Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Haus im Stadel
4751 Dorf a. d. Pram, Thalling 3, Österreich
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Wolf Architektur ZT GmbH
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Thalling 3, 4751 Dorf a. d. Pram, Österreich
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Umbau
Fertigstellungstermin
08.2023
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Holzbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
870 m³
Bruttogrundfläche
280 m²
Nutzfläche
230 m²
Verkehrsfläche
20 m²
Wohnfläche
170 m²
Grundstücksgröße
40.100 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
320.000 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
760.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Ein offener Vierseithof, welcher im Laufe der Zeit durch Zu- und Verbindungsbauten ergänzt wurde, war die Ausgangslage. Es galt ein Konzept zu entwickeln, welches den alten Bestandshof bereinigt, zum offenen Vierseithof rückgebaut wird und eine Wohnmöglichkeit für die junge Generation anbietet.
Die Reparatur, das Bereinigen und das behutsame Umbauen waren die Prämissen.
Wir sind Bewunderer der sparsamen und funktionalen Qualität von alten Bauernhöfen. Wie kann man eine zeitgemäße Nachnutzung für Wohnzwecke in dieser landschaftsverträglichen Typologie erzielen? Das große Potential findet sich allein schon in der Dimension der Nutzgebäude und in ihrer Vielfältigkeit der Struktur der jeweiligen Nutzung, wie Lagern, Tierstallungen und Wohnen. Alles findet in einem Gehöft statt.
Klare Baukörper fügen sich nun um einen gemeinschaftlichen Hof und bilden ein stimmiges Ensemble. Eine Reduktion der versiegelten Fläche des Bestandes wurde erreicht und drei Generationen wohnen wieder gemeinsam am Hof.
Der südlich gelegene Holzstadel des Hofes wurde entkernt und von der Stallerweiterung rückgebaut. Der Holzwurm bohrte im Lauf der Zeit im Gebälk und die Tragsicherheit war nicht mehr gewährleistet. Wo es erforderlich war, wurde die Konstruktion erneuert. In dieser Struktur wurde ein Holzbau für Wohnzwecke eingefügt. Das Konzept respektiert den Bestand, richtet sich nach Stützen und Gebälk und ist geprägt von deren Rhythmus – eine offene Raumabfolge im Erdgeschoß, symmetrisch eingeschrieben in den Stadel – dazwischen entstehen geborgene Außenräume, die eine vielfältige Nutzung anbieten. Schiebetore können diese gefassten Bereiche vor Wind und Wetter schützen, aber auch bei heißen Sonnentagen den angrenzenden Innenraum beschatten. Im Obergeschoß sind die Privaträume untergebracht, räumlich abgestuft und rückversetzt in das Dachvolumen eingeschrieben. Blickbeziehung ins Dachgebälk und - wo erforderlich - in die Landschaft, verorten die Räume. Mittels transparenter Dachziegel wird punktuell Tageslicht in die Scheune eingebracht und über Dachflächenfenster ins Haus weiter geleitet.
Der Holzbau ist mit einfachem Schnittholz und sägerauer Diagonalschalung konstruiert. Die Bauökologie war für die Konstruktion und den Ausbau oberste Prämisse. Alle Wände wurden mit feinjährigem Tannenholz ausgetäfert. Die reduzierte, aber sehr sorgfältige handwerkliche Ausstattung der Räume, bekundet mit ihrer gediegenen Einrichtung den hohen zeitlosen Gestaltungsanspruch.
Ganz selbstverständlich und unaufgeregt steht die Scheune nun da – ein Ensemble am Hof und zur Nachbarschaft – in ländlicher Umgebung.
Beschreibung der Besonderheiten
Klare Baukörper fügen sich nun um einen gemeinschaftlichen Hof und bilden ein stimmiges Ensemble. Eine Reduktion der versiegelten Fläche des Bestandes wurde erreicht und drei Generationen wohnen wieder gemeinsam am Hof.
Ganz selbstverständlich und unaufgeregt steht die Scheune nun da – ein Ensemble am Hof und zur Nachbarschaft – in ländlicher Umgebung.
Das Konzept respektiert den Bestand, richtet sich nach Stützen und Gebälk und ist geprägt von deren Rhythmus – eine offene Raumabfolge im Erdgeschoß, symmetrisch eingeschrieben in den Stadel – dazwischen entstehen geborgene Außenräume, die eine vielfältige Nutzung anbieten. Schiebetore können diese gefassten Bereiche vor Wind und Wetter schützen, aber auch bei heißen Sonnentagen den angrenzenden Innenraum beschatten. Im Obergeschoß sind die Privaträume untergebracht, räumlich abgestuft und rückversetzt in das Dachvolumen eingeschrieben. Blickbeziehung ins Dachgebälk und - wo erforderlich - in die Landschaft, verorten die Räume. Mittels transparenter Dachziegel wird punktuell Tageslicht in die Scheune eingebracht und über Dachflächenfenster ins Haus weiter geleitet.
Nachhaltigkeit
Der südlich gelegene Holzstadel des Hofes wurde entkernt und von der Stallerweiterung rückgebaut. Der Holzwurm bohrte im Lauf der Zeit im Gebälk und die Tragsicherheit war nicht mehr gewährleistet. Wo es erforderlich war, wurde die Konstruktion erneuert. In dieser Struktur wurde ein Holzbau für Wohnzwecke eingefügt. Durch die Adaptierung des ältesten Gebäudeteils, dem ursprünglichen Stall, konnte hier die Heizzentrale für das alten Wohnhaus der Altbauern und der neue Teil in der alten Scheune für die junge Generation als gemeinsame Heizanlage mit Hackgut aus dem eigenem Wald umgesetzt werden.
Auszeichnungen
2024 Häuser des Jahres Anerkennung
2025 OÖ Holzbaupreis Auszeichnung
2025 ICOMOS Austria | Best Practice Award Besondere Anerkennung
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Sonstige Biomasse
Sonstige Heizenergie
Sekundärenergie
Holz
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
130,90 kWh/(m²a)
Heizenergieverbrauchswert
88,60 kWh/(m²a)
Stromverbrauchswert
13,90 kWh/(m²a)
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
1
Anzahl Kinder
2
Das Objekt im Internet
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