Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Hochschule Augsburg, Fakultät für Architektur und Bauwesen, Milena Hög
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
03.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Gebäudedaten
Bauweise
Sonstige
Tragwerkskonstruktion
Sonstige
Anzahl der Vollgeschosse
6- bis 10-geschossig
Raummaße und Flächen
Nutzfläche
43.000 m²
Beschreibung
Objektbeschreibung
Der freiwerdende Bestand besitzt mit einer gebundenen grauen Emissionslast von 10.248.455 kg CO₂-Äquivalenten ein erhebliches Potenzial für eine nachhaltige Weiterentwicklung. Anstatt eines Abrisses setzt der Entwurf „Hospitality“ auf Transformation und Weiterbauen im Bestand. Das ehemalige Klinikum wird zu einem lebendigen Wohnquartier transformiert, das als offener Stadtbaustein neue Formen des Ankommens, Wohnens und Zusammenlebens ermöglicht und zugleich an den ursprünglichen Gedanken des Hospitals als Ort der Fürsorge und Gemeinschaft anknüpft.
Im Erdgeschoss entstehen öffentlich zugängliche Nutzungen, die das Quartier mit der Stadt verknüpfen. Gastronomie, Veranstaltungsräume und kleinteiliger Einzelhandel schaffen Aufenthaltsqualität und beleben die Erdgeschosszonen. Ergänzt werden diese Angebote durch Bildungs- und Gesundheitsnutzungen wie Lehr- und Seminarbereiche, Arztpraxen sowie eine Apotheke.
Darüber entwickeln sich vielfältige Wohnangebote mit unterschiedlichen Wohnformen und Wohnungsgrößen. Das Spektrum reicht von Wohnmöglichkeiten für Berufsschüler über Mikroapartments und größere Wohneinheiten für unterschiedliche Haushaltsformen bis hin zu gemeinschaftlichen Wohnformen wie Clusterwohnen. Ergänzt wird dieses Angebot durch altersgerechte Wohnformen, die vom selbstständigen Wohnen im Alter bis zu demenzsensiblen Wohnkonzepten reichen.
Neben der funktionalen Umnutzung spielt die nachhaltige Weiterentwicklung des Gebäudebestands eine zentrale Rolle. Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung, eine Transformation der Fassaden sowie die Wiederverwendung von Bauteilen und Materialien tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und die bestehende graue Energie des Gebäudes zu bewahren.
Beschreibung der Besonderheiten
Nachhaltigkeit
Besonders im Demenzwohnbereich spielen dabei die symbolischen und orientierungsstiftenden Farben sowie die Haptik der Beläge eine wichtige Rolle. Unterschiedliche Materialitäten unterstützen die räumliche Orientierung der Bewohnerinnen und Bewohner und schaffen eine intuitive Lesbarkeit der Räume. Ergänzend wurdeexperimentell alter Mörtel mit Lehmputz als Zuschlag kombiniert, um durch differenzierte Oberflächen und Haptiken verschiedene Zonen, etwa Bereiche der Privatheit, erfahrbar zu machen.
Die energetische Ertüchtigung der Bestandsfassaden erfolgt durch vorgefertigte Holzrahmenbauelemente.Die Lüftung erfolgt über dezentrale Fassadenlüftungselemente. Der Sonnenschutz wird je nach Bauteil durch Laubengang, Markisoletten oder Loggien gewährleistet sowie durch zusätzlich in die Holzrahmenbau-Elemente integrierte Raffstores.
Schlagworte
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Wohneinheiten
403
Das Objekt im Internet
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