Architekturobjekt 319 von 532

Architekturobjekte


Kulturzentrum VÀven, UmeÄ (Schweden)

Ein Referenzprojekt von Royal Mosa

Außenansicht - Kulturzentrum VĂ€ven, UmeĂ„ (Schweden)

© Linus Flodin

Innenansicht - Kulturzentrum VÀven, UmeÄ (Schweden)

© Linus Flodin

Innenansicht - Kulturzentrum VÀven, UmeÄ (Schweden)

© Linus Flodin

Innenansicht - Kulturzentrum VÀven, UmeÄ (Schweden)

© Linus Flodin

Innenansicht - Kulturzentrum VÀven, UmeÄ (Schweden)

© Linus Flodin

SanitÀrbereich - Kulturzentrum VÀven, UmeÄ (Schweden)

© Linus Flodin

SanitÀrbereich - Kulturzentrum VÀven, UmeÄ (Schweden)

© Linus Flodin

Ein Referenzprojekt von Royal Mosa

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Umea, Schweden

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

04.2014

Verwendete Produkte

Royal Mosa

Wand- und Bodenfliesen

Quartz - Fliesenserie fĂŒr Wand und Boden

Beschreibung

Objektbeschreibung

Sich im Wind wiegende weiße Birken inspirieren die Menschen
Beim Bau des Kulturzentrums VĂ€ven in UmeĂ„ (Schweden) ließen sich die Architekten von Snöhetta und White Arkitekter von der Birke inspirieren, die das Symbol von UmeĂ„ ist, seitdem ein Großbrand die Stadt 1880 verwĂŒstete. Als die Stadt anschließend wiederaufgebaut wurde, wurden die breiten Straßen mit den charakteristischen Birken und bunten HolzhĂ€usern angelegt. Maria Olsson, Architektin bei White Arkitekter: „Die Birke mit ihrer weißen Rinde und den typischen schwarzen, detailreichen Streifen hat das abstrakte Aussehen von VĂ€ven mitbestimmt. Abends und in der dunklen Jahreszeit gibt das Weiß das warme Licht aus dem Innern der HĂ€user an die Außenwelt weiter. TagsĂŒber ist – im abstrakten Sinne natĂŒrlich – zu sehen, wie die weißen Fassaden mit den schwarzen, unregelmĂ€ĂŸigen Fenstern die Rinde mit ihrem interessanten grafischen Muster formen.“
 
Weiche, wellenförmige Konturen
Seit der Erstellung des Masterplans entwickelte White Arkitekter gemeinsam mit Snöhetta dieses außergewöhnliche Konzept. Die Architekten haben die Idee mit der Birkenrinde in das Außen- und Innendesign eingebunden und so ein Gesamtkonzept entwickelt. Olsson: „Beim Design stellen wir immer die Menschen in den Mittelpunkt. Wir wollen sie zu einem nachhaltigen Lebensstil anregen und zugleich ihre Sinne ansprechen. Das gilt auch fĂŒr das Kulturzentrum VĂ€ven – auf Deutsch „Verflechtung“. Das GebĂ€ude besteht aus verschiedenen Elementen, die gemeinsam ein organisches Ganzes bilden. Jedes Stockwerk hat eigene Konturen. Die wellenförmige Glasstruktur unterstreicht die natĂŒrliche, lebendige Form des Designs. Außerdem sorgen die Fenster fĂŒr Transparenz, die die AktivitĂ€ten von Hotel, Konferenzzentrum, Theater, Museum und Bibliothek im GebĂ€ude sichtbar machen soll. Der Innenbereich fĂ€llt durch Holzböden und -decken – die symbolisch fĂŒr frisch geschnittenes Holz stehen – auf. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass das VĂ€ven-GebĂ€ude keine spezifische Vorder- oder RĂŒckseite hat. „Wir wollten die Fassade nicht verĂ€ndern, aber fĂŒr eine möglichst unendliche Aussicht sorgen. Daher gibt es keinen großen Ein- oder Ausgang, sondern sechs sorgfĂ€ltig gewĂ€hlte ZugĂ€nge, die auf drei verschiedenen Ebenen erreichbar sind. Ergebnis ist, dass die verschiedenen EingĂ€nge zu bestimmten Zeitpunkten geöffnet oder geschlossen werden können. Dadurch sind Teile des GebĂ€udes je nach AktivitĂ€t zugĂ€nglich oder nicht zugĂ€nglich.“
 
Fliesen und Glas als Informationsmedien
Schon ein flĂŒchtiger Blick auf das GebĂ€ude zeigt, dass außer den Blickachsen vor allem die digitalen Treppen sehenswert sind. Diese Elemente sind wichtige Wegweiser fĂŒr die Besucher. Olsson: „Die Treppen sind fĂŒr uns nicht nur Informationsmedien, sondern können auch als AusstellungsflĂ€chen dienen. Wir hatten eine klare Vorstellung davon, wie diese öffentlichen Treppen funktionieren sollten, aber auch, wie sie vom Publikum wahrgenommen werden sollen. Die Entscheidung fĂŒr die unterschiedlichen GrĂ¶ĂŸen der schwarzen Mosa Terra Tones 216V Fliese spielte dabei auch eine wichtige Rolle. Hinter der mit schwarzem Glas verkleideten Außenseite der Treppen befinden sich digitale Bildschirme, die den Besuchern als Orientierungshilfen dienen. Die Keramikfliesen sollten zum Glas passen, aber auch lebendig wirken. Also begaben wir uns auf die Suche nach schwarzen, zukunftsfĂ€higen Materialien, die außerdem den Anforderungen von White Arkitekter an Nachhaltigkeit, FunktionalitĂ€t und Design genĂŒgen wĂŒrden. Bei den Referenzprojekten, die wir fanden, wurden ebenfalls Mosa-Fliesen verwendet, was schließlich den Ausschlag gab. Bei dieser Gelegenheit hatte ich glĂŒcklicherweise auch die Chance, das Werk von Mosa in Maastricht zu besuchen, und war beeindruckt, wie Mosa Design und Entwicklung angeht. In UmeĂ„ zeigte sich außerdem, dass der Service von Mosa gleichbleibend hervorragend war. Es war egal, ob es um Probeexemplare oder Preisangaben ging, der Kontakt war immer angenehm.“

Beschreibung der Besonderheiten

Dialog fĂŒhrt zu Ergebnissen
„Obwohl wir uns bei den Bauelementen wie den FliesenwĂ€nden und Glasfassaden fĂŒr neutrale Farben und eine begrenzte Anzahl an Materialien entschieden, haben wir auch leuchtende Farben verwendet. Dabei ließen wir uns erneut von der Natur aus unserer Umgebung, den wechselnden Jahreszeiten und unserer Region inspirieren, in der die HĂ€user bunt sind. Die Materialien und Farben sind langlebig und behalten auch langfristig ihre aktuelle, anregende Ausstrahlung. Außerdem ĂŒberraschen sie Besucher und sorgen dafĂŒr, dass sie sich willkommen und entspannt fĂŒhlen. Diese Sichtweise der Besucher war der Ausgangspunkt fĂŒr unsere EntwĂŒrfe. Wir haben uns bei der Gestaltung in erster Linie auf EingĂ€nge, Begegnungspunkte und Erfahrungen konzentriert. Ziel war es, eine Grundlage fĂŒr Zusammenarbeit, Interaktion und Verbindung zwischen öffentlichen, kulturellen und kommerziellen AktivitĂ€ten und Menschen zu schaffen. Dabei haben wir nicht im Alleingang gehandelt. Wir wollten keinen definitiven Vorschlag prĂ€sentieren, sondern haben bewusst die Zusammenarbeit mit Unternehmen gesucht, um die verschiedenen Funktionen und Rollen im GebĂ€ude festlegen zu können. In gut zwei Jahren haben wir uns mit ĂŒber siebzig Personen aus sechsunddreißig verschiedenen Bereichen in verschiedenen Workshops zusammengesetzt, bis alles geregelt war. Anhand der so gewonnenen wertvollen Daten und BeitrĂ€ge aus diesen GesprĂ€chen haben wir einen sehr detaillierten Projektentwurf gestaltet, der aus ĂŒber dreihundert Zeichnungen besteht. Und bei den Details haben wir keinerlei ZugestĂ€ndnisse gemacht. Denn ich finde, als Architektin muss man die QualitĂ€t eines GebĂ€udes um jeden Preis im Auge behalten. Das GebĂ€ude befindet sich in einer A-Lage am Fluss UmeĂ€lven und bietet neue, interdisziplinĂ€re kulturelle Funktionen. Es wurde viel Geld investiert, und man hat auch einen Ruf zu verlieren. Das ist Grund genug, besonderen Wert auf die Ausstrahlung zu legen. VĂ€ven ist mehr als nur ein GebĂ€ude.“

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