Doppelhaus Maisons jumelles – Le Rhune
Ein Referenzprojekt von PREFA
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
56550 Belz, Frankreich
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
08.2024
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Holzrahmenbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
Raummaße und Flächen
Wohnfläche
295 m²
Beschreibung
Objektbeschreibung
Zwei in einem
Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Grundstück entschieden sie sich für zwei Häuser, die sie bauten, als seien sie eines. „Wir nehmen uns sehr viel Zeit für die ersten Entwürfe", sagt Jean-François Riguidel. Bis zu 18 Personen finden Platz – Raum für mehrere Generationen und künftige Nutzungen.
Gebäude nach Topografie
Das Gebäude heißt Le Rhune, benannt nach dem höchsten Punkt des Ortes. Ein ehemaliger Granitsteinbruch hinterließ eine Felsklippe mit rund acht Metern Höhenunterschied – diese Topografie war der Grund für den Kauf des Grundstücks.
Umgekehrt und gespiegelt
Form und Programm folgen der Topografie: Für bessere Ausblicke drehten die Architekten die Wohnlogik um – Schlafräume im Erdgeschoss, Wohnraum, Essbereich und Küche im Obergeschoss. Eine Galerie unter dem Dach bietet einen weiteren Schlafraum mit Blick über die Klippe. Auf einem verbindenden Sockel liegen die beiden Baukörper leicht versetzt; innen ist die Aufteilung gespiegelt, der Zwischenraum dient beiden Häusern als Begegnungsraum.
Materialien im Doppelpack
Als moderne Pendants zu Granit und Schiefer wählten die Architekten Aluminium und unbehandeltes Holz, blieben in Proportion und Formensprache aber nah an bretonischen Fischerhäusern. Nachhaltig sei das Bauen mit Granit und Schiefer heute nicht mehr – Schieferschindeln müssten aus Spanien importiert werden.
Ungleiche Zwillinge
Beide Satteldachkörper erhielten eine Hülle aus regelmäßig verlegten Prefalz Scharen – einer in Schwarzgrau, der andere in P.10 Reinweiß. Die über Traufen und First laufenden Falze setzen der Natur eine rationale Geradlinigkeit entgegen. Das Schwarz-Weiß ist zugleich eine Referenz an die Flagge der Bretagne, „aber eben etwas Neues" in Aluminium.
Architektur verändert sich
Ursprünglich als eigenes Wohn- und Arbeitshaus geplant, baute Jean-François Riguidel – Tischler, Innenarchitekt und Architekt – vieles selbst. „Unsere Architektur verändert sich immer wieder", so Anne-Charlotte Riguidel. „Architektur ist für alle. Jeder reagiert auf Licht, Materialien und Räume."
Ohne laute Gesten
Das Büro ist vornehmlich in der Bretagne aktiv; die Verankerung im Lokalen ist seine Stärke. Riguidel Architectes setzen auf eine Architektur, die leise überzeugt – durch Klarheit, unkonventionelle Ansätze und Aufmerksamkeit für das, was Menschen brauchen. Heute führen sie ein international besetztes Team mit rund 20 parallelen Projekten. Ihr Atelier in Étel war einst Sardinenfabrik, Kino und Fischereilager; sie bauten es so um, dass es später Wohnhaus werden kann. „Gebäude sollen wandelbar sein."
Beschreibung der Besonderheiten
- Dachtyp: Prefalz in P.10 Reinweiß, Schwarzgrau
Fassadentyp: Prefalz in P.10 Reinweiß, Schwarzgrau
Objekte in der Umgebung
Ähnliche Objekte

