Architekturobjekt 2 von 14.032

Architekturobjekte


Hängebrücke in Giswil

Ein Referenzprojekt von Jakob Rope Systems

Bild 1 - Hängebrücke in Giswil

© Jakob Rope Systems

Bild 2 - Hängebrücke in Giswil

© Jakob Rope Systems

Bild 3 - Hängebrücke in Giswil

© Jakob Rope Systems

Bild 4 - Hängebrücke in Giswil

© Jakob Rope Systems

Bild 5 - Hängebrücke in Giswil

© Jakob Rope Systems

Bild 6 - Hängebrücke in Giswil

© Jakob Rope Systems

Ein Referenzprojekt von Jakob Rope Systems

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

6074 Giswil, Schweiz

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

11.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Bauherr

Gemeinde Giswil

Deutschland

Fachplanung: Anlagenbau

Von Rotz & Wiedemar AG

Industriestrasse 19

6064 Kerns

Schweiz

info@vonrotz-seilbahnen.ch

Bauleistung: Anlagenbau

Von Rotz & Wiedemar AG

Deutschland

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Steibibrücke über den Altibach in Giswil (Kanton Obwalden) wurde als Hängebrücke neu errichtet. Sie liegt auf einem Wanderweg zwischen dem Zopfwald und der Sakramentskapelle und überspannt eine enge, tief eingeschnittene Bachschlucht. Der Neubau ersetzt eine frühere Metallbrücke, die im Sommer 2024 bei einem Unwetter zerstört wurde.
Die Wahl der Bauform folgt den topografischen Gegebenheiten der Schlucht. Durch die Ausbildung als Hängebrücke konnten die Widerlager ausserhalb des Schwemm‑ und Gefahrenbereichs positioniert werden. Der Brückenkörper verläuft deutlich oberhalb des Bachbetts und reduziert damit die Anfälligkeit gegenüber Hochwasser und Treibgut.

Ausgangslage und Konzept
Die Altibach‑Schlucht ist durch steile Hänge, begrenzte Aufstandsflächen und eine wechselnde Wasserführung geprägt. Verschiedene Brückentypen wurden für den Wiederaufbau geprüft. Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten einer Hängebrücke war die Möglichkeit, die Konstruktion auf wenige Eingriffe in den Geländeverlauf zu konzentrieren und gleichzeitig eine dauerhafte Querung mit angehobener Lage zu realisieren. Das Konzept sah eine integrale Seil‑ und Netzstruktur vor, bei der tragende, sichernde und begrenzende Funktionen miteinander kombiniert sind. Ziel war eine kompakte, funktional reduzierte Konstruktion mit klar ablesbarer Tragwirkung.

Konstruktion und Umsetzung
Das Tragwerk besteht aus zwei Haupttragseilen, die den Gehweg tragen, sowie zwei unterhalb der Gehfläche angeordneten Abspannseilen. Diese sind in den Brückenquerschnitt integriert und übernehmen die Stabilisierung des Systems. Die Widerlager sind so gesetzt, dass sie sich in den Verlauf der Schlucht einfügen und die Kräfte direkt in den Baugrund ableiten.

Alle wesentlichen Brückenelemente sind unmittelbar mit dem Seiltragwerk verbunden. Die Konstruktion kommt ohne zusätzliche Rahmen oder Geländerpfosten aus. Als seitliche Begrenzung dient ein Edelstahlnetz aus Drahtseilen, das gleichzeitig als Traganteil, Absturzsicherung und Brüstung wirkt. Die Netzstruktur ist radial ausgerichtet und folgt der Geometrie der Seilführung.
Die Maschenweiten des Netzes wurden projektspezifisch variiert. Dadurch lässt sich die Steifigkeit differenziert einstellen, während Materialeinsatz und Eigengewicht begrenzt bleiben. Sämtliche tragenden Bauteile bestehen aus Edelstahl und sind für die dauerhaft feuchten und schattigen Bedingungen der Schlucht ausgelegt.

Beschreibung der Besonderheiten

Tragwerk und Materialien
Tragseile:​ 2 Tragseile Ø 22 mm
Abspannseile:​ 2 Abspannseile Ø 16 mm, unterhalb der Gehfläche angeordnet
Geländer / Sicherung:​ Webnet‑Edelstahlnetz, Seildurchmesser 3 mm, variabel ausgeführte Maschengrössen, radial angeordnet
Material:​ Edelstahl für sämtliche Seile, Netze und Verbindungselemente

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