Architekturobjekt 4 von 1.313

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Erste Haus aus Hanf Berlins

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: URBAN CLEAN BUILDING

Fassadenansicht - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Straßenansicht - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Rohbau mit HanfKalkMauerwerk - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Hanflehm Innenwände - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Hanflehm Bodenschüttung - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Trockenestrich Basaltplatten - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Hanflehm Innenände - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Lehmputz - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Lehmput - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Innenraumansicht - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Küche aus Reyclingmaterial - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Küchendesign - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Küchendurchreiche - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Innentreppe - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Innentreppe Erdgeschoss - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Innentreppe Erdgeschoss - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Innentreppe Obergeschoss - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Badezimmer - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Innenwandverkleidung mit Holz - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Innenraumansicht - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Holzterrasse - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

PV-Anlage - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Erdwärmebohrung - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Winteransicht - Erste Haus aus Hanf Berlins

© UrbanCleanBuilding

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: URBAN CLEAN BUILDING

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

13086 Berlin, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

06.2026

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

URBAN CLEAN BUILDING

Gensinger Str. 80

10315 Berlin

Deutschland

Tel. 01718369326

nachhaltig@urban-clean-building.de

Energieberatung

CPBaustatik

Fürstenaustraße 10

32052 Herford

Deutschland

Tel. 05521-102289-0

info@cp-baustatik.de

Bauleistung: Tischler

StudioTegel

Joachim-Friedrich Straße 15

10711 Berlin

Deutschland

team@studiotegel.de

Bauleistung: Putz, Stuck

Lehm-Und-Bau

Hauptstraße 34

15366 Neuenhagen

Deutschland

info@lehmundbau.com

Bauleistung: Elektroinstallation

SolBrain GmbH

Regerstraße 19b

16515 Oranienburg

Deutschland

info@solbrain.de

Bauleistung: Heizung, Klima, Lüftung

Axmann Heizung-Sanitär GmbH

Germanenstraße 40

13156 Berlin

Deutschland

info@axmann-gmbh.de

Sonstige

Die Erdwärmebohrer

Prenzlauer Allee 36 G

10405 Berlin

Deutschland

Tel. 01577 416 00 56

anfragen@erdwaermebohrer.de

Bauleistung: Tiefbau

Hemp Gala-Tiefbauarbeiten

Poststraße 10b

16727 Oberkrämer

Deutschland

hemp-Gala-Tiefbau@gmx.de

Bauleistung: Metall- und Stahlbau

Metallbauhandwerk Martin Jentsch

Am Markt 12

15748 Märkisch Buchholz

Deutschland

info@treppenberlin.com

Bauleistung: Parkett, Bodenbeläge

Bodentechnik Priller GmbH

Greifswalder Straße 44

10405 Berlin

Deutschland

mail@bodentechnik.info

Bauleistung: Fliesen, Platten

BSW Brand Sanierung Wittenau GmbH

Lübarser Str. 40-46

13435 Berlin

Deutschland

info@bsw-wittenau.de

Bauleistung: Dachdeckung, Dachabdichtung

bau & Dientleistungen GmbH

Juliusstraße 19

12051 Berlin

Deutschland

info@rv-dachbau-service.de

Bauleistung: Verglasung, Fensterbau

Kochs Fensterbau GmbH

Karl-Marx-Allee 54

15320 Neuhardenberg

Deutschland

info@kochs-fensterbau.de

Verwendete Produkte

conluto®

Lehm-Farben

Lehmfarbe

Hanffaser Uckermark

Trockenschüttungen

LLS200

Hessler Kalkwerke

Fassadenputz

Grundputz Kalkputz mit Hanffaseranteilen HP 9U

IsoHemp

Mauerwerk

Hanfstein

Schleusner

Lehm-Putze

Lehmgrundputz

Gebäudedaten

Bauweise

Sonstige

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

1.154 m³

 

Bruttogrundfläche

329 m²

 

Nutzfläche

303 m²

 

Wohnfläche

238 m²

 

Grundstücksgröße

455 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Das Projekt ist ein innerstädtisches Wohngebäude in Berlin-Weißensee, dessen Entwurf ursprünglich als konventioneller Neubau durch andARCHITECTURE aus Amsterdam entwickelt wurde. Der vorhandene Gebäudebestand sollte zunächst ertüchtigt werden, war aufgrund seiner geringen Bauqualität jedoch nicht erhaltenswert. Daraus entstand ein architektonisch anspruchsvoller Neubauentwurf, der stark über Proportion, Baukörper und Erscheinung entwickelt war.

Urban Clean Building wurde kurz vor Einreichung der Baugenehmigung als Spezialbüro für ökologische Architektur hinzugezogen, unterstützte in Leistungsphase 4 und übernahm anschließend die Leistungsphasen 5 bis 9 vollständig. Ziel war nicht, den Entwurf grundsätzlich neu zu planen, sondern seine bauliche Umsetzung konsequent ökologisch, wohngesund und möglichst schadstoffarm weiterzuentwickeln.

Dafür wurden die wesentlichen Bauteile der Ausführungsplanung einzeln geprüft. Konventionelle Aufbauten wurden dort ersetzt, wo langlebige, CO2-reduzierte, kreislauffähige und wirtschaftlich vertretbare Alternativen möglich waren. So wurde aus einem konventionell entwickelten Neubau ein Gebäude, das die architektonische Idee erhält und zugleich zeigt, wie ökologisches Bauen auch auf einem innerstädtischen Berliner Grundstück realisierbar ist.

Das Gebäude wurde vom ursprünglich geplanten Einfamilienhaus zu einem Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung weiterentwickelt. Das Erdgeschoss kann später separat genutzt oder vermietet werden, wenn sich der Flächenbedarf der Familie verändert. Bei eingeschränkter Mobilität kann diese Einheit durch das Entfernen einer rückbaubaren Wand rollstuhlgerecht angepasst werden.

Auf einen Keller wurde bewusst verzichtet. Die Gebäudetechnik konnte vollständig in einem kleinen Technikraum im Erdgeschoss untergebracht werden. Dadurch wurden Aushub, Betonmenge, Materialeinsatz und Kosten reduziert.

Die Gebäudehülle besteht aus 50 cm starken monolithischen Hanfkalk-Außenwänden. Innen wurden Lehmputze, Hanflehmwände, Holzfaser, Hanf im Fußbodenaufbau und ein Trockenestrichsystem aus Basaltgestein eingesetzt. Außen erhielt die Fassade einen Hanfkalkputz mit Ultrakurz-Hanffasern. Ergänzt wird das Konzept durch Erdwärme, Wärmepumpe, Photovoltaik, PV-Module an der Südfassade, Stromspeicher, Gebäudemanagement, Gründach, Zisterne und Rigolenversickerung.

Beschreibung der Besonderheiten

Das Projekt hebt sich durch den konsequenten Einsatz von Hanf im gesamten Gebäude ab. Nach unserem Kenntnisstand ist es das erste Haus in Berlin in dieser Größenordnung, bei dem die Außenwände aus Hanfkalksteinen bestehen. Auch ein Großteil der Innenwände wurde als Hanflehmwand ausgeführt. Hanf findet sich zudem im Fußbodenaufbau und selbst im Fassadenputz, der mit Ultrakurz-Hanffasern versehen ist.

Damit wird Hanf nicht als einzelnes ökologisches Zeichen eingesetzt, sondern als tragender Bestandteil eines umfassenden Materialkonzepts. Durch den schnell nachwachsenden Rohstoff konnte CO2 im Gebäude gebunden werden. Das Projekt zeigt, dass Gebäude nicht nur Ressourcen verbrauchen und Emissionen verursachen müssen. Richtig geplant können sie selbst zu CO2-Speichern werden und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Die ökologische Durcharbeitung reicht bis in konstruktive und handwerkliche Details. Die Brandwand auf der Grundstücksgrenze und die aussteifenden Innenwände wurden in Abstimmung mit der Tragwerksplanung nach der jeweils notwendigen Druckfestigkeit optimiert. Dadurch kamen vier unterschiedliche Ziegelqualitäten zum Einsatz, um Materialeinsatz und CO2-Abdruck zu reduzieren.

Auch der Innenausbau folgt diesem Prinzip. Waschtische wurden aus alten Sitzbänken eines Hotels am Kurfürstendamm gefertigt. Die Küche entstand aus recycelten und übrig gebliebenen Materialien anderer Gewerke, die Griffe aus alten Feuerwehrschläuchen. Unterkonstruktionen von Wand- und Deckenverkleidungen wurden aus Recyclingholz hergestellt. Schichtholzplatten wurden, wo möglich, mit Buchennägeln verbunden, um Metallschrauben zu reduzieren. Selbst Markisenkästen wurden nicht als konventionelle Fertigteile mit Aluminium und EPS-Dämmung eingebaut, sondern als eigene Konstruktionen aus Holz und Holzfaser entwickelt.

Eine weitere Besonderheit ist die langfristige Nutzungsflexibilität. Das Haus kann als Einfamilienhaus genutzt werden, später aber auch eine abtrennbare Einliegerwohnung aufnehmen. Dadurch reagiert es auf Familienphasen, Auszug der Kinder, mögliche Vermietung und spätere Barrierefreiheit. Nachhaltigkeit wird hier nicht nur materiell verstanden, sondern auch als Anpassbarkeit über den Lebenszyklus.

Nachhaltigkeit

Das Nachhaltigkeitskonzept setzt nicht auf einzelne sichtbare Zeichen, sondern greift tief in Bauteile, Schichten, Verbindungsmittel, Gebäudetechnik und Nutzung ein. Entscheidend war nicht die Frage, wo ein ökologisches Produkt ergänzt werden kann, sondern welche konventionellen Konstruktionen durch bessere Alternativen ersetzt werden können.

Die Außenwände aus 50 cm Hanfkalkstein, die Hanflehmwände, Lehmputze, Holzfaserplatten, Hanf im Fußbodenaufbau und der Hanfkalk-Fassadenputz schaffen eine diffusionsoffene und wohngesunde Konstruktion. Durch den Austausch der ursprünglich geplanten Außenwandkonstruktion konnten allein rund 16 Tonnen CO2 eingespart werden. Gleichzeitig wird durch den großflächigen Einsatz nachwachsender Rohstoffe CO2 langfristig im Gebäude gespeichert.

Auch im Fußbodenaufbau wurde der Materialeinsatz neu gedacht. Konventionelle EPS-Dämmstoffe wurden ersetzt. Im Erdgeschoss kamen Holzfaserplatten zum Einsatz, in den oberen Geschossen Hanflehmschüttung. Statt eines zement- oder gipshaltigen Nassestrichs wurde ein Trockenestrichsystem aus Basaltgestein verwendet. Dadurch konnten zementintensive Baustoffe reduziert, Feuchtigkeit im Bauablauf vermieden und rückbaubare Schichten geschaffen werden.

Suffizienz war ebenfalls Teil des Konzepts. Der Verzicht auf einen Keller reduzierte Aushub, Beton und graue Energie. Die spätere Abtrennbarkeit des Erdgeschosses vermeidet langfristig überdimensionierte Wohnfläche und ermöglicht eine flexible Nutzung als Einliegerwohnung, Mietfläche oder barrierearme Wohneinheit.

Die Konstruktionen wurden auf Rückbaubarkeit und Trennbarkeit hin geplant. Außenwände, Innenwände und Fußbodenaufbauten können fachgerecht getrennt werden. Recyclingmaterialien im Innenausbau, Recyclingholz-Unterkonstruktionen und Buchennägel zur Reduzierung von Metallschrauben unterstützen die Materialreinheit.

Auch die Hauselektronik wurde auf Zukunftsfähigkeit ausgelegt. Da die Kabel selbst nur begrenzt ökologisch optimierbar sind, wurden flächendeckend Leerrohre und eine KNX-Vorbereitung vorgesehen. So können spätere Steuerungssysteme, neue Gebäudetechnologien oder veränderte Nutzeranforderungen mit geringem Eingriff nachgerüstet werden.
Energetisch erreicht das Gebäude den KfW-40-Standard, die QNG-Zertifizierung befindet sich in Bearbeitung. Erdwärme, Wärmepumpe, Photovoltaik, zusätzliche PV-Module an der Südfassade, Stromspeicher und ein vorausschauendes Gebäudemanagementsystem bilden ein abgestimmtes Energiekonzept. In den ersten beiden Monaten nach Einzug konnte der notwendige Energiebedarf vollständig durch Sonnenenergie gedeckt werden, ohne Strom aus dem öffentlichen Netz zu beziehen.

Das Regenwasserkonzept ergänzt die Strategie. Das Gründach speichert Niederschlag, verzögert den Abfluss und verbessert durch Verdunstung das innerstädtische Mikroklima. Zusätzlich wird Regenwasser in einer Zisterne gesammelt, im Gebäude genutzt und überschüssiges Wasser über eine Rigole auf dem Grundstück versickert.

Schlagworte

Hanf, Hanfkalk, Hanflehm, Lehmputz, Hanfkalkputz, IsoHemp, Bauwende, ökologisches Bauen, nachhaltige Architektur, wohngesundes Bauen, Schadstoffarmes Bauen, CO2-reduziertes Bauen, emissionsarmes Bauen, nachwachsende Rohstoffe, kreislauffähige Bauteile, zirkuläres Bauen, Recylingmaterialen, Wiederverwendung, Urban Mining, Holzfaser, Buchennägel, rückbaubare Konstruktionen, flexible Grundrisse, Einliegerwohnung, Flächensuffizienz, Gründach, Regenwassernutzung, Zisterne, Rigole, Erdwärme, Wärmepumpe, Photovoltaik, PV-Fassade, Stromspeicher, Gebäudemanagement, KfW40, ONQ, diffusionsoffene Kosntruktion, Innenraumklima, Berlin-Weißensee

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Geothermie

 

Sekundärenergie

Strom

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

7,10 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

3,40 kWh/(m²a)

 

Stromverbrauchswert

10,10 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

34 %

 

Warmwasser

57 %

 

Lüftung

9 %

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Betten

4

 

Anzahl Kinder

3

 

Anzahl Wohneinheiten

2

Das Objekt im Internet

 

Bitte melden Sie sich an

Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie bei heinze.de registriert und angemeldet sein.

Hier anmelden
Diese Seite weiterempfehlen
1531928450