felder gegliedert. Hierzu wurden Untergurte (530 x 530 mm) aus verzinkten Stahlblechprofilen erstellt und dreiseitig mit âRigidur Hâ-Gipsfaserplatten beplankt. Die ĂbergĂ€nge zwischen Untergurten und Deckenfeldern wurden als Viertelschale mit einem Radius von 1.300 mm gestaltet und mittels höhenversetzter Metall-Unterkonstruktion befestigt. âDie Untergurte laufen an beiden Saalseiten auf jeweils einen gerundeten Unterzug aus. Die insgesamt zehn gerundeten Auflager wurden als Zierelemente aus zwei Lagen biegsamer ,Rigips GK-Formâ-Platten mit einem Radius von 240 mm erstellt. Alle fĂŒnf Deckenfelder erhielten anschlieĂend zusĂ€tzlich noch eine umlaufende Lichtvoute aus vorgefertigten Formteilen. Mit der darin verborgenen indirekten LED-Beleuchtung lassen sich alle RGB-Farben und somit unterschiedliche Lichtstimmungen im gesamten Saal erzeugenâ, erklĂ€rt Detlef Damm.
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Und auch in den Emporen wurden die geschwungenen Formen konstruktiv aufgegriffen: An den LĂ€ngswĂ€nden des Saals laufen die gegebenen fĂŒnf Emporenfelder wiederum mit einer Viertelschale aus gebogenen Formteilen in einem Radius von 525 mm aus. Hinter diesen gebogenen Formteilen verbergen sich sĂ€mtliche LĂŒftungs- und Elektroinstallationen. Die LuftauslĂ€sse der neuen BelĂŒftungsanlage finden sich in den rund 1.300 mm tief abgehĂ€ngten Deckenfeldern der Empore, die eine Beplankung aus raumakustisch wirksamen und luftreinigenden âRigitone Air 12-20/66â-Platten erhielten.
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FĂŒr die BrĂŒstung der Empore wurden ebenfalls spezielle Formteile in der hauseigenen Werkstatt der Möbel-Damm GmbH erstellt. HierfĂŒr wurde eine Unterkonstruktion aus plattenförmiger Spantenkonstruktion mit lĂ€ngs durchgehenden CD-Deckenprofilen und darauf befestigtem Formelement mit zwei Lagen âRigips GK-Formâ beplankt.
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Abgetreppte Bekleidung ĂŒber der BĂŒhne
Ăber der BĂŒhne mussten die Trockenbauprofis um Detlef Damm noch eine weitere Sonderkonstruktion erstellen. Unter den dort vorgesehen LĂŒftungsauslĂ€ssen sollte eine um 45 Grad geneigte Abtreppung aus sechs Feldern auf einer Breite von 885 mm zwischen 300 und 600 mm tief abgehĂ€ngt werden. âHierfĂŒr haben wir zunĂ€chst eine entsprechend abgetreppte Unterkonstruktion aus CD 60/27-05-Pofilen erstellt. Die einzelnen Plattenfelder wurden dann exakt aus ,Rigidur Hâ-Gipsfaserplatten auf die benötigte Breite von 190 mm zugeschnitten und mit der Unterkonstruktion verschraubt.â
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Technisch weniger komplex, aber fĂŒr das neue Erscheinungsbild des gesamten MKC nicht minder wichtig, waren die Arbeiten des Ausbauteams in den Foyer-, Gastronomie- und SanitĂ€rbereichen: Dort wurden unter anderem abgehĂ€ngte Decken mit Lochplattenfeldern und diverse Vorsatzschalen montiert. SĂ€mtliche ungelochten FlĂ€chen sind abschlieĂend in Q3-QualitĂ€t gespachtelt worden.
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Vom Zweckbau zur Augenweide
FĂŒr die Fachjury der 11. Rigips Trophy 2017 I 2018 machten vor allem die hohe QualitĂ€t von Gestaltung und AusfĂŒhrung das Sanierungsobjekt MKC zu einem preiswĂŒrdigen Wettbewerbsbeitrag. Viele konstruktive Details, die heute unter anderem hinter den groĂen DeckenunterzĂŒgen verborgen sind, tragen dazu bei, dass sich das Raumambiente als Ganzes entscheidend verĂ€ndert hat und das MKC optisch deutlich aufgewertet wurde. Oder wie es Jury-Pate Univ. Prof. Dr.-Ing. Karsten Tichelmann in seiner Laudatio zur Preisverleihung formulierte: Detlef Damm und seine Mitarbeiter haben wesentlich dazu beigetragen, dass aus dem sprichwörtlichen âhĂ€sslichen Entleinâ wieder ein âstolzer Schwanâ geworden ist.
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