Architekturobjekte
Ein Referenzprojekt von Baier
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Ahmser Str. 156, 32052 Herford, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
05.2023
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Der BORA-Neubau ist ein kraftvolles Beispiel moderner Markenarchitektur: reduziert, transparent und präzise formuliert. Der von Lorenz Ateliers entworfene Gebäudeflügel setzt bereits in seiner äußeren Erscheinung ein deutliches Zeichen – ein filigraner Baukörper, der scheinbar über dem Gelände schwebt.
Im Inneren sollte dieser Anspruch spürbar bleiben. Der Lounge- und Restaurantbereich verlangte nach einer Lösung, die Großzügigkeit und Offenheit ermöglicht, ohne die architektonische Logik zu stören.
Architekt Peter Lorenz bringt die Dimension des Projekts auf den Punkt: „Es gibt in Deutschland kein größeres Glasschiebedach.“
Sonderkonstruktion – Maßarbeit außerhalb jeder Norm
Die beiden Dachschiebefenster mit jeweils rund 63 m² Fläche stellten Anforderungen, wie sie im klassischen Fassadenbau kaum vorkommen. Bevor ein konstruktiver Entwurf entstand, führte Baier eine umfassende Machbarkeitsanalyse durch. Sie berücksichtigte statische Lasten, Verformungen, thermische Effekte, Längenausdehnungen, Dichtigkeit, Antriebstechnik und das Verhalten der Grundstruktur unter Wind und Schnee.
Entscheidend für das Gelingen war die interdisziplinäre Zusammenarbeit: Architekt, Statiker, Stahlbau, Fassadenbau und Baier entwickelten die Lösung in einem eng verzahnten Prozess. Aus der Analyse heraus entstand ein Konzept, das technische Präzision mit architektonischer Klarheit verbindet.
Bewegung mit Präzision – Technik, die man nicht sieht
Jeder der beiden Dachflügel wiegt rund sechs Tonnen. Damit sie sich scheinbar mühelos öffnen und schließen lassen, entwickelte Baier ein obenliegendes, witterungsgeschütztes Antriebssystem.
Ein Frequenzumrichter steuert die synchron laufenden Kettenantriebe, während speziell geformte Rollen die unvermeidbaren Durchbiegungen der Träger ausgleichen und für einen sanft gleitenden Lauf sorgen.
Montage im Millimeterbereich:
Die vormontierten Segmente wurden ebenerdig vorbereitet, exakt positioniert und mit einem Schwerlastkran eingesetzt. Die Präzision dieses Prozesses sichert den späteren fließenden Bewegungsablauf – ein technisches Pendant zur architektonischen Eleganz.
Das Cabrio-Dach des BORA-Campus in Herford zeigt eindrucksvoll, wie mutige Architektur und präzise Ingenieurkunst zusammenfinden können. Das Open-Air-Feeling im Loungebereich wäre ohne eine individuelle Sonderkonstruktion nicht realisierbar gewesen.
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