Architekturobjekte
KiTa Wilde Wiese
48683 Ahaus, Öddingstraße 49
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Weitkamp + Partner Architekten und Ingenieure
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Weitkamp + Partner Architekten und Ingenieure
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Öddingstraße 49, 48683 Ahaus, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
11.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Holzbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
8.204 m³
Bruttogrundfläche
2.132 m²
Nutzfläche
1.569 m²
Verkehrsfläche
324 m²
Grundstücksgröße
4.991 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
2.180.485 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
6.001.958 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die Kindertagesstätte Wilde Wiese in Ahaus-Alstätte umfasst insgesamt 6 Gruppen und ist somit eine der größten Einrichtungen im Ahauser Stadtgebiet. Aus den Überlegungen auch für solch eine große KiTa ein maßstäbliches und vor allem für die Kinder angemessenes Gebäude zu entwerfen, entstand der Gedanke, ein Gebäude mit runder Grundform zu entwickeln. Diese runde Form unterstützt unseren Gedanken, ein möglichst effizientes Gebäude mit kurzen Wegeführungen, sowie besseren Raumnutzungen gestalten zu können. Darüber hinaus ermöglicht der Kreis ohne jegliche Gebäudeecken eine bessere Ausrichtung des Gebäudes und somit eine optimierte Orientierung der Gruppenräume in die Himmelsrichtungen.
Grundlegendes:
Bei der KiTa handelt sich es um ein nicht unterkellertes zweigeschossiges Gebäude, das in einer runden Bauform mit Innenhof und umlaufendem Balkon als Laubengang errichtet wurde. Der Grundriss organisiert sich in einzelne Raumringe, welche über das Ausrücken der einzelnen Kreise (Radien) um die Mittelachse unterschiedliche Raumtiefen aufweist, um die verschiedenen Nutzungen der KiTa unterbringen zu können. Das Gebäude ist als Holzrahmenbau mit massiven Brettsperrholzdecken im Inneren, sowie einer Holzskelettbauweise mit Ausfachungen als Fenster oder Fassadenelementen im Bereich der Fassaden und einer offenen Holzskelettbauweise im Bereich des Laubenganges entwickelt.
Grundriss und Erschließung:
Der Grundriss, sowohl im EG als auch im OG, teilt sich in drei Bereiche, welche kreisförmig angeordnet sind und unterschiedliche Tiefen aufweisen, um so den verschiedenen Raumbedarfen der KiTa gerecht zu werden. So gibt es einen kleineren, inneren Ring, der sich zum Innenhof orientiert und in dem vor allem die Nebenräume der KiTa untergebracht sind. Darüber hinaus gibt es einen äußeren Ring, welcher sich an die Fassade anschließt und den größeren Räumen, wie Gruppenräumen oder Speiseräumen Platz gibt. Die beiden an der Fassade liegenden „Ringe“ werden durch den mittig angeordneten, großzügigen Spielflur miteinander verbunden. Dieser erstreckt sich kreisförmig durch das gesamte Gebäude, verbindet sämtliche Räume miteinander und bietet möglichst kurze Wegeführungen. Der auskragende Laubengang dient weiterhin einer guten Zuwegung, vor allem zur Erschließung der Außenflächen, auch für die im Obergeschoss gelegenen Gruppenräume und trägt gleichzeitig dem Brandschutz Rechnung. Durch diese Aspekte wird eine angebrachte Maßstäblichkeit für die jungen Nutzer des Gebäudes geschaffen.
Nachhaltigkeit:
Das Gebäude der KiTa soll als Holzkonstruktion realisiert und überwiegend aus vorgefertigten Elementen erstellt werden. Dadurch wird eine präzise und schnelle Erstellung der Tragkonstruktion möglich, welche einem regelmäßigem, radial angeordneten Achssystem folgt. So werden überwiegend natürliche, regionale und darüber hinaus weitestgehend erneuerbare Baustoffe verwendet. Diese natürlichen Baustoffe aus Holz werden konstruktiv wie gestalterisch, sowohl innen, als auch außen genutzt und sorgen im Innenraum für warme und behagliche Oberflächen. Die Tageslichtausnutzung wird durch helle innere Oberflächen und große Öffnungen in der Fassade maximiert. Die Fensterflächen schaffen ein gute Tageslichtausnutzung und einen Bezug vom Innen- zum Außenraum. Gleichzeitig dient der in unterschiedlicher Tiefe auskragende Laubengang dem sommerlichen Wärmeschutz und der Verschattung der Räume, ohne dass der zusätzliche konstruktive Sonnenschutz zur Regulierung des Wärmeeintrages dauerhaft genutzt werden muss. Diese Auskragung wird, durch die Verschiebung der Kreise zueinander, zum Garten hin breiter, sodass ein höheres Maß an Verschattung im Süden ermöglicht werden kann. Darüber hinaus verleiht das Vordach dem kompakten Baukörper Leichtigkeit, Struktur und Tiefe und hilft die Formen- und Materialsprache in Einklang zu bringen.
Maßangaben:
Das Hauptgebäude hat einen maximalen Außendurchmesser von ca. 32,20 m exklusive und von ca. 36,60 m inklusive der beiden umlaufender Vordächer in EG und OG-Deckenhöhe. Die Attikahöhe beträgt ca. 6,99 m. Das Nebengebäude umfasst so eine Länge von 10,57 m bis 14,63 m und eine Breite von 8,375 m. Die Bruttogeschossfläche beträgt 1.544 m² exklusive und 2.103 m² inklusive der Vordächer, die Bruttogeschossfläche des Nebengebäudes beträgt 106m². Der umbaute Raum ca. 5.931,50 m³ (BRI A) exklusive und 8.588,50m² m³ (BRI B) inklusive der Vordächer und des Nebengebäudes. Das Gebäude entspricht der Gebäudeklasse 3 und einem großen Sonderbau. Das Gebäude wird von insgesamt von 125 Kindern und 30 Erwachsenen genutzt.
Beschreibung der Besonderheiten
radiale Achsen über die Mitte zueinander verrückt - Schaffung unterschiedlicher Raumtiefen
Holzskelettbauweise, kombiniert mit Holzrahmenbau
Brandschutzherausforderung
sommerlicher Wärmeschutz über auskragende Laubengänge, Balkone - größer werdend Richtung Süden
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Umweltthermie (Luft / Wasser)
Sekundärenergie
Solarthermie
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Kinder
105
Das Objekt im Internet
Objekte in der Umgebung
Ähnliche Objekte
