Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
LEVEL UP - Bewegung auf Augenhöhe
Diese ObjektprĂ€sentation wurde angelegt von: FH MĂŒnster, Architektur, Lena Meyer
Diese ObjektprĂ€sentation wurde angelegt von: FH MĂŒnster, Architektur, Lena Meyer
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der BaumaĂnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
01.2026
Zeichnungen und Unterlagen
GebÀudedaten
Bauweise
Stahlbau
Tragwerkskonstruktion
Stahl
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
RaummaĂe und FlĂ€chen
Bruttorauminhalt
43.819 m³
BruttogrundflÀche
5.045 m²
Beschreibung
Objektbeschreibung
SpielstĂ€tte fĂŒr Rollstuhlbasketball, Hochschulsport und die Uni Baskets MĂŒnster dienen. Sie soll somit flexibel nutzbar sein, als TrainingsstĂ€tte oder als âHexenkesselâ mit bis zu 1.500 Zuschauern.
ZusÀtzlich spielen die Themen Barrierefreiheit und Integration eine zentrale Rolle und sollen nicht nur eingesetzt, sondern neu gedacht und optimal genutzt werden. Auch das Thema Einfach Bauen - GebÀudetyp E soll im Entwurf analysiert und sinnvoll umgesetzt werden, sodass ein ressourcenschonender Entwurf entsteht.
Unser GebĂ€ude liegt auf dem GrundstĂŒck im sĂŒdlichen Teil, wo die ansteigende Topografie genutzt wird, um auf natĂŒrliche Weise barrierefreie ZugĂ€nge und inklusive WegefĂŒhrungen zu schaffen. Ein Teil des Erdgeschosses ist in die Topografie eingelassen, wodurch sich zwei Haupt-Level im Projekt ergeben. Diese Level sind ĂŒber insgesamt 3 EingĂ€nge auf zwei verschiedenen Etagen von auĂen erreichbar. Die Erreichbarkeit im AuĂenraum erfolgt komplett stufenlos ĂŒber Wege, die sich wie eine Art Rampe an der Topografie orientieren, um hier maximale IntegritĂ€t zu schaffen. Weitere neue Wegeverbindungen und eine Joggingroute binden das Areal zusĂ€tzlich in die Umgebung ein.
Im Innenraum umfasst die Sporthalle zwei nebeneinanderliegende Spielfelder, wobei das Hauptfeld als âHexenkesselâ auch fĂŒr die Spieltags Nutzung konzipiert ist. Das zweite Feld stellt durch seine Lage, mit unabhĂ€ngigen EingĂ€ngen, Umkleiden und Lagern jederzeit eine Trainingsmöglichkeit dar.
Die Sportbereiche und LagerflĂ€chen des Hauptspielfeldes sind kompakt unter den TribĂŒnen organisiert.
Die innere Orientierung wird durch einfache WegefĂŒhrungen in Form einer Rampe unterstĂŒtzt, sodass sich Besucher*innen jederzeit mĂŒhelos zurechtfinden. Dadurch ermöglichen wir eine vollstĂ€ndig stufenlose ErschlieĂung aller Ebenen. Auch im Zuschauerbereich rĂŒckt Inklusion in den Vordergrund. RollstuhlplĂ€tze sind in mehreren Ebenen in die TribĂŒne integriert und können flexibel durch klappbare Sitze auch von nicht mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkten Personen genutzt werden.
Die Fassade der Sporthalle kombiniert eine massive Betonbasis im Erdgeschoss mit einer leichten, dynamischen HĂŒlle aus bombierten Metallpaneelen.
Im Sockelgeschoss, welches sich zum Teil in der Erde befindet, wird Recyclingbeton als tragendes, speicherfÀhiges und schalldÀmmendes Material eingesetzt.
Ab dem ersten Obergeschoss ĂŒbernimmt ein rĂŒckbaubares Stahlskelett mit FachwerktrĂ€gern die Struktur.
Die einzelnen Profile der Tragstruktur werden zu 62% aus anderen Projekten wiederverwendet und zu 38% aus recyceltem Stahl hergestellt. Dazu sind diese ĂŒber Schraubverbindungen konstruiert, um einen RĂŒckbau zu ermöglichen.
An der Fassade ab dem 1. Obergeschoss befinden sich bombierte, feuerverzinkte Metallpaneele, welche ihre Inspiration in der LĂŒftungskanalindustrie finden. Durch die Bombierung der einzelnen Metallplatten, steifen sich diese selbststĂ€ndig aus und können so deutlich dĂŒnner sein als gerade Metallpaneele. Dadurch wird fast 50% an Material fĂŒr die Fassade eingespart. Die Produktion solcher Metallteile ist auĂerdem ein standardisierter Prozess, der keine neuen AblĂ€ufe benötigt, um die Fertigung so einfach wie möglich zu gestalten.
Der Gegensatz von Schwere und Leichtigkeit wird im Ă€uĂeren Erscheinungsbild bewusst inszeniert. Im Fensterbereich öffnet sich die Metallhaut als Streckmetall, welches Transparenz und BelĂŒftung ermöglicht und gleichzeitig einen Blendschutz fĂŒr die Halle bietet.
Durch die Verrieglung auf der AuĂenseite der Fenster wird auĂerdem das NachtlĂŒften in der Halle ermöglicht.
FĂŒr die BelĂŒftung der unten RĂ€ume, welche zum Teil in der Erde liegen, werden die FensterbĂ€nder etwas hochgesetzt, um sie so in die Metallfassade zu integrieren, damit das Sockelgeschoss sein einheitliches Fassadenbild nicht verliert.
So entsteht mit unserem Projekt ein Ort, der nicht nur Sport, Begegnung und Gemeinschaft vereint, sondern auch Inklusion, Einfachheit und FunktionalitÀt neu denkt, sodass Bewegung auf Augenhöhe stattfindet.
Insgesamt zieht sich das Konzept âLevel Upâ durch das ganze Projekt. Angefangen bei dem neuen VerstĂ€ndnis fĂŒr Barrierefreiheit, der Nutzung der Topografie zur ErschlieĂung, bis hin zur Aufwertung einfacher Industrieprodukte zu einer architektonisch ansprechenden Fassade.
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Beschreibung der Besonderheiten
Auch konstruktiv setzt der Entwurf besondere Akzente, durch eine Kombination aus massivem Recyclingbeton im Sockel und einer leichten, rĂŒckbaubaren Stahlkonstruktion darĂŒber. Das komplette GebĂ€ude steht fĂŒr nachhaltiges und einfaches Bauen. Die innovative Fassade aus bombierten Metallpaneelen reduziert den Materialeinsatz deutlich und verbindet FunktionalitĂ€t mit einem markanten Erscheinungsbild. Insgesamt entsteht so ein GebĂ€ude, das Sport, Inklusion und Einfachheit auf zukunftsweisende Art miteinander verknĂŒpft.
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Nachhaltigkeit
Auszeichnungen
3. Platz im studentischen Wettbewerb innerhalb des Kurses
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
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