Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Haus W
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Architekten Spiekermann
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
48351 Warendorf, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
09.2024
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Mauerwerksbau
Tragwerkskonstruktion
Kalksandstein
Anzahl der Vollgeschosse
1-geschossig
Raummaße und Flächen
Nutzfläche
114 m²
Wohnfläche
375 m²
Grundstücksgröße
5.637 m²
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die Architektur des eingeschossigen Neubaus respektiert den Wald nicht nur, sondern bindet ihn unmittelbar in das Wohnkonzept ein. Um einen ungestörten Blick in die unberührte Natur zu ermöglichen, wurde der Baukörper weit in das Grundstück zurückgesetzt. Die in den Grundriss integrierten Innenhöfe lassen das Gebäude förmlich um einzelne Stämme fließen und bringen das Grün sowie ein stimmungsvolles Spiel aus Licht und Schatten direkt in das Hausinnere. Die Konzeption in einer T-förmigen Anordnung schafft dabei eine klare Zonierung: Während der linke Flügel die großzügige Zufahrt und den öffentlichen Eingangsbereich mit Garagen und Funktionsräumen umfasst, öffnet sich der private Bereich nach Südwesten zum Wald hin. Das Herzstück des Hauses bilden die zentralen Koch-, Ess- und Wohnbereiche, die als offene Raumfolge fungieren und den privaten Schlaftrakt harmonisch vom öffentlichen Bereich trennen.
Ein besonderes architektonisches Merkmal ist die dynamische Dachlandschaft, die das Prinzip des Waldes widerspiegelt. Durch die Auflösung des Flachdachs in verschiedene Ebenen werden die einzelnen Funktionsbereiche des Hauses akzentuiert. Die Raumhöhen variieren dabei von intimen 3,0 Metern in den Seitenteilen bis hin zu einer beeindruckenden Höhe von 6,3 Metern im zentralen Essbereich. Ähnlich einer natürlichen Baumkrone erzeugt diese Höhenstaffelung ein organisches Gesamtbild, das trotz einer Gesamtnutzfläche von 574 Quadratmetern eine wohltuende Intimität ausstrahlt. Ingenieurtechnisch wurde diese Vision durch eine anspruchsvolle Kombination aus Stahlbeton und Holzkonstruktionen gelöst, wobei insbesondere das auskragende Dach des höchsten Gebäudeteils mit einer Spannweite von 3,4 Metern eine schwebende Leichtigkeit vermittelt.
Die Materialität des Hauses unterstreicht die Symbiose aus rauer Natürlichkeit und moderner Präzision. Der helle Fassadenklinker wurde bewusst unverfugt gelassen, um eine tief strukturierte, dreidimensionale Optik zu erzielen, die im spannungsvollen Kontrast zu den bis zu 4,8 Meter hohen Fensteranlagen aus dunkel lasiertem Eiche-Holz steht. Diese großflächigen Verglasungen heben die Grenze zwischen Innen- und Außenraum nahezu vollständig auf. Ergänzt wird dieses Bild durch handwerklich perfekt ausgeführte Details wie eine Dach-Attika aus Kupfer sowie maßgefertigte, raumhohe Brandschutztüren im Innenbereich. So verbindet das „Haus W“ höchste handwerkliche Qualität mit einer Architektur, die sich dem Ort unterordnet und gleichzeitig eine unverwechselbare, skulpturale Präsenz entfaltet.
Objektdetails
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