DRAUßEN
50677 Köln, Vondelstraße 4-8
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: oba architektur bonon kaufel PartmbB
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Vondelstraße 4-8, 50677 Köln, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
04.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbau
Tragwerkskonstruktion
Stahl
Anzahl der Vollgeschosse
1-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
150 m³
Bruttogrundfläche
50 m²
Nutzfläche
50 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
10.000 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
20.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die theatrale Stadtteilbefragung „DRAUßEN“ wurde vom Comedia Theater Köln initiiert und durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie junge Menschen im Kölner Veedel Mülheim in die Gestaltung und Nutzung des Stadtraums einbezogen werden. „‚Draußen’ ist Mülheim, ist der Entenpark, Jugendpark, Müzepark. Ist die Frankfurter, Keupstraße, Von-Sparr und der Böcki. ‚Draußen‘ – das hat viele Geschichten und Gestalten. Manchmal ruft es uns: ‚Komm raus!‘ Manchmal macht es Angst. Dort treffen wir Freund*innen und Fremde.“ (Comedia)
Im Rahmen eines partizipativen Prozesses entstand eine interaktive Stadtrauminstallation, die Synergien schafft, sich Passant*innen öffnet, zum Verweilen einlädt und die Frage stellt: Wann sind wir drinnen, wann draußen? Sie thematisiert das Wechselspiel zwischen Innen und Außen und veranschaulicht die gestische Wirkung eines Raumes auf seine Besucher*innen. Die Installation versteht sich als Kommunikationsraum, der einen Treffpunkt sowie einen generationenübergreifenden Austausch ermöglichen soll – zugleich bietet sie einen Rückzugsort aus dem sozial belasteten Alltag des Stadtteils.
Der stattfindende Austausch wird durch die Farbe gelb unterstützt, die durch leiblich spürbare Stimmung atmosphärisch erlebbar und einladend wirkt. Sie entfaltet sich diffus im Raum und löst mit einem aufblühenden Ton unterschwellig die Grenzen zwischen Innen und Außen auf. Gelb erzeugt Wärme durch Wahrnehmbarkeit und markiert den Pavillion als besonderen Ort – als einen Raum, der sich atmosphärisch von seiner Umgebung abhebt und neue Formen der Begegnung ermöglicht, Neugierde weckte und Freude vermittelt.
Beschreibung der Besonderheiten
Die Erschließung erfolgt barrierefrei und von allen Seiten. Es gibt keine festgelegte Hauptzugangsrichtung, wodurch Passantinnen und Passanten die Installation intuitiv betreten, durchqueren oder umrunden können. Die kreisförmige Organisation fördert gleichberechtigte Bewegungsabläufe sowie vielfältige Blickbeziehungen zwischen den Nutzenden und zum umgebenden Stadtraum.
Ein umlaufender Aufenthaltsbereich dient zugleich als Sitz-, Kommunikations- und Veranstaltungsfläche. Im Zentrum entsteht eine multifunktionale Freifläche, die flexibel für Theateraufführungen, Workshops, Beteiligungsformate, Unterricht, informelle Treffen oder als temporärer Aufenthaltsort genutzt werden kann. Durch die offene Konstruktion können sich Publikum, Akteurinnen und Akteure sowie zufällige Passantinnen und Passanten selbstverständlich begegnen; die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum werden bewusst aufgehoben.
Die Konstruktion ist als temporäres und reversibles Bauwerk konzipiert. Sie lässt sich an unterschiedliche Standorte anpassen und unterstützt damit wechselnde Nutzungen im Stadtraum. Die robuste Gerüststruktur ermöglicht eine wirtschaftliche Montage und Demontage sowie eine flexible Erweiterung oder Umgestaltung. Die textile Überdachung bietet Witterungsschutz, ohne den Bezug zum Außenraum aufzugeben, und schafft einen identitätsstiftenden Ort, der Offenheit, Sicherheit und soziale Interaktion gleichermaßen fördert.
Das Projekt entstand aus einem partizipativen Entwicklungsprozess mit Kindern und Jugendlichen. Die räumliche Organisation übersetzt deren Anforderungen – insbesondere nach einem Ort, der Schutz bietet und gleichzeitig Teil des öffentlichen Raums bleibt – in eine funktionale und architektonische Lösung. So verbindet DRAUßEN kulturelle Nutzung, soziale Begegnung und Stadtmöblierung in einem einzigen, flexibel nutzbaren Bauwerk.
Schlagworte
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Sitzplätze
60
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