Architekturobjekte
Katholisch-Soziales Institut Abtei Michaelsberg
53721 Siegburg, BergstraĂe 26
Diese ObjektprÀsentation wurde angelegt von: caspar.schmitzmorkramer gmbh
Diese ObjektprÀsentation wurde angelegt von: caspar.schmitzmorkramer gmbh
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
BergstraĂe 26, 53721 Siegburg, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der BaumaĂnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
04.2017
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
GebÀudedaten
RaummaĂe und FlĂ€chen
BruttogrundflÀche
23.000 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
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Eine Fuge zwischen zwei Baukörpern erzĂ€hlt die Geschichte von Respekt und AnnĂ€herung: zwischen dem neugebauten Forum und der historischen Benediktiner-Abtei Michaelsberg in Siegburg, die von msm meyer schmitz-morkramer mit GespĂŒr fĂŒr Material zu einem Tagungsort mit Hotel umgebaut worden ist.
Ein Ort des Glaubens sensibel in die Zukunft gefĂŒhrt: die denkmalgeschĂŒtzte Abtei Michaelsberg ragt imposant ĂŒber Siegburg. Ein Ort, der Ruhe und Andacht ausstrahlt, aber rund 400 Veranstaltungen und rund 21.000 Besucher im Jahr bewĂ€ltigen muss. Ab 2014 wurde die ehemalige Abtei des Erzbistums Köln unter den PlĂ€nen der Architekten msm meyer schmitz-morkramer umgebaut. Einst Benediktiner-Kloster entstand heute ein hochmodernes Tagungszentrum mit 121 Hotelzimmern, Restaurant und KonferenzsĂ€len, das am 5. Mai eingeweiht wird. Ein reduzierter Entwurf, bei dem die GegensĂ€tze von Tradition und Fortschritt, Historie und Zukunft, harmonisch in die Landschaft eingefĂŒgt werden und mit respektvoller Distanz nebeneinander bestehen. âFĂŒr uns war es wichtig, die berĂŒhmte Silhouette der Abtei nicht zu verĂ€ndern,â unterstreicht Architekt Caspar Schmitz-Morkramer. âWir wollten keine stilistische Spielerei, sondern ein klares GebĂ€ude schaffen, das bei Betrachtung Ruhe vermittelt und Spirituelles mit Architektonischem vereint.â
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Besucher sehen den Michaelsberg schon von Ferne aufragen, das letzte StĂŒck des Weges fĂŒhrt auf den neuen Vorplatz. Hier lagert die imposante Abtei auf mĂ€chtigen StĂŒtzmauern. Zu ihren FĂŒĂen bettet sich der Neubau, das sogenannte Forum. Eine Besonderheit: Rund 90 bis zu 15 Meter tiefe BohrpfĂ€hle wurden parallel zum WestflĂŒgel der Abtei in den Fels eingelassen, um den Boden fĂŒr den Neubau vorzubereiten. âWir haben uns intensiv damit beschĂ€ftigt, welchen Geist das Haus versprĂŒht und was wir daraus machen könnenâ, erklĂ€rt Architekt Caspar Schmitz-Morkramer. Eine der Antworten war das Schaffen einer klaren Ordnung: So sind im ehemaligen KlostergebĂ€ude die Hotelzimmer untergebracht, sowie einige SeminarrĂ€ume. Das Forum ist zum Quartier fĂŒr das Katholisch-Soziale Institut, weitere TagungsrĂ€ume und das Restaurant geworden.
Die Architekten haben sich bei Ihrer Planung intensiv mit den Materialien von Berg, Fels und Stein auseinander gesetzt. âDie IdentitĂ€t des Ortes zu bewahren, hatte fĂŒr uns PrioritĂ€t,â so Caspar Schmitz-Morkramer, âes galt, ergĂ€nzender Teil der Landschaft zu werden, ohne diese zu verletzen.â So scheint der Neubau direkt aus dem Fels zu wachsen, seine HĂŒlle aus Wachenzeller Dolomit, knĂŒpft an Farben und Topografie des Ortes an. Die Architektur wird zur Komposition, Störendes dem Auge erspart: Die Autos der Mitarbeiter und Besucher verschwinden behutsam in der im Sockel gelegenen Tiefgarage.
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Beschreibung der Besonderheiten
âArchitektur hat das Potential zwischen dem Betrachter und der Welt, zwischen Alt und Neu, zu vermitteln,â betont Caspar Schmitz-Morkramer. So erlebt man ĂŒberall das harmonische Miteinander von gewachsener und neuer Struktur.
Der groĂzĂŒgige, glĂ€serne Pavillon auf dem Dach des neuen Forums wurde zur Lounge erweitert. Hier oben können Besucher in KĂŒrze eine grĂŒne Oase genieĂen: Die begehbaren DachflĂ€chen werden mit Gartenlandschaft zum Verweilen einladen. Durch die Gliederung in unterschiedlicher MaterialitĂ€t wirkt das GebĂ€ude weder massiv noch voluminös. Hohe, schmale Fenster, die viel Licht in den Innenraum transportieren und durch Panorama-Landschaftsfenster ergĂ€nzt werden, kommunizieren Transparenz. Loggien fĂŒgen sich als Aussichtsfenster in die Fassadengestaltung und bilden groĂe, geöffnete Bereiche. âMit dem Neubau haben wir der Abtei eine moderne Komponente gegenĂŒber gestellt. Wichtig fĂŒr uns war, dass die beiden HĂ€user kommunizieren und funktionieren, nicht konkurrierenâ, so Schmitz-Morkramer.
Ausgearbeitet wurde auch ein ĂŒbergeordnetes Farb- und Materialkonzept, um Abtei und Forum optisch miteinander zu verbinden. Dabei dominiert Naturstein auf den Böden, warmes Eichenholz an Fenstern, TĂŒren, Böden, HandlĂ€ufen und der gesamten Möblierung. Die Architekten haben mit wenigen Materialien und daraus abgeleiteten Farben einen Grundton entwickelt, der Beziehungen schafft - zwischen RĂ€umen, Menschen und einem gewachsenen Ort
Auszeichnungen
MIPIM AWARD 2018, Kategorie "Best Hotel & Torism Resort"
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