Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Medizinisches Forschungszentrum
65205 Wiesbaden-Delkenheim, Berta-Cramer-Ring 30
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: grabowski.spork architektur
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Berta-Cramer-Ring 30, 65205 Wiesbaden-Delkenheim, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
11.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Mauerwerksbau
Tragwerkskonstruktion
Ziegelmauerwerk
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
35.010 m³
Bruttogrundfläche
10.427 m²
Nutzfläche
6.215 m²
Grundstücksgröße
17.104 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Der Haupteingang orientiert sich zu einem Vorplatz am Berta-Cramer-Ring. Eine zentrale Magistrale erschließt die Mietbereiche und gemeinschaftlichen Servicefunktionen. Dem Foyer angegliedert ist ein zweigeschossiger Konferenz- und Veranstaltungsbereich mit Saal für bis zu 200 Personen, flexibel teilbaren Besprechungsräumen und Außenterrasse. Ein Boardinghaus mit sechs Appartements ergänzt das Raumangebot für Forschende und Probanden.
Zwischen den Gebäuderiegeln entstehen begrünte Höfe als Kommunikations- und Arbeitsräume im Freien. Dachterrassen erweitern die Aufenthaltsqualität und fördern den Austausch zwischen den Nutzern.
Das Gebäude folgt einem Low-Tech-Ansatz mit langlebigen Materialien und einer robusten Konstruktion. Monolithische Außen- und Innenwände aus Poroton-Hohlblockziegeln kommen ohne zusätzliche Wärmedämmung aus und schaffen ein angenehmes Raumklima. Große öffenbare Fensterelemente gewährleisten natürliche Belichtung und Lüftung, während integrierter Sonnen- und Blendschutz sowie eine optimierte Fassadengliederung solare Lasten reduzieren. Geothermie, Wärmepumpe, aktivierte Klimafußböden, eine rund 1.000 m² große Photovoltaikanlage sowie Regenwassernutzung ergänzen das ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzept.
Beschreibung der Besonderheiten
Prägend ist der konsequente Low-Tech-Ansatz. Natürliche Belichtung und Lüftung, ein ausgewogenes Verhältnis von Fenster- und Wandflächen sowie langlebige und wartungsarme Materialien reduzieren den technischen Aufwand und den Energiebedarf. Die monolithische Bauweise unterstützt ein gesundes Raumklima und ermöglicht gleichzeitig eine einfache Anpassung und langfristige Nutzung des Gebäudes. So verbindet das Forschungszentrum Flexibilität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu einer zukunftsfähigen Architektur für Forschung und Innovation.
Nachhaltigkeit
Das Energiekonzept kombiniert passive und aktive Maßnahmen. Bodentiefe öffenbare Fenster ermöglichen natürliche Belichtung und Lüftung, während das ausgewogene Verhältnis von Wand- und Fensterflächen solare Lasten reduziert und die Speichermasse des Gebäudes nutzt. Tageslichtabhängige Beleuchtung, aktivierte Klimafußböden, Geothermie über Erdsonden und Wärmepumpen sowie eine rund 1.000 m² große Photovoltaikanlage minimieren den Energiebedarf und decken einen wesentlichen Teil der Gebäudetechnik regenerativ ab. Regenwasser wird in einer Zisterne gesammelt und zur Bewässerung der Grünflächen genutzt. Das Konzept orientiert sich damit bewusst an einer Low-Tech-Strategie: langlebige Konstruktionen, robuste Materialien und einfache technische Systeme schaffen ein nachhaltiges Gebäude, das über seinen gesamten Lebenszyklus flexibel genutzt, wirtschaftlich betrieben und an zukünftige Anforderungen angepasst werden kann.
Auszeichnungen
Tag der Architektur 2006
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Strom
Geothermie
Umweltthermie (Luft / Wasser)
Sekundärenergie
Strom
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
44,20 kWh/(m²a)
Heizenergieverbrauchswert
29,70 kWh/(m²a)
Stromverbrauchswert
4,90 kWh/(m²a)
Objektdetails
Das Objekt im Internet
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