Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
FranckTransit
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: HSRM, Architektur, Anna Schmitz
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: HSRM, Architektur, Anna Schmitz
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
02.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Gebäudedaten
Bauweise
Sonstige
Tragwerkskonstruktion
Sonstige
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
35.615 m³
Bruttogrundfläche
6.500 m²
Nutzfläche
3.375 m²
Verkehrsfläche
1.825 m²
Wohnfläche
190 m²
Grundstücksgröße
11.000 m²
Beschreibung
Objektbeschreibung
Ausgangspunkt des Entwurfs ist die neue Bahnunterführung, deren Achse als räumliches und programmatisches Element durch das gesamte Areal geführt wird. Die Achse entwickelt sich von einer Fuge zu einem Band und schließlich zu einem Gebäude. Sie erweitert den Stadtraum horizontal und vertikal und bildet das neue Tor zur Oststadt. Entlang dieses Bandes entstehen Nutzungen, die den Mobilitätscharakter des Ortes aufgreifen und durch kreative Werkstätten, gemeinschaftliche Kulturangebote sowie Aufenthaltsräume ergänzt werden. Durch die Umnutzung der historischen Gebäude und die Ergänzung zeitgemäßer Programme entwickelt sich das Franck-Areal zu einem lebendigen Quartier, das Bewegung, Ankommen, Austausch und urbanes Leben miteinander verbindet.
Das Projekt transformiert das historische Franck-Areal zu einem offenen, durchlässigen Stadtraum und schafft eine neue Verbindung zwischen Ost- und Weststadt. Ausgangspunkt ist die neue Bahnunterführung, deren Achse als räumliche und programmatische Linie durch das Areal geführt wird. Die Achse entwickelt sich von der Fuge zum Band und schließlich zum Gebäude. Sie erweitert den Stadtraum horizontal und vertikal und bildet das neue Tor zur Oststadt. Entlang dieses Band entstehen Nutzungen, die den Mobilitätsort der Bahn aufgreifen, ergänzt durch kreative Werkstätten passend zur Umgebung sowie gemeinschaftliche Kultur- und Aufenthaltsräume. Das Areal wird dadurch zu einem neuen, lebendigen Quartier, das Besucher willkommen heißt und die industrielle Geschichte des Ortes mit zeitgenössischer Nutzung verbindet.
Beschreibung der Besonderheiten
Gebäude 28
Das Gebäude 28 wird durch die neue Bahnunterführung als neue Ost-West-
Achse geprägt. Diese verläuft durch das Gebäude und erweitert sich als öffentlicher Raum in den Stadtraum. Als Mobilitätsort nahe der Bahn ist das Gebäude von Dynamik und Bewegung bestimmt. Die Nutzungen staffeln sich vertikal nach der Veweildauer. Im Erdgeschoss befinden sich die Bewegungsachse für Fuß- und Radverkehr mit hoher Frequenz, darüber Aufenthalts- und Arbeitsbereiche. Den Abschluss bildet eine Bibliothek als Rückzugsort.
Gebäude 80
Die Achse setzt sich fort, schneidet das Gebäude und erweitert den Stadtraum nach Westen und in das Innere. Aus ihr entwickeln sich zwei vertikale Bänder. Ein inneres Band führt als räumlicher Weg an Werkstätten vorbei und dient gleichzeitig als Ausstellungsraum. Ein äußeres Band umschließt das Gebäude als prägnante Treppenstruktur, erschließt die Ebenen und endet in einem Stadtbalkon mit Blick auf die Weststadt. Als neues Eingangstor zur Oststadt lädt das Gebäude Besucher durch seine offene Erschließung in das Areal ein.
Neubau
Das Band endet in einem neuen Gebäude, das sich im Zwischenraum zwischen Gebäude 25 und 28 zu einem eigenständigen Baukörper entwickelt. Aus aufeinandergestapelten Modulen ensteht ein vertikales Gebäude, entlang dessen sich das aus Gebäude 80 kommende Band nach unten fortsetzt. Fuge, Band und Gebäude führen die Bewegung aus der Stadt weiter. Es dient als Ort des Ankommens und Verweilens für Reisende sowie für Besucher der Werkstätten und markiert den Übergang ins neue Areal.
Nutzungen im Franck-Areal
Die Nutzungen im Franck-Areal sind entlang der Ost-West-Achse organisiert und folgen einer klaren Abfolge von Bewegung, Aufenthalt und Austausch. In den Bereichen nahe der Bahn dominieren öffentliche, dynamische Nutzungen, die den Ort als Mobilitäts- und Ankunftsraum prägen. Markthalle, Repaircafé und Quartierskantine bilden den belebten Sockel des Areals. Mit zunehmender Höhe verschiebt sich die Nutzung zu gemeinschaftlichen und ruhigeren Programmen. Offene Werkstätten und mietbare Arbeitsräume fördern den Austausch und die "Produktion", während Rückzugsorte wie eine Bibliothek und ein Boutique Hotel längere Aufenthalte ermöglichen. Das Band verknüpft öffentliche, halböffentliche und privatere Nutzungen miteinander und schafft ein lebendiges Quartier, das sowohl Reisende als auch Bewohner der Umgebung anspricht und den Stadtraum ganztägig aktiviert.
Nachhaltigkeit
Eingriffe erfolgen gezielt und nur dort, wo sie zur Öffnung, Erschließung oder Aktivierung des Areals erforderlich sind. Die Materialwahl orientiert sich an Langlebigkeit, Reversibilität und Kreislauffähigkeit. Die neue Polycarbonatfassade sowie die ergänzenden Stahlkonstruktionen können sortenrein getrennt und rückgebaut werden. Auch der modulare Neubau zwischen den Bestandsgebäuden folgt einem reversiblen Konstruktionsprinzip und ermöglicht zukünftige Anpassungen oder Wiederverwendungen. Im Sinne des Cradle-to-Cradle-Prinzips wird die bestehende Wellblechfassade des Gebäudes 80 demontiert, aufgearbeitet und als Fassadenmaterial für den Neubau wiederverwendet.
Energetisch profitiert das Quartier von seiner kompakten Nutzungsmischung, kurzen Wegen und der Weiternutzung bestehender Gebäudehüllen. Bestehende Lufträume und neue Öffnungen verbessern die Tageslichtversorgung und reduzieren den Energiebedarf. Ergänzend bieten die Dachflächen Potenzial für Photovoltaik und eine quartiersbezogene Energieversorgung.
Auszeichnungen
Nominierung für den SARP Preis 2026
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
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