Architekturobjekt 1 von 2.592

Architekturobjekte


Martinskirche Neckargröningen

71686 Remseck am Neckar, Hindenburgstraße 4

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Klaiber + Oettle Architekten und Ingenieure

Ansicht Kirche - Martinskirche Neckargröningen

© Tanja Becker

Mauerwerk / Fassadendetail - Martinskirche Neckargröningen

© Tanja Becker

Chor und Kirchenfenster - Martinskirche Neckargröningen

© Tanja Becker

Außenbereich - Martinskirche Neckargröningen

© Tanja Becker

Taube - Martinskirche Neckargröningen

© Tanja Becker

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Klaiber + Oettle Architekten und Ingenieure

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Hindenburgstraße 4, 71686 Remseck am Neckar, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

10.2025

Zeichnungen und Unterlagen

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Klaiber + Oettle Architekten und Ingenieure

Kornhausstr. 14

73525 Schwäbisch Gmünd

Deutschland

Tel. +49 7171 99792-0

info@klaiberundoettle.de

Bauleistung: Steinmetz

Hihn + Mattern Architektur und Restaurierung GbR

Steinengrabenstr. 12-1

72622 Nürtingen

Deutschland

Tel. +49 7022 2165722

info@hihnundmattern.de

Verwendete Produkte

KEIM

Farben

Owatrol Farbkriechöl

Lacke

Brantho Korrux 3

sikkens

Holzlasuren

Cetol BLX-Pro Top

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Kalksandstein

Anzahl der Vollgeschosse

1-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Martinskirche zu Neckargröningen wird erstmals 1275 erwähnt. Ihr Namenspatron verweist jedoch zurück auf die Zeit der fränkischen Karolinger. Tatsächlich konnten Reste eines hölzernen Vorgängerbaues aus dieser Zeit, nachgewiesen werden. Die mit der Entstehungszeit ihres Langhauses (Kirchenschiff als einfacher Saalbau, spätromanischer Ursprung) um 1050 bis in die Romanik zurückreichende älteste aller Remsecker Kirchen, hat über einen Zeitraum von 7 Jahrhunderten hinweg einige bauliche Ergänzungen und Veränderungen erfahren.

Die am Kirchenschiff ecksichtig verbauten Natursteine waren nach einer gründlichen Reinigung in einem guten Zustand. Es wurden nur einige wenige schadhafte Steine ausgetauscht. Die restliche Arbeit erstreckte sich auf restauratorische Maßnahmen und die notwendige Fugensanierung. Ein Teil der Natursteinfensterbänke war jedoch so stark geschädigt, dass diese ersetzt werden mussten. Am Chor waren die Maßnahmen deutlich umfangreicher. Hier waren nicht nur die Decksteine der Strebepfeiler, sondern auch besonders das erdberührende Sockelgesims durch die Jahrhunderte andauernde Bewitterung in Mitleidenschaft gezogen worden. Schäden zeigten sich auch am Figürlichen Schmuck und am Maßwerk der Chorfenster.

Die notwendigen Maßnahmen im Bereich des Dachstuhls wurden zimmermannsmäßig ausgeführt. Vorher nicht sichtbare Schäden z.B. an den äußeren Mauerlatten wurden in diesem Zusammenhang repariert. Defekte oder fehlende kraftschlüssige Verbindungen wurden nachgearbeitet bzw. ergänzt. Die notwendige Ergänzung, bzw. Teilersatz der Deckenbalken konnte ohne Schäden an der darunter liegenden Decke ausgeführt werden.

Die Dachdeckung war auf einem großen Teil der Fläche neuzeitlich. Im Rahmen der Zimmermannsarbeiten wurden First und Traufe aufgedeckt und die schadhaften Tragglieder ausgetauscht. Nach Beendigung der Arbeiten wurde die Dachfläche mit den seitlich gelagerten Bestandsziegeln wieder eingedeckt.

Die Dachzieren über Chor und Kirchenschiff waren in ihrer Grundstruktur so stark vom Rost angegriffen, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Die Kugeln befanden sich bereits im Zustand der völligen Auflösung. Daher wurden beide Dachzieren abgenommen und komplett als Kopien neu aufgebaut. Allerdings wurde dieses Mal als Material das dauerhaftere Kupfer anstatt Weißblech gewählt. Die Kugeln wurden vergoldet und in die Kugel über dem Westgiebel eine Zeitkapsel eingebracht.

Beschreibung der Besonderheiten

Die Martinskirche ist als historischer Saalbau mit klarer, funktional gegliederter Raumstruktur ausgebildet. Das Kirchenschiff bildet den zentralen Aufenthalts- und Gottesdienstraum, während der Chor den liturgisch geprägten Bereich aufnimmt. Im Zuge der Sanierung wurden die bestehenden räumlichen Abläufe und Wege vollständig erhalten und die Maßnahmen so umgesetzt, dass die Nutzung der Kirche während und nach der Instandsetzung möglichst uneingeschränkt gewährleistet bleibt. Die konstruktive Ertüchtigung von Dachstuhl und Gebäudehülle erfolgte substanzschonend und ohne Beeinträchtigung der historischen Innenräume.

Auszeichnungen

Denkmal des Monats

Schlagworte

Kirchensanierung, Denkmalgerechte Sanierung, Restaurierung, Bestandserhaltung, Natursteinsanierung, Dachstuhlsanierung, Historische Bausubstanz, Baudenkmal, Sakralbau, Denkmalschutz, Restauratorische Maßnahmen, Sanierung im Bestand, Substanzerhalt

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