Nominiert für die Shortlist der Jury 2025
Mit neuer Dämmbauweise zum Plusenergie-Passivhaus
01561 Lampertswalde, Auf Anfrage
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: isolux Bausysteme
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Auf Anfrage, 01561 Lampertswalde, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
06.2023
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Sonstige
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
595 m³
Bruttogrundfläche
284 m²
Nutzfläche
307 m²
Wohnfläche
235 m²
Grundstücksgröße
3.000 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
220.000 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
380.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die Kostenreduzierung ergibt sich neben den niedrigen Material- und Arbeitskosten der Außenwand auch durch den konsequenten Trockenbau im Innenbereich mit vereinfachten Installationen, automatisiert vorgefertigten Baukastenelementen, kompakt dimensionierter steckerfertiger Haustechnik und der hohen Anpassungsfähigkeit des Systems an individuelle Kundenwünsche ohne Gewerkeüberschneidungen. Neue Systeme müssen jedoch ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen – und als Planer und Entwickler freut man sich über aufgeschlossene Bauherren.
Die Bauherrin plante den Teilrückbau und Ersatzneubau einer ehemaligen Wassermühle als hochwertiges Wohnobjekt mit großzügigen Fensterflächen. Wir konnten sie dafür gewinnen, dieses Projekt als Musterhaus für die neue Bauweise umzusetzen.
Der Gebäudeabschnitt des ehemals technischen Teils der Mühle ist durch eine durchgehende Brandwand getrennt, sodass der abzubrechende Bereich senkrecht abgetrennt werden konnte, ohne in die Statik des Bestands einzugreifen. Aufgrund mehrerer früherer Umbauten, vor allem aber wegen defekter Horizontalsperren mit erheblicher Schimmelbildung, war ein Neubau aus wirtschaftlicher Sicht die sinnvollste Lösung. Dieser liegt nun oberhalb des Teichniveaus. Der Wasserspiegel des unmittelbar vorgelagerten Mühlteichs befindet sich etwa 1,00 m oberhalb des Erdgeschossniveaus des Bestandsgebäudes. Die Teichmühle liegt im Außenbereich; daher durfte gemäß Baugenehmigung ausschließlich die bereits bebaute Grundfläche erneut bebaut und nur als eine Wohneinheit genutzt werden.
Der Ersatzneubau verfügt als architektonisches Highlight über eine Einscheiben-Großverglasung von 3,20 m × 5,10 m über zwei Etagen vor einer Galerie. Die weiteren Südverglasungen sind geschosshoch, bodentief und konsequent wärmebrückenfrei ausgeführt. Der offene Wohncharakter entsteht neben der offenen Wohnküche insbesondere durch Sichtachsen im Erd- und Obergeschoss auf den Teich, ermöglicht durch eine schaltbare Haustürverglasung, eine rahmenlose Ganzglas-Pivot-Tür sowie die Glasbrüstung der Galerie. Schallschutztüren zu den übrigen Räumen gewährleisten die Privatsphäre. Die Küchenzone erhielt zusätzlich eine Wrasenschürze an der Decke, um Kochgerüche zurückzuhalten. Der Küchen- beziehungsweise Esstisch lässt sich bei normaler Bestuhlung von 1,10 m auf 3,60 m ausziehen. Das neue Bausystem tritt optisch nicht in Erscheinung, ermöglicht durch die Trockenbauweise jedoch jederzeit nachträgliche Anpassungen und Eingriffe.
Beschreibung der Besonderheiten
Nachhaltigkeit
Die gewünschten Großverglasungen sind für das Passivhaus-Konzept nicht förderlich, aber an dieser SSW-Seite tolerierbar. Wichtig ist, die unbedingte Möglichkeit der Verschattung, die durch Außen-Raffstoren realisiert wurde. Das Wärmepumpen-Kompaktgerät PKOM4 für Innenaufstellung mit vorgeschaltetem Erdwärmetauscher und mit Lüftungsnacherwärmung stellt neben der Lüftung, Heizung und Warmwasserbereitung auch die Kühlfunktion für den Sommerfall bereit. Allerdings ist das Gerät wegen der max. 1,2 kW Heiz- und Kühlleistung vorrangig für kleinere PH bis 160 qm Wfl. geeignet. Die ggf. im Winter fehlende Heizenergie wird direktelektrisch über örtliche Betonkernaktivierung von Decke und Bodenplatte bereitgestellt; eine FBH ist nicht notwendig. Das System ist sehr träge; die Temperaturen im gesamten Haus ändern sich max. um ein Grad pro Tag; eine Zonierung gibt es nicht.
Die 10 kWp-PV-Anlage auf dem Dach und der 10 kWh-Speicher versorgen das Haus von Ende Februar bis Mitte November völlig autark mit Elektroenergie; und speisen zusätzlich ca. 5500 kWh ins öffentliche Netz ein. Der Gesamtverbrauch im Winter erfordert ca. 2500 kWh aus dem öffentlichen Netz.
Mit der neuen Bautechnologie der Trockenbau-Verbundstützen gelingt es erstmalig, geringste CO2-Emissionen und Ressourcenschutz mit wirtschaftlichem Bauen zu verbinden. Das regenerativ versorgte Plusenergiehaus ist kostenneutral zur üblichen Bauweise und ermöglicht höchsten Wohnkomfort. Das Wand-Rohbau-Bausystem isolux-wall erlaubt die Kombination mit allen Dämmstoffen und Fassaden und den Einsatz im Geschoss-Wohnungsbau
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Strom
Sekundärenergie
Umweltthermie (Luft / Wasser)
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
20,10 kWh/(m²a)
Heizenergieverbrauchswert
11,20 kWh/(m²a)
Weitere Dokumente zum Objekt
Objektdetails
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