Architekturobjekte
Carolabrücke Dresden
01097 Dresden, Carolaplatz 1
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: TSSB Architekten Ingenieure
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: TSSB Architekten Ingenieure
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Carolaplatz 1, 01097 Dresden, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
09.2030
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbau
Tragwerkskonstruktion
Stahl
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Bei der Neukonzeption der Brücke haben wir es als wesentlich angesehen, ein kompakteres und vielseitigeres Bauwerk zu entwerfen, das sowohl auf die heutigen Anforderungen als auch auf die zukünftigen Veränderungen reagieren kann. Aus unserer Sicht ist der Bau einer Brücke mit drei getrennten Überbauten, wie bei der Carola 2.0, zu unflexibel und würde übermäßig viel Fläche in Anspruch nehmen. Es ist hier wenig sinnvoll, eine reine Straßen- bzw. Bahnbrücke zu entwerfen, da sie nicht der Qualität des Stadt- und Landschaftsraumes entsprechen würde.
Unsere Absicht besteht daher darin, eine „ruhige“ Brücke zu entwerfen, eine Brücke, bei der das Erlebnis der Querung für alle Beteiligten wie auch Fußgänger und Radfahrer wichtig ist, ebenso wie die Wertschätzung der Konstruktion. Bürger und Besucher erwarten, dass diese neue Brücke eine der Stadt würdige gestalterische Qualität besitzt.
Aus Sicht der Ingenieurkunst und Architektur des 21. Jahrhunderts wäre es nicht angemessen, einfach das zu rekonstruieren, was die erste Carolabrücke einst war: Ein Entwurf des 19. Jahrhunderts, geprägt durch die Technologie seiner Zeit. Diese erste Carolabrücke verband Tradition – dargestellt durch die Vorlandfelder als steinerne Mauerwerksgewölbe – mit Moderne, verkörpert durch die drei sehr flachen Stahlbogenfelder, deren Axialkräfte in massive Mauerwerkspfeiler eingeleitet wurden.
Die erste Carolabrücke stellte daher eine Synthese aus Tradition und Moderne dar. Derselbe Geist hat unseren Entwurf geleitet. Wir schlagen eine zeitgenössische Brücke vor, die zugleich mit ihrem klassischen Charakter an die konstruktive Geschichte der Stadt anknüpft.
Unsere Lösung ist eine Brücke mit Mehrbogenstruktur, die einerseits auf alle vorhandenen Randbedingungen reagiert und andererseits zu einer Brücke mit Charakter wird, die sich würdevoll in die Stadt integrieren kann und als eine weitere Brücke anerkannt wird, die würdig ist, sich in die Reihe der bedeutenden historischen Brücken Dresdens einzufügen.
Material und Konstruktion
Ziel ist eine ruhige und zeitlose Brücke, die sich gut in den sensiblen Stadtraum entlang der Elbe einfügt. Die Carolabrücke 3.0 wird als moderne Stahlverbundkonstruktion gebaut.
Die Farbgestaltung orientiert sich an den Dresdner Sandsteintönen. Pfeiler und Widerlager erhalten sandsteinverkleidete Oberflächen und greifen damit die Gestaltung historischer Dresdner Nachbarbrücken auf.
Anbindung an Stadtraum
Die Carolabrücke 3.0 verbindet Rathenauplatz, Carolaplatz, Königsufer und Terrassenufer zu einem durchgängigen Stadtraum. Die neuen direkten Rampen- und Treppenverbindungen binden Elbwiesen, Elberadwege, Filmnächte, Dampfschifffahrt und die Brühlsche Terrasse unmittelbar an die Brücke an.
Die Wegeführungen für Fußgänger und Radfahrer werden klar sichtbar, sicherer und barrierefrei organisiert.
Verkehrsstruktur
Die neue Brücke bindet ohne Umbauten an die bestehenden Plätze am Carolaplatz und Rathenauplatz an. Die heutigen Verkehrsanbindungen bleiben dabei erhalten, sodass größere Eingriffe vermieden werden. Gleichzeitig werden die Wege für Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Nahverkehr klarer, sicherer und besser miteinander verknüpft. Die Straßenbahnhaltestellen sind gut erreichbar, ohne zusätzliche Straßenquerungen.
Beschreibung der Besonderheiten
Besonderes Augenmerk liegt auf einer klaren und sicheren Wegeführung. Fuß- und Radverkehr werden barrierefrei und intuitiv über die Brücke geführt und über direkte Rampen- und Treppenverbindungen mit den Elbwiesen, Elberadwegen, dem Königsufer, der Brühlschen Terrasse und dem Terrassenufer verknüpft.
So entsteht nicht nur eine Verkehrsverbindung zwischen den Stadtteilen, sondern ein durchgängiger öffentlicher Stadtraum, der die unterschiedlichen Bewegungsströme übersichtlich miteinander verbindet und die Aufenthalts- und Querungsqualität der Brücke stärkt.
Schlagworte
Objektdetails
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