Hoffnungshaus Standort Ulm - Gögglingen-Donaustetten
89079 Ulm-Donaustetten, Beim Brückle 54, 56, 58, 60, 62
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: andOffice Architekten
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Beim Brückle 54, 56, 58, 60, 62, 89079 Ulm-Donaustetten, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
12.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Holzrahmenbau
Tragwerkskonstruktion
Sonstige
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
15.610 m³
Bruttogrundfläche
5.071 m²
Nutzfläche
3.243 m²
Verkehrsfläche
950 m²
Wohnfläche
2.693 m²
Grundstücksgröße
4.437 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
6.195.000 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
10.745.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
In mehreren nachhaltig gebauten Hoffnungshäusern entstehen insgesamt 38 Mietwohnungen für Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Lebenssituationen. Ziel des Projekts ist es, Integration, gesellschaftlichen Zusammenhalt und nachbarschaftliches Miteinander aktiv zu fördern.
Die Architektur und damit den Raum zur Realisierung dieses Konzept schaffen vier Neubauten.
Das Gebäude 1, in Holzhybrudbauweise, wird als riegelförmiges Wohngebäude mit 20WE und süd-ost-orientierter Laubengangerschließung geplant.
Durch einen offenen Gemeinschaftsbereich (Kaltbereich) über drei Geschosse wird der 53m lange Riegel optisch aufgebrochen.
Es entstehen jeweils zwei, 3-Geschossige Gebäudeteile. Eines dieser, wird durch ein Staffelgeschoss erweitert.
Der partiell, offene EG-Bereich dient dem Abstellen von Fahrrädern und ist außerdem die Verbindung zwischen der Quartiersmitte und dem Quartiers-Parkplatz an der Nord-Ost-Flurstücksgrenze.
Gebäude 2, 3 und 4, in serieller Holzbauweise, im Süd-Osten des Grundstücks sind als Wohngebäude für ein integratives Wohnprojekt, die sogenannten „Hoffnungshäuser“ geplant.
Die Gebäude mit jeweils drei Vollgeschossen und Flachdach schaffen insgesamt 18 Wohneinheiten.
Die lebendigen, kommunikativen Laubengänge und Balkone sind zueinander ausgerichtet und schaffen einen einladenden, begrünten Innenhof mit Freiräumen, Begegnungszonen und Aufenthaltsbereichen.
Durch die Anordnung der Parkplatzanlage im Rücken des Riegels bleibt das Zentrum vollständig PKW-frei – ein wichtiger Beitrag zu einer hohen Aufenthaltsqualität.
Großzügige Räume zwischen den Gebäuden schaffen Einblicke ins Qaurtier, Freiflächen und Zuwegungen.
Besonders hervorzuheben ist die Blickachse zwischen dem angrenzenden Einfamilienhausgebiet und der öffentlichen Grünfläche.
Sie suggieriert Offenheit, nicht nur nach außen, auch gezielt nach innen. Dieses, hier entstehende Quartier, schafft den Raum für das vorbildliche, integrative Wohnprojekt der Hoffnungsträger Stiftung.
Ein Ort des Wohnens und der Gemeinschaft. Dieses Projekt steht beispielhaft für eine verantwortungsvolle Stadtentwicklung, die bezahlbaren Wohnraum schafft und zugleich Lebensqualität, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt.
Beschreibung der Besonderheiten
Die expressive Architektursprache mit Ihrer weichen und positiven Ausstrahlung macht deutlich, daß hier inhaltlich etwas ganz Besonderes passiert. Sie bietet nach außen mit den spielerischen, geschwungenen Balkone einen hohen Wiedererkennungswert und schafft für Bewohner und Nachbarschaft einen Ort der Identifikation. Der Entwurf der Gebäude und Wohnungen respektiert dabei die Privatheit jedes Einzelnen, legt den Fokus aber ganz klar auf Kommunikation und Begegnung. Der Zugang erfolgt über die Balkonseite und schafft im Alltag nachbarschaftliche Begegnungen beim Heimkommen. Die großzügigen Balkone erstrecken sich über die gesamte Gebäudelänge.
Nachhaltigkeit
Die neue Wohnanlage mit 4 Gebäuden wird an das bereits bestehende Nahwärme-Netz angeschlossen.
Die Wohnungen werden mit Fußbodenheizung ausgestattet.
Der Mindestluftwechsel erfolgt über Nasskernentlüftung über Dach mit der Nachströmung über Fensterfalzlüfter. Jede Wohnung erhält einen Verteilerschrank und einen Medienverteiler.
--> Low Tech Prinzip
Materialkonzept:
Die Aufbauten der Hoffnungshäuser sind so konzipiert, dass die eingesetzten Materialien nach einem möglichen Rückbau sortenrein getrennt und dem Materialkreislauf wieder zugeführt werden können. Bereits in der Planung wurde darauf geachtet, Konstruktionen und Materialien möglichst kreislaufgerecht auszubilden.
Es werden vorwiegend, wo möglich, oberflächenfertige Materialien eingebaut. Auf zusätzliche Oberflächenbearbeitung wird bewusst verzichtet, um die Materialien später einfacher und sortenrein trennen zu können. Auch die Decken bleiben unbehandelt, wodurch der Materialeinsatz reduziert und die Rückbaubarkeit verbessert wird.
Darüber hinaus wurden Holzfenster verbaut. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff mit einer guten CO₂-Bilanz und kann am Ende des Lebenszyklus wiederverwendet oder stofflich verwertet werden. Damit leisten die eingesetzten Materialien einen Beitrag zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Gebäudekonzept.
Grundrisse
Die Grundrisse sind flexibel und anpassungsfähig konzipiert, um unterschiedlichen Nutzergruppen attraktive und zugleich effiziente Wohnungsangebote bereitzustellen. Dadurch eignen sich die Wohnungen sowohl für Familien als auch für Wohngemeinschaften, Paare oder Einzelpersonen und können auf veränderte Lebenssituationen reagieren.
Die Planung ermöglicht zudem eine spätere Anpassung der Raumstrukturen. An definierten Stellen können bei Bedarf zusätzliche Trennwände eingefügt werden, um Räume neu zu gliedern oder zusätzliche Zimmer zu schaffen. Hierfür wurden bereits in der Bauausführung die notwendigen Elektroanschlüsse vorinstalliert. Gleichzeitig sind die Fußbodenheizungsschleifen in diesen Bereichen ausgespart, sodass nachträgliche Grundrissanpassungen mit geringem technischem Aufwand umgesetzt werden können.
Durch diese flexible Konzeption wird eine langfristige Nutzbarkeit der Wohnungen unterstützt und ein nachhaltiger Umgang mit Wohnraum gefördert.
Sonstiges:
- Wartungsfreie, vorvergraute Fassade
- Lückenfreie Dokumentation der Revisionsunterlagen in Planung und Bau
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Fernwärme
Sekundärenergie
Fernwärme
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
19,90 kWh/(m²a)
Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)
Heizung
74 %
Warmwasser
26 %
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Wohneinheiten
38
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