Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Form Follows Schaf
97775 Burgsinn, Mühlenstraße 25b
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ToB.Studio
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ToB.Studio
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Mühlenstraße 25b, 97775 Burgsinn, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
08.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Holzhybridbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
700 m³
Bruttogrundfläche
180 m²
Nutzfläche
5 m²
Verkehrsfläche
9 m²
Wohnfläche
110 m²
Grundstücksgröße
580 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Jahrzehntelang galt das Grundstück als „nicht bebaubar“. Erst als Bauherrschaft und Planer beharrlich blieben, wurde in enger Abstimmung mit Amt und Nachbarschaft die Einfügung präzise geklärt: Ortsgrenze, Baugrenzen, Höhenentwicklung und Dorfbild konnten definiert werden. Aus einer unwirklich anmutenden Baulücke im Innenbereich entwickelte sich so die Vision einer behutsamen, kleinteiligen Bebauung – ein präziser Eingriff, der Landschaft und Kontext respektiert und weiterführt.
Der Baukörper bettet sich in den Hang ein und steht auf dem darunterliegenden roten Sandstein: unten ein Sockelgeschoss aus Sichtbeton, darüber ein Holzbau aus dem eigenen Wald. Zur Straße zeigt er sich zurückhaltend und geschlossen, zum Tal öffnet er sich weit. „Sieht halt aus wie eine Scheune“ – genau darin liegt die Stärke. Das Haus greift Merkmale traditioneller Spessart-Häuser und Scheunen auf und übersetzt sie zeitgemäß: als ruhiger, klarer Baukörper mit einfacher Kubatur, robuster Materialität und selbstverständlicher Präsenz im Dorf. Material und Konstruktion folgen derselben Logik: wenige, robuste Bauteile statt vieler Schichten. Der Holzbau ist als Massivholzbau ausgeführt – genagelte Massivholz-Wandelemente sowie Brettstapel-Decken- und Dachelemente tragen und prägen den Raum.
Soziale, ökologische und energetische Entscheidungen greifen ineinander. Das Haus bleibt kompakt: 110 m² Wohnfläche auf 57 m² Grundfläche, kurze Wege, wenig Verkehrsfläche. Die offene Organisation – nur notwendige Wände, kaum Türen, Blickachsen quer durchs Haus – unterstützt gemeinsames Leben, ohne Enge zu erzeugen. Der offene „Heuboden“ schafft Luft- und Liegeraum und verbindet Ebenen, ohne zusätzliche Grundfläche zu benötigen. In der Bauphase bekam ein Detail eine besondere Rolle: die Treppe. Kaum eingebaut, wurde sie zum Ort für Gespräche; wer sie hinabsteigt, blickt durch das „Kirchenfenster“ auf Bach, Wald und Himmel.
Ressourcenschonung beginnt bei der Flächenentscheidung und setzt sich in der Materialkette fort: Fichtenholz wurde im Zuge des Waldumbaus im eigenen Wald geschlagen und im nahen Sägewerk verarbeitet; die reduzierte Materialpalette erleichtert Wartung, Reparatur und spätere Anpassungen. Klimawandelangepasst wirkt der kleine Footprint ebenso wie der Erhalt der Vegetation und die geringe Versiegelung. Energetisch profitiert das Haus von Kompaktheit, Tageslichtführung und Speichermasse. Eine aktivierte, geschliffene Stahlbetondecke unterstützt das Raumklima.
Die gestalterische Qualität entsteht aus diesem Zusammenspiel: ein ruhiger Baukörper, eine klare Konstruktion, wenige Materialien – und ein Wohnraum, der die Landschaft nicht als Kulisse nutzt, sondern als Teil des Alltags erfahrbar macht. Der Innovationsgehalt liegt in der Konsequenz: flächensparende Organisation, verständlicher Massivholzbau aus lokalen Ressourcen und eine Offenheit, die Alltag und Landschaft eng verknüpft.
Ressourcenschonung beginnt bei der Flächenentscheidung und setzt sich in der Materialkette fort: Fichtenholz wurde im Zuge des Walumbaus im eigenen Wald geschlagen und im nahen Sägewerk verarbeitet; die reduzierte Materialpalette erleichtert Wartung, Reparatur und spätere Anpassungen. Klimawandelangepasst wirkt der kleine Footprint ebenso wie der Erhalt der Vegetation und die geringe Versiegelung. Energetisch profitiert das Haus von Kompaktheit, Tageslichtführung und Speichermasse. Eine aktivierte, geschliffene Stahlbetondecke unterstützt das Raumklima.
Die gestalterische Qualität entsteht aus diesem Zusammenspiel: ein ruhiger Baukörper, eine klare Konstruktion, wenige Materialien – und ein Wohnraum, der die Landschaft nicht als Kulisse nutzt, sondern als Teil des Alltags erfahrbar macht. Der Innovationsgehalt liegt in der Konsequenz: flächensparende Organisation, verständlicher Massivholzbau aus lokalen Ressourcen und eine Offenheit, die Alltag und Landschaft eng verknüpft.
Beschreibung der Besonderheiten
Der offene „Heuboden“ schafft Luft- und Liegeraum, verbindet die Ebenen und erweitert den Alltag, ohne zusätzliche Grundfläche zu benötigen. Die Treppe wurde bereits während der Bauphase zum kommunikativen Mittelpunkt – ein Ort für Gespräche, Pausen und stilles Beobachten. Durch das „Kirchenfenster“ öffnet sich der Blick auf Bach, Wald und Himmel.
Auch konstruktiv ist die Reduktion lesbar: ein dauerhafter Betonsockel im Hang, darüber Massivholz aus dem eigenen Wald. Genagelte Massivholz-Wandelemente sowie Brettstapel-Decken- und Dachelemente tragen das Haus mit wenigen, robusten Teilen. Die geringe Materialvielfalt erleichtert Pflege, Reparatur und spätere Anpassungen. Kompaktheit, Speichermasse, Verschattung und einfache Lüftungsführung sichern Behaglichkeit ohne Technikballast; der kleine Footprint erhält die Obstwiese weitgehend unversiegelt.
Nachhaltigkeit
Konstruktiv setzt das Haus auf eine einfache, robuste Materiallogik: ein dauerhafter Sichtbetonsockel dort, wo Erdberührung, Hangdruck und Speichermasse sinnvoll sind; darüber ein Massivholzbau aus Fichtenholz aus dem eigenen Wald. Das Holz wurde im Zuge des Waldumbaus geschlagen und im nahen Sägewerk verarbeitet. Kurze Transportwege, regionale Wertschöpfung und die Verwendung eines nachwachsenden Rohstoffs prägen damit das Materialkonzept.
Effizienz entsteht durch Kompaktheit, klare Konstruktion und wenige Schichten: genagelte Massivholz-Wandelemente sowie Brettstapel-Decken- und Dachelemente übernehmen Tragwerk, Raumwirkung und Materialoberfläche zugleich. Die reduzierte Materialpalette erleichtert Wartung, Reparatur und spätere Anpassungen. Energetisch profitiert das Gebäude von der kompakten Form, gezielter Tageslichtführung, Speichermasse und einer aktivierten, geschliffenen Stahlbetondecke, die Temperierung und Raumklima unterstützt.
Ein formales Cradle-to-Cradle-Konzept wurde nicht zertifiziert verfolgt; die Grundhaltung ist jedoch kreislaufnah gedacht: wenige, verständliche Materialien, robuste Fügungen, reparaturfähige Bauteile und eine Konstruktion, die langfristige Nutzung, Anpassbarkeit und möglichst einfache Rückbaubarkeit begünstigt.
Auszeichnungen
BDA MAX 40 Preis 2026 – Auszeichnung
BIM-Preis Bayern 2025 – nominiert
German Design Award 2026 – nominiert
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Umweltthermie (Luft / Wasser)
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
31,96 kWh/(m²a)
Heizenergieverbrauchswert
20,71 kWh/(m²a)
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Kinder
3
Das Objekt im Internet
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