Architekturobjekt 5 von 14.188

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


InBetweenSpaces

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Hochschule München, FK01 Architektur, Sara Frank

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Hochschule München, FK01 Architektur, Sara Frank

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

06.2026

Gebäudedaten

Anzahl der Vollgeschosse

6- bis 10-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Arbeit entwickelt einen Entwurfsansatz für die Weiterentwicklung einer Wohnanlage der 1960er- und 1970er-Jahre in München. Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit bestehenden Wohnstrukturen, ihrer räumlichen Qualität sowie ihrem Verhältnis zum Außenraum. Ziel ist es, den Bestand nicht klassisch zu sanieren, sondern ihn durch neue gemeinschaftliche Wohnvorstellungen, flexible Grundrisse und eine stärkere Verbindung zwischen Innen- und Außenraum weiterzudenken.
Im Zentrum des Entwurfs steht die Öffnung der bestehenden Grundrisse. Tragende Strukturen bleiben erhalten und werden bewusst sichtbar gemacht, während neue, großzügigere Öffnungen und Blickbeziehungen eine natürliche Durchwegung der Wohnungen ermöglichen. Raumhohe Türen und flexible Schiebeelemente schaffen variable Wohnsituationen, die sich unterschiedlichen Nutzungen anpassen können. Inspiration für die räumliche Organisation liefert das Buffet von Gerrit Rietveld, dessen geometrische Formen sowie das Spiel mit Vor- und Rücksprüngen in die Gestaltung der Grundrisse und Fassaden übertragen werden.
Die neue vorgehängte Fassade aus mintfarbenen Eternitpaneelen ergänzt die sanierte Bestandsfassade und wird von einer filigranen Stahlkonstruktion getragen. Unterschiedliche Paneellängen, gezielte Versprünge und geneigte Elemente erzeugen Tiefe sowie ein wechselndes Licht- und Schattenspiel. Gleichzeitig übernehmen die Paneele Funktionen wie Sonnenschutz oder die Ausbildung von Vordächern im Eingangsbereich.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Aktivierung des Außenraums. Die bislang kaum genutzten Grünflächen werden zu gemeinschaftlich nutzbaren Garten- und Aufenthaltsbereichen weiterentwickelt. Bestehende Nebengebäude werden umgenutzt und bieten Raum für gemeinschaftliche Küchen, Werkstätten, Ateliers, Kinderbetreuung oder ein Bibliothekscafé. Pflanz- und Hochbeete sowie ein Regenwassersystem mit zentralem Wasserturm stärken die gemeinschaftliche Nutzung und thematisieren den Kreislauf von Wasser, Bewirtschaftung und gemeinschaftlichem Leben. So entsteht ein zusammenhängender Außenraum, der die Gebäude miteinander verbindet und neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens ermöglicht.
 

Beschreibung der Besonderheiten

Grundrisse
Die bestehenden Wohnungen werden durch gezielte Eingriffe räumlich geöffnet und neu organisiert. Tragende Strukturen bleiben erhalten und werden bewusst als raumbildende Elemente sichtbar gemacht. Neue Öffnungen und optimierte Blickbeziehungen schaffen fließende Übergänge zwischen den Bereichen und ermöglichen eine natürliche Durchwegung der Wohnungen.
Präzise platzierte Wände erzeugen gezielte Raumaufweitungen und Verengungen und schaffen dadurch unterschiedliche räumliche Atmosphären innerhalb der Wohnungen. Raumhohe Dreh- und Schiebetüren werden integraler Bestandteil des Farb- und Raumkonzeptes und ermöglichen flexible Wohnsituationen, die sich unterschiedlichen Bedürfnissen anpassen lassen.

Außenraum
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Aktivierung der bestehenden Grünflächen. Die Freiräume bleiben erhalten und werden zukünftig gemeinschaftlich nutzbar gemacht. Ein über die gesamte Fläche gespanntes Raster gliedert den Außenraum in einzelne Beete, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern individuell bepflanzt und genutzt werden können.
Grundlage hierfür bildet ein detaillierter Gartennutzungsplan inklusive Schatten- und Sonnenstudien, der unterschiedliche Anforderungen an Bepflanzung und Nutzung berücksichtigt. Entlang einer neuen Durchwegung, die die Häuserreihen miteinander verbindet, entstehen zusätzliche Hochbeete für Kräuter und Stauden.
Das Anpflanzungskonzept stärkt das gemeinschaftliche Miteinander und schafft neue Formen der Aneignung des Außenraums. Unterstützt wird dies durch die Umnutzung bestehender Nebengebäude, die Raum für gemeinschaftliche Nutzungen wie eine Gemeinschaftsküche, Werkstätten, Ateliers, Kinderbetreuung oder ein Bibliothekscafé bieten. Ein Regenwassersystem mit zentralem Wasserturm thematisiert zusätzlich den Kreislauf von Wasser, Bewirtschaftung und gemeinschaftlichem Leben und verbindet ökologische mit sozialen Aspekten des Wohnens.
 

Bitte melden Sie sich an

Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie bei heinze.de registriert und angemeldet sein.

Hier anmelden
Diese Seite weiterempfehlen
1506842484