Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Jugend- und Verwaltungszentrum Kevelaer
47623 Kevelaer, Kroatenstraße 85
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Michael van Ooyen Freie Architekten Partnerschaft mbB
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Michael van Ooyen Freie Architekten Partnerschaft mbB
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Kroatenstraße 85, 47623 Kevelaer, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Erweiterung
Fertigstellungstermin
05.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
15.279 m³
Bruttogrundfläche
4.384 m²
Nutzfläche
2.822 m²
Verkehrsfläche
702 m²
Grundstücksgröße
3.778 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
835.000 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
12.500.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Der Altbau, ein zweigeschossiger, unterkellerter Schulbau mit Satteldach und Vormauerziegelfassade, blieb in seiner Kubatur erhalten. Die vorhandene Gebäudestruktur wurde entkernt, neu organisiert und funktional an die heutigen Anforderungen angepasst. Durch den Rückbau der alten Fassadenschichten bis auf das tragende Mauerwerk und den Neuaufbau einer gedämmten Vormauerschale erhielt der Baukörper eine energetisch zeitgemäße Hülle, die sich in Proportion und Fassadenrhythmus am ursprünglichen Erscheinungsbild orientiert. Der zweigeschossige Neubau legt sich als L-förmiger Baukörper um den Altbau und definiert gemeinsam mit diesem einen neuen, geschützten Innenhof. Durch seine bewusste Absetzung vom Bestand bleibt der Altbau als eigenständiger Baukörper ablesbar, während gleichzeitig eine funktionale und räumliche Verbindung entsteht.
Die Fassadengestaltung des Neubaus erfolgt als vorgehängte, hinterlüftete Konstruktion mit vertikaler Holzschalung. Wechselnde Zonen aus transparenten Verglasungen, opaken Brüstungsfeldern und farblich akzentuierten Fensterflügeln strukturieren die langen Fassaden und reagieren zugleich auf die innere Nutzung. Großzügige Verglasungen an den Stirnseiten und im Bereich des Treppenhauses sorgen für eine helle, natürlich belichtete Erschließung.
Das Jugendzentrum „Kompass“ ist im Bestandsgebäude untergebracht und verfügt über einen eigenen Eingang. Die Räume sind offen, flexibel und robust gestaltet, mit großzügigen Aufenthaltsbereichen, Gruppenräumen und einem multifunktional nutzbaren Untergeschoss, das sich über eine Böschung zum Außenraum öffnet. Sichtbare Konstruktionen und zurückhaltende Materialwahl unterstreichen den werkstattartigen Charakter der Nutzung. Die Verwaltungsbereiche sind überwiegend im Neubau sowie ergänzend im Obergeschoss des Altbaus angeordnet.
Beschreibung der Besonderheiten
Alt- und Neubau sind über eine transparente Fuge im Erdgeschoss sowie über eine verglaste Brücke im Obergeschoss miteinander verbunden. Diese Verbindungen schaffen kurze Wege zwischen den Nutzungsbereichen und ermöglichen zugleich eine klare Orientierung im Gebäudeensemble.
Die Büroräume folgen einem klaren Achsraster, das eine hohe Flächeneffizienz und langfristige Anpassbarkeit ermöglicht. Oberlichter, transparente Flurwände und gezielte Blickbeziehungen sorgen für Tageslicht und Orientierung in den Erschließungszonen.
Ein wesentliches Entwurfsziel war die barrierefreie Erschließung aller Bereiche. Drei getrennte, stufenlose Eingänge, ein zentraler Aufzug sowie ergänzende Rampenanlagen gewährleisten die Zugänglichkeit des gesamten Gebäudes.
Auch in konstruktiver und energetischer Hinsicht folgt das Projekt einem nachhaltigen Ansatz. Der Erhalt der Tragstruktur des Altbaus bewahrt graue Energie, während der Neubau als Stahlbetonkonstruktion mit hohem Vorfertigungsgrad und klarer Fassadenstruktur ausgeführt wurde. Photovoltaik, effiziente Haustechnik, außenliegender Sonnenschutz und der gezielte Einsatz langlebiger, recyclingfähiger Materialien tragen zu einer langfristig wirtschaftlichen und ökologischen Nutzung bei.
Nachhaltigkeit
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Umweltthermie (Luft / Wasser)
Sekundärenergie
Strom
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
48,10 kWh/(m²a)
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
86
Das Objekt im Internet
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