Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Carage
1040 Wien, Karolinengasse 31, Österreich
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Caramel architektInnen zt GmbH
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Caramel architektInnen zt GmbH
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Karolinengasse 31, 1040 Wien, Österreich
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Umbau
Fertigstellungstermin
06.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Mauerwerksbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
1-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
485 m³
Bruttogrundfläche
2.440 m²
Nutzfläche
660 m²
Grundstücksgröße
610 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
60.000 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
1.000.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die Geschichte beginnt in einem unscheinbaren Hinterhof, in einer alten Garage. Nichts deutet zunächst darauf hin, dass hier einmal ein lebendiger Arbeitsort entstehen soll – mit überraschenden Raumfolgen, besonderer Atmosphäre und einem klaren gestalterischen Anspruch. Doch genau darin liegt der Reiz: Bestehendes nicht als Hindernis, sondern als Chance zu begreifen.
Ein Schlosser, der alte Bauteile hortet, wird zu einem entscheidenden Partner. Von ihm stammen schmiedeeiserne Geländer, alte Stahlträger und die originalen Garagentore der alten Garage, die überarbeitet und wiedereingebaut werden. Weitere Elemente – von Glasbausteinen über eine gebrauchte Edelstahlküche bis zu farbigen Schaltafeln – werden über Plattformen wie „willhaben“ aufgestöbert. Selbst die Bodenbeläge bestehen aus Reststücken und Musterplatten früherer Projekte.
Wo Neues notwendig wird, kommen nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz: Kork, Kokos, Holz. Doch vieles bleibt roh. Installationen laufen offen, Träger werden nicht verkleidet, die Technik bleibt sichtbar. Akustisch wird der Raum durch ein Recyclingmaterial aus Zeitungspapier beruhigt – grau, weich, staubbindend und überraschend schön.
Ein starker Akzent zieht sich durch das Projekt: Maisgelb. Als warmer, freundlicher Ton taucht er an verschiedensten Stellen auf – in Lichtleitungen, gestreiften Markisen und in den charakteristischen Schaltafeln. Zentral im Raum sorgt eine fünf Meter hohe Fischschwanzpalme nicht nur für einen lebendigen Akzent, sondern auch für eine natürliche Verbesserung des Raumklimas.
Beschreibung der Besonderheiten
Im Zentrum steht das Thema Re-Use – nicht als abstrakter Anspruch, sondern als gelebte Praxis. Materialien werden nicht neu produziert, sondern wiederverwendet, umgedeutet und neu kombiniert. Dabei entstehen nicht nur ressourcenschonende, sondern auch ästhetisch eigenständige Räume in denen nicht nur gearbeitet sondern auch gespielt und gefeiert werden kann.
Der bewusste Verzicht auf Verkleidung und Perfektion schafft eine direkte, ehrliche Atmosphäre. Roh belassene Oberflächen, offene Technik und recycelte Akustikmaterialien erzählen von Herkunft und Wandel. Gleichzeitig bringt das eingesetzte Maisgelb ein Element der Leichtigkeit und Freude ins Spiel – als lebendiger Kontrast zur reduzierten Materialität.
So wird Carage zu einem beispielhaften Ort für neue Arbeitswelten: unkonventionell, nachhaltig und mit einer ganz eigenen räumlichen Poesie.
Nachhaltigkeit
Zudem wurde eine natürliche Belüftung über einbruchsichere, großflächige Öffnungen in der Fassade sowie abströmende Lüftungsöffnungen in den charakteristischen Belichtungslaternen der historischen Garage berücksichtigt. Diese natürliche Lüftung wird bei Bedarf durch Ventilatoren unterstützt, wodurch eine konstante Frischluftzufuhr gewährleistet wird, ohne dass zusätzliche mechanische Systeme erforderlich sind.
Für die Optimierung der Wärmespeicherung und zur Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden wurde in der Sockelzone des Mauerwerks eine Bauteilheizung integriert. Diese Heizungsmaßnahme trocknet die Bausubstanz und trägt so zur Erhöhung der Lebensdauer des Gebäudes bei, indem sie Schimmelbildung und Feuchtigkeitsschäden vorbeugt.
Insgesamt verbindet die „Caramel Carage“ energieeffiziente Technologien mit der Bewahrung und Nutzung des historischen Charakters des Gebäudes, wodurch eine nachhaltige und kostengünstige Nutzung über den gesamten Lebenszyklus hinweg möglich ist.
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Geothermie
Sekundärenergie
Strom
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
58,00 kWh/(m²a)
Heizenergieverbrauchswert
80,84 kWh/(m²a)
Stromverbrauchswert
16,20 kWh/(m²a)
Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)
Heizung
62 %
Warmwasser
7 %
Beleuchtung
18 %
Lüftung
12 %
Kühlung inkl. Befeuchtung
1 %
Weitere Dokumente zum Objekt
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
29
Das Objekt im Internet
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