Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Kleine Eingriffe zur Förderung von alltäglichen sozialen Interaktionen in einem Wohngebäude der Nachkriegsmoderne.
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Graz, Fakultät für Architektur, Florian Berger
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Österreich
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
02.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Gebäudedaten
Anzahl der Vollgeschosse
6- bis 10-geschossig
Beschreibung
Objektbeschreibung
Das Bestandsgebäude am städtischen Areal des Landeskrankenhauses Graz und wurde 1975 als Wohngebäude für Krankenhauspersonal erbaut. Der zehn geschossige Bestand, der umgeben von Verkehrswegen und Parkplatzflächen ist, bildet den markanten Übergang von städtischem Gefüge zur lockeren Einfamilienhausbebauung. Das Gebäude stellt somit eine Schlüsselrolle im städtischen Raum dar. Die vorgefundene Fassade wirkt Einheitlich, bei genauer Betrachtung, wird jedoch klar, dass diese Einheitlichkeit viele kleine Unterschiede braucht (Plattengrößen, Abmessungen, Tiefen, Proportionen). Ihre Figur wird in ihrer bestehenden kompositorischen Form als Aufwertung für die Umgebung angesehen. Typologisch als dunkle Mittelgangerschließung sind 152 Wohnungen in ihm verortet, welche einer Schottenbauweise unterliegen.
Der Eingriff versucht die anonymen und schnellen Wege von und in die Wohnung in einen Tanz zu übersetzen und die alltäglichen sozialen Interaktionen zwischen den Bewohner*innen zu fördern:
Koexistenz im Tanz des Alltags.
Verdichteter Kontakt des Gemeinsamen
Leben im Dazwischen
schrill übertönend,
eng umschlungen,
verschieben sich die Grenzen -
Berührungen bilden Räume.
Zusammen sitzen wir um die Stütze
die Tür geht auf und wir werden mehr.
Unser Fenster weit offen,
greifen wir gleichzeitig nach dem Pfeffer,
ich rieche deine Kochkunst.
Die Scheibe angelaufen,
ich höre das Plätschern - du bist daheim.
Sophie gießt unsere Blumen,
in der Nische,
um die Ecke gespiegelt im Licht.
Du siehst mich
Wir bewegen uns im Zwischenraum
und spüren uns,
über die offene Mitte.
Wahrnehmung verschiebt sich in Bewegung -
ein Austausch,
ein Versuch.
Beschreibung der Besonderheiten
Die analogen Methoden werden zu Instrumenten des Austauschs. Das Projekt ist nicht das Resultat einer linearen Autor*innenschaft, sondern eines gemeinsamen Aushandelns von Raum, Atmosphäre und Haltung.
Schlagworte
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