Architekturobjekte
âmitteNgrĂŒnâ Wohn- und GeschĂ€ftshĂ€user NikolaistraĂe Hannover
30159 Hannover, Nikolaistr. 5
Ein Referenzprojekt von Carl Stahl ARC
Ein Referenzprojekt von Carl Stahl ARC
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Nikolaistr. 5, 30159 Hannover, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der BaumaĂnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
02.2023
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Ziel des Projekts war es, trotz begrenzter FlĂ€che einen urbanen RĂŒckzugsort zu schaffen, der sowohl AufenthaltsqualitĂ€t als auch einen ökologischen Mehrwert bietet. Der Innenhof dient als Raum fĂŒr soziale Interaktion mit Möglichkeiten fĂŒr individuelle Erholung. Die Gestaltung umfasst Bereiche mit hoher Vegetationsdichte, Entspannungszonen sowie Spielmöglichkeiten und integriert gleichzeitig funktionale Aspekte wie die Ăberdeckung einer darunterliegenden Tiefgarage und die Bereitstellung eines Fluchtweges fĂŒr die angrenzenden Wohnungen.
Die Freianlagenplanung orientierte sich an den GebĂ€udekubaturen, die von Sabo Architekten entwickelt wurden. Die charakteristische Rautenform, abgeleitet aus der Balkongestaltung, unterteilt den Innenhof in befestigte FlĂ€chen und bepflanzte Zonen. Innovative BegrĂŒnungstechniken wurden gezielt eingesetzt, um den spezifischen Herausforderungen des stark verdichteten urbanen Standorts zu begegnen. Eine Kombination aus vertikalen BegrĂŒnungen mit MooswĂ€nden, hochrankenden Pflanzen wie Pfeifenwinden und Wildem Wein sowie immergrĂŒnen, schattenvertrĂ€glichen GrĂ€sern und Farnen wurde verwendet, um Ă€sthetische und ökologische Funktionen zu vereinen. ErgĂ€nzt wird dies durch Hortensien und FrĂŒhblĂŒher, die eine BlĂŒtenpracht von FrĂŒhling bis Herbst sicherstellen.
Ein zentrales Gestaltungselement sind Traversen, die an ausgewĂ€hlten Punkten installiert wurden und als Rankhilfen fĂŒr Kletterpflanzen dienen. Diese BegrĂŒnung erstreckt sich ĂŒber die verschiedenen Ebenen des Innenhofs. Zur Verbesserung des Mikroklimas wurden in die Traversenstruktur integrierte NebeldĂŒsen eingebaut. Gleichzeitig fördert das Projekt die BiodiversitĂ€t, indem es durch ein groĂzĂŒgiges Insektenhotel lokale Insektenarten, insbesondere Bienen, anzieht und mit speziell abgestimmten Pflanzen unterstĂŒtzt.
Die Sicherheit der Konstruktion wurde durch eine Seilverspannung der Traversen auf einer Höhe von 8,5 Metern gegen Windlasten gewĂ€hrleistet. Die Bepflanzung erfolgte im MĂ€rz 2023 und die Entwicklung des vertikalen GrĂŒns zeigt bereits erste beeindruckende Ergebnisse. ErgĂ€nzend wurde auf den obersten DachflĂ€chen der Wohn- und GeschĂ€ftshĂ€user eine extensive BegrĂŒnung mit Sedum-Pflanzen angelegt, die nicht nur zur Verbesserung des Mikroklimas beitrĂ€gt, sondern auch ein effizientes Regenwassermanagement unterstĂŒtzt.
Durch den Einsatz eines ausgeklĂŒgelten BewĂ€sserungssystems, das den Aufwand minimiert und eine effektive Versorgung gewĂ€hrleistet, gelingt es, die BegrĂŒnung langfristig zu erhalten. Dieses System trĂ€gt wesentlich zur Anpassung an klimatische VerĂ€nderungen bei, indem es die stĂ€dtische Hitze reduziert und eine natĂŒrliche EntwĂ€sserung fördert.
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