Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Hochschule Augsburg, Fakultät für Architektur und Bauwesen, Milena Hög

Neuer Vorplatz an der Bismarckstraße - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

© Milena Hög

Neuer Vorplatz an der Bismarckstraße- Gastronomie und Veranstaltung - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

© Milena Hög

Neue Offene Gestaltung der Erdgeschosszonen - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

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Grüner Bewohnerhof - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

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Transformation: Krankenzimmer wird Wohnzimmer - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

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Bestandsbilder Ist-Zustand - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

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Modellfoto: Blick Aldringenstraße - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

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Modellfoto: Blick Bismarckstraße - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

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Modellfoto: Blick Schwegelinweg - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

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Modellfoto: Blick Gustav-Adolf-Straße - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

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Modellfoto Umgebungsmodell - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

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Recyclingterazzo aus Bestandsmaterialien (Keramik, Ziegel, Glas, Mörtel) - HOSPITAL [ity] - ein Gastgeber für die Stadt Memmingen - Transformation des Memminger Klinikums in ein belebtes Wohnquartier

© Milena Hög

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Hochschule Augsburg, Fakultät für Architektur und Bauwesen, Milena Hög

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

03.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Sonstige

Tragwerkskonstruktion

Sonstige

Anzahl der Vollgeschosse

6- bis 10-geschossig

Raummaße und Flächen

Nutzfläche

43.000 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Das Klinikum Memmingen ist mit rund 500 Betten, 14 Hauptabteilungen und etwa 1.700 Mitarbeitenden das zweitgrößte Krankenhaus in Schwaben. Der Gebäudekomplex umfasst eine Gesamtfläche von etwa 43.700 m² und prägt seit Jahrzehnten die innerstädtische Struktur. Mit der Verlagerung des Klinikums an den neuen Standort am Memminger Autobahnkreuz verliert der innerstädtische Gebäudekomplex seine ursprüngliche Funktion als Krankenhaus.
Der freiwerdende Bestand besitzt mit einer gebundenen grauen Emissionslast von 10.248.455 kg CO₂-Äquivalenten ein erhebliches Potenzial für eine nachhaltige Weiterentwicklung. Anstatt eines Abrisses setzt der Entwurf „Hospitality“ auf Transformation und Weiterbauen im Bestand. Das ehemalige Klinikum wird zu einem lebendigen Wohnquartier transformiert, das als offener Stadtbaustein neue Formen des Ankommens, Wohnens und Zusammenlebens ermöglicht und zugleich an den ursprünglichen Gedanken des Hospitals als Ort der Fürsorge und Gemeinschaft anknüpft.
Im Erdgeschoss entstehen öffentlich zugängliche Nutzungen, die das Quartier mit der Stadt verknüpfen. Gastronomie, Veranstaltungsräume und kleinteiliger Einzelhandel schaffen Aufenthaltsqualität und beleben die Erdgeschosszonen. Ergänzt werden diese Angebote durch Bildungs- und Gesundheitsnutzungen wie Lehr- und Seminarbereiche, Arztpraxen sowie eine Apotheke.
Darüber entwickeln sich vielfältige Wohnangebote mit unterschiedlichen Wohnformen und Wohnungsgrößen. Das Spektrum reicht von Wohnmöglichkeiten für Berufsschüler über Mikroapartments und größere Wohneinheiten für unterschiedliche Haushaltsformen bis hin zu gemeinschaftlichen Wohnformen wie Clusterwohnen. Ergänzt wird dieses Angebot durch altersgerechte Wohnformen, die vom selbstständigen Wohnen im Alter bis zu demenzsensiblen Wohnkonzepten reichen.
Neben der funktionalen Umnutzung spielt die nachhaltige Weiterentwicklung des Gebäudebestands eine zentrale Rolle. Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung, eine Transformation der Fassaden sowie die Wiederverwendung von Bauteilen und Materialien tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und die bestehende graue Energie des Gebäudes zu bewahren.

Beschreibung der Besonderheiten

Eine besondere Herausforderung der Transformation liegt im Umgang mit der emotionalen Prägung des Gebäudes. Als ehemaliges Krankenhaus ist der Bestand stark mit Erinnerungen, Erfahrungen und einer gewissen Schwere verbunden. Ziel des Entwurfs ist es daher, einerseits die Geschichte des Ortes zu respektieren und sichtbar zu halten, andererseits den Bestand in ein neues, positives Licht zu rücken und insbesondere bei zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern Akzeptanz zu schaffen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Transformation krankenhaustypischer Elemente, etwa der dunklen, innenliegenden Flure sowie der Umgang mit fehlender Belichtung und der Vielzahl technischer Bereiche. Diese werden räumlich und atmosphärisch neu interpretiert und tragen so zur Entwicklung einer neuen Identität des Gebäudes bei.

Nachhaltigkeit

Der Erhalt des Bestands spielt eine zentrale Rolle im Entwurf. Mit einer gebundenen grauen Emissionslast von 10.248.455 kg CO₂-Äquivalenten stellt der Gebäudekomplex eine wertvolle Ressource dar, deren Weiterverwendung einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Transformation leistet. Neben der Wiederverwendung von Bauteilen, insbesondere der Fassadenhülle, werden auch vorhandene Materialien wie Ziegel, Keramiken aus den Sanitäranlagen, Fliesen sowie Glas experimentell weiterverarbeitet und in Recycling-Terrazzobelägen eingesetzt.
Besonders im Demenzwohnbereich spielen dabei die symbolischen und orientierungsstiftenden Farben sowie die Haptik der Beläge eine wichtige Rolle. Unterschiedliche Materialitäten unterstützen die räumliche Orientierung der Bewohnerinnen und Bewohner und schaffen eine intuitive Lesbarkeit der Räume. Ergänzend wurdeexperimentell alter Mörtel mit Lehmputz als Zuschlag kombiniert, um durch differenzierte Oberflächen und Haptiken verschiedene Zonen, etwa Bereiche der Privatheit, erfahrbar zu machen. 

Die energetische Ertüchtigung der Bestandsfassaden erfolgt durch vorgefertigte Holzrahmenbauelemente.Die Lüftung erfolgt über dezentrale Fassadenlüftungselemente. Der Sonnenschutz wird je nach Bauteil durch Laubengang, Markisoletten oder Loggien gewährleistet sowie durch zusätzlich in die Holzrahmenbau-Elemente integrierte Raffstores.

Schlagworte

Krankenhaus, Transformation, Wiederverwendung von Bauteilen, Weiterbauen, Bauen im Bestand, gemeinschaftliche Wohnformen, Clusterwohnen, Wohnen mit Demenz, Alzheimer-Wohnen, energetische Ertüchtigung, Reuse Bauteile, Wiederverwendung

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Wohneinheiten

403

Das Objekt im Internet

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