Architekturobjekte
Historische Fassadensanierung Torhäuser Georg-Arnhold-Bad Dresden
01069 Dresden, Helmut-Schön-Allee 2b
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Harms+Schubert | Freie Architekten
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Harms+Schubert | Freie Architekten
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Helmut-Schön-Allee 2b, 01069 Dresden, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
04.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Mauerwerksbau
Tragwerkskonstruktion
Ziegelmauerwerk
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die baugleichen Torhäuser wurden 1923 im Art Déco-Stil als Kassenhäuser anlässlich der Eröffnung der Ilgen-Kampfbahn errichtet. Ihr Erscheinungsbild ist von einer kleinteiligen Fenstergliederung geprägt. Ein durchgehendes Gesims bekrönte die dreigeteilten Fensterfronten im Erdgeschoss der Nordfassaden beider Häuser, deren ursprüngliche Fassadenfarbe Blau war.
Die Eröffnung des Georg-Arnhold-Bades 1926 brachte eine Umnutzung der Torhäuser als Wohngebäude für Mitarbeiter des Bades mit sich. Die Fassaden erhielten im Zuge dessen einen jadegrünen Anstrich, der das Farbkonzept des Schwimmbades aufnahm und besser zu den Bäumen des benachbarten Großen Gartens passte. In der DDR-Zeit gingen wesentliche Gestaltungsmerkmale durch nachträglich angefügte Eingangsvorbauten und veränderte Fensterfronten verloren.
In Vorbereitung auf das 100-jährige Jubiläum des Georg-Arnhold-Bades wurde eine Fassadensanierung der Torhäuser mit dem Ziel der Rückführung in den historischen Zustand von 1923 / 1926 durchgeführt. Die Eingangsvorbauten wurden zurückgebaut und die ursprüngliche Eingangssituation mit Außentür und Außentreppenpodest rekonstruiert. Im Erdgeschoss der Nordfassaden erfolgte die Wiederherstellung der historischen dreiteiligen Fensterfronten in ihren originalen Größen. Die krönenden Gesimse wurden nachmodelliert, Fenster und Türen den Originalen nachgebaut und die Schornsteine auf ihre ursprüngliche Größe zurückgeführt. Am Torhaus Ost wurde zur barrierefreien Zugänglichkeit des Verkaufsfensters eine Rampe mit Handlauf und seitlichem Abschluss integriert, die in Analogie zu dem Podest vor Torhaus West mit Sandsteinplatten belegt wurde. Der vorhandene Sandstein erhielt eine substanzschonende Reinigung; Vierungen orientieren sich in Material und Oberflächenbehandlung am Bestand. Die Wiederherstellung der historischen Farbfassung von 1926 bildete den Abschluss der Sanierung, die in enger Abstimmung mit dem städtischen Amt für Kultur und Denkmalschutz erfolgte. Vorgesetzte Glasplatten im Erdgeschoss dienen als Graffitischutz und informieren zugleich über die Geschichte der Torhäuser.
Das östliche Torhaus beherbergt heute eine Eis-Verkaufsstätte; das westliche soll künftig als Café genutzt werden.
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