Architekturobjekt 10 von 310

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


LEVEL UP - Bewegung auf Augenhöhe

Diese ObjektprĂ€sentation wurde angelegt von: FH MĂŒnster, Architektur, Lena Meyer

Außenperspektive - LEVEL UP - Bewegung auf Augenhöhe

© Emma Aldenhoff, Anna Breidebach, Lena Meyer

Innenperspektive - LEVEL UP - Bewegung auf Augenhöhe

© Emma Aldenhoff, Anna Breidebach, Lena Meyer

Ansichten SĂŒden und Osten - LEVEL UP - Bewegung auf Augenhöhe

© Emma Aldenhoff, Anna Breidebach, Lena Meyer

Ansichten Norden und Westen - LEVEL UP - Bewegung auf Augenhöhe

© Emma Aldenhoff, Anna Breidebach, Lena Meyer

Modellfoto offen - LEVEL UP - Bewegung auf Augenhöhe

© Emma Aldenhoff, Anna Breidebach, Lena Meyer

Modellfoto geschlossen - LEVEL UP - Bewegung auf Augenhöhe

© Emma Aldenhoff, Anna Breidebach, Lena Meyer

Umgebungsmodell - LEVEL UP - Bewegung auf Augenhöhe

© Emma Aldenhoff, Anna Breidebach, Lena Meyer

Modell Innenraum - LEVEL UP - Bewegung auf Augenhöhe

© Emma Aldenhoff, Anna Breidebach, Lena Meyer

Diese ObjektprĂ€sentation wurde angelegt von: FH MĂŒnster, Architektur, Lena Meyer

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

01.2026

GebÀudedaten

Bauweise

Stahlbau

Tragwerkskonstruktion

Stahl

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und FlĂ€chen

Bruttorauminhalt

43.819 m³

 

BruttogrundflÀche

5.045 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Ziel dieses Kurses ist die Entwicklung eines architektonischen Entwurfs fĂŒr eine multifunktionale Sporthalle mit 2 Spielfeldern auf einem ehemaligen Sportplatz im Nordwesten MĂŒnsters. Die Halle soll als Trainings- und
SpielstĂ€tte fĂŒr Rollstuhlbasketball, Hochschulsport und die Uni Baskets MĂŒnster dienen. Sie soll somit flexibel nutzbar sein, als TrainingsstĂ€tte oder als „Hexenkessel“ mit bis zu 1.500 Zuschauern.
ZusÀtzlich spielen die Themen Barrierefreiheit und Integration eine zentrale Rolle und sollen nicht nur eingesetzt, sondern neu gedacht und optimal genutzt werden. Auch das Thema Einfach Bauen - GebÀudetyp E soll im Entwurf analysiert und sinnvoll umgesetzt werden, sodass ein ressourcenschonender Entwurf entsteht.
Unser GebĂ€ude liegt auf dem GrundstĂŒck im sĂŒdlichen Teil, wo die ansteigende Topografie genutzt wird, um auf natĂŒrliche Weise barrierefreie ZugĂ€nge und inklusive WegefĂŒhrungen zu schaffen. Ein Teil des Erdgeschosses ist in die Topografie eingelassen, wodurch sich zwei Haupt-Level im Projekt ergeben. Diese Level sind ĂŒber insgesamt 3 EingĂ€nge auf zwei verschiedenen Etagen von außen erreichbar. Die Erreichbarkeit im Außenraum erfolgt komplett stufenlos ĂŒber Wege, die sich wie eine Art Rampe an der Topografie orientieren, um hier maximale IntegritĂ€t zu schaffen. Weitere neue Wegeverbindungen und eine Joggingroute binden das Areal zusĂ€tzlich in die Umgebung ein.
Im Innenraum umfasst die Sporthalle zwei nebeneinanderliegende Spielfelder, wobei das Hauptfeld als „Hexenkessel“ auch fĂŒr die Spieltags Nutzung konzipiert ist. Das zweite Feld stellt durch seine Lage, mit unabhĂ€ngigen EingĂ€ngen, Umkleiden und Lagern jederzeit eine Trainingsmöglichkeit dar.
Die Sportbereiche und LagerflĂ€chen des Hauptspielfeldes sind kompakt unter den TribĂŒnen organisiert.
Die innere Orientierung wird durch einfache WegefĂŒhrungen in Form einer Rampe unterstĂŒtzt, sodass sich Besucher*innen jederzeit mĂŒhelos zurechtfinden. Dadurch ermöglichen wir eine vollstĂ€ndig stufenlose Erschließung aller Ebenen. Auch im Zuschauerbereich rĂŒckt Inklusion in den Vordergrund. RollstuhlplĂ€tze sind in mehreren Ebenen in die TribĂŒne integriert und können flexibel durch klappbare Sitze auch von nicht mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkten Personen genutzt werden.
Die Fassade der Sporthalle kombiniert eine massive Betonbasis im Erdgeschoss mit einer leichten, dynamischen HĂŒlle aus bombierten Metallpaneelen.
Im Sockelgeschoss, welches sich zum Teil in der Erde befindet, wird Recyclingbeton als tragendes, speicherfÀhiges und schalldÀmmendes Material eingesetzt.
Ab dem ersten Obergeschoss ĂŒbernimmt ein rĂŒckbaubares Stahlskelett mit FachwerktrĂ€gern die Struktur.
Die einzelnen Profile der Tragstruktur werden zu 62% aus anderen Projekten wiederverwendet und zu 38% aus recyceltem Stahl hergestellt. Dazu sind diese ĂŒber Schraubverbindungen konstruiert, um einen RĂŒckbau zu ermöglichen.
An der Fassade ab dem 1. Obergeschoss befinden sich bombierte, feuerverzinkte Metallpaneele, welche ihre Inspiration in der LĂŒftungskanalindustrie finden. Durch die Bombierung der einzelnen Metallplatten, steifen sich diese selbststĂ€ndig aus und können so deutlich dĂŒnner sein als gerade Metallpaneele. Dadurch wird fast 50% an Material fĂŒr die Fassade eingespart. Die Produktion solcher Metallteile ist außerdem ein standardisierter Prozess, der keine neuen AblĂ€ufe benötigt, um die Fertigung so einfach wie möglich zu gestalten.
Der Gegensatz von Schwere und Leichtigkeit wird im Ă€ußeren Erscheinungsbild bewusst inszeniert. Im Fensterbereich öffnet sich die Metallhaut als Streckmetall, welches Transparenz und BelĂŒftung ermöglicht und gleichzeitig einen Blendschutz fĂŒr die Halle bietet.
Durch die Verrieglung auf der Außenseite der Fenster wird außerdem das NachtlĂŒften in der Halle ermöglicht.
FĂŒr die BelĂŒftung der unten RĂ€ume, welche zum Teil in der Erde liegen, werden die FensterbĂ€nder etwas hochgesetzt, um sie so in die Metallfassade zu integrieren, damit das Sockelgeschoss sein einheitliches Fassadenbild nicht verliert.
So entsteht mit unserem Projekt ein Ort, der nicht nur Sport, Begegnung und Gemeinschaft vereint, sondern auch Inklusion, Einfachheit und FunktionalitÀt neu denkt, sodass Bewegung auf Augenhöhe stattfindet.
Insgesamt zieht sich das Konzept „Level Up“ durch das ganze Projekt. Angefangen bei dem neuen VerstĂ€ndnis fĂŒr Barrierefreiheit, der Nutzung der Topografie zur Erschließung, bis hin zur Aufwertung einfacher Industrieprodukte zu einer architektonisch ansprechenden Fassade.
 

Beschreibung der Besonderheiten

Das Projekt zeichnet sich durch eine konsequent inklusive und zugleich ressourcenschonende Architektur aus. Besonders hervorzuheben ist die barrierefreie Erschließung, die durch die intelligente Nutzung der Topografie vollstĂ€ndig stufenlose ZugĂ€nge und eine klare, intuitive WegefĂŒhrung ermöglicht und auch im Innenraum konsequent weitergefĂŒhrt wird. Barrierefreiheit wird in diesem Projekt nicht als „Add on“, sondern als Standard angesehen und es soll jeder Person ermöglicht werden, das GebĂ€ude und auch das Areal gleichermaßen und ohne EinschrĂ€nkungen nutzen zu können. Inklusion stellt in diesem Fall eine SelbstverstĂ€ndlichkeit dar.
Auch konstruktiv setzt der Entwurf besondere Akzente, durch eine Kombination aus massivem Recyclingbeton im Sockel und einer leichten, rĂŒckbaubaren Stahlkonstruktion darĂŒber. Das komplette GebĂ€ude steht fĂŒr nachhaltiges und einfaches Bauen. Die innovative Fassade aus bombierten Metallpaneelen reduziert den Materialeinsatz deutlich und verbindet FunktionalitĂ€t mit einem markanten Erscheinungsbild. Insgesamt entsteht so ein GebĂ€ude, das Sport, Inklusion und Einfachheit auf zukunftsweisende Art miteinander verknĂŒpft.
 

Nachhaltigkeit

Es wird der Gedanke des Einfach Bauens in Form von Low-Tech verfolgt. Vor allem natĂŒrliche BelĂŒftung und NachtlĂŒftung spielen eine große Rolle. Eine LĂŒftungsanlage mit WĂ€rmerĂŒckgewinnung ist nur vereinzelt im Bereich unter der Erde nötig. In der Halle sorgen HĂ€ngeelemente der Firma Frenger fĂŒr Licht, Heizung, KĂŒhlung und Schallabsorption. Das Stahltragwerk besteht nur aus geschraubten Verbindungen, die vollstĂ€ndig trennbar sind. Auch die Metallelemente der Fassade sind sichtbar verschraubt, sodass sie einfach ausgetauscht und wiederverwendet werden können. Der Porenleichtbeton besteht aus recyceltem Material und kann nach Ablauf des Lebenszyklus als Zuschlagstoff wiederverwertet werden. 

Auszeichnungen

3. Platz im studentischen Wettbewerb innerhalb des Kurses

Schlagworte

Einfach bauen, Barrierefreiheit, Inklusion, Nachhaltigkeit, Sporthalle, Basketball

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

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